…in den POL-Räumen der Medizin
Serie: Die LehrLounge auf zu Gast…
Die Stabsstelle Interne Fortbildung und Beratung (IFB) hat im April 2012 die Tagung „LehrLounge – Der Lehre Raum geben“ ausgerichtet. Im Fokus standen Lehrräume: räumliche Dimensionen von Lehre sowie didaktische Methoden in besonderen und klassischen Lehrräumen. Die IFB gab dabei Lehrenden und an Lehre Interessierten einen intensiven Einblick in acht außergewöhnliche Lehrräume der RUB: durch Raumworkshops direkt vor Ort. Die Teilnehmenden arbeiteten didaktische Methoden bzw. Prinzipien heraus, die im Rahmen der raum- und fachspezifischen Lehre zum Einsatz kommen. Ein zweiter Blick auf die Methoden und Prinzipien zeigte, dass diese – unabhängig vom Fach – alltagsfähige Handlungsoptionen in klassischen Lehrräumen ermöglichen. RUBENS stellt diese Räume vor und zeigt exemplarische Transfermöglichkeiten ausgewählter didaktischer Aspekte auf. Heute geht es um das „Problemorientierte Lernzentrum Medizin“, kurz die „POL-Räume“.
Die Lehre in diesem Raum ist besonders, weil… „…die zwölf Kleingruppenräume (für je maximal sieben Studierende) dieses Lernzentrums mal als Arztsprechzimmer, mal als Behandlungsräume, mal als Teamgruppenräume und mal als Prüfungsräume genutzt werden können. Sie sind eine ideale Lernumgebung für studierendenzentriertes problemorientiertes Lernen am konkreten Patientenfall und das Lernen in simulierten Alltagssituationen. Dank technischer Ausstattung mit Audio-Videoübertragung und halbtransparenter Scheiben, lässt sich das Geschehen zeitgleich und ohne Störung beobachten und kommentieren.“ (Ute Köster, Medizinische Fakultät)
Beispiele zur Konkretisierung des Besonderen: Ärztliche Interaktion mit Videofeedback; Anamnese- und Untersuchungstraining; „Lernen lernen“ für Erstsemester; inSTUDIES-Projekt: Simulationsgestützte Gesprächstrainings (Lehrer-Eltern-Gespräche, Personalgespräche etc.)
Welche didaktischen Methoden/Prinzipien kommen in diesem Raum zum Einsatz? Problemorientiertes Lernen (POL) als zentrale Unterrichtsmethode; Feedback zur Reflexion des selbstgesteuerten Lernprozesses; Simulationsgestützte Gesprächs- und Behandlungstrainings; realitätsnahe Prüfungsformen/-situationen sowie Lernen durch Lehren.
Ein exemplarisches Fazit für die Lehre: Wohl formulierte und transparent gemachte Lehr-/Lernziele, ergänzt durch eine klare Rollenverteilung, bieten den Studierenden den „roten Faden“ durch die Lehr-/Lerneinheiten sowie die Selbstlernzeit. Eine Folge ist: Motivation und Spaß beim Lernen. Übrigens: Die Mediziner/innen stehen Kooperationsideen aus und mit anderen Fakultäten offen gegenüber.
Infos zur Tagung: Dina Burandt, IFB, -27484, Dina.Burandt@uv.rub.de
Text/Foto: IFB | Themenübersicht

