RUBENS Nr. 163 - 1. Okt. 2012
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Vom Labor ins Leben

Reihe: Studentenorganisationen

Studentenorganisationen helfen im Studium oder beim Knüpfen von Kontakten, sie kümmern sich um internationale Studierende oder organisieren Messen. Natürlich sind viele der Vereinigungen auch an der RUB vertreten. In RUBENS stellen wir sie vor, heute die Biotechnologische Studenteninitiative (btS).

Die btS gehört zu den jüngeren Organisationen. 1996 wurde sie in Köln gegründet, zwei Jahre später eröffnete die RUB-Geschäftsstelle. btS ist an 25 Standorten in Deutschland vertreten und hat ca. 900 Mitglieder: Studierende und Doktoranden der Life Sciences. „An der RUB sind wir zurzeit 30, inklusive Alumni, in der Mehrzahl Biologen und Biochemiker“, erklärt Vorstandsmitglied Bianca Hoffmann. Sie selbst ist Biochemikerin, promoviert aber in Medizin.
Die Grenzen in den Lebenswissenschaften sind fließend und die Bedürfnisse der Studierenden ähnlich: Nach dem Studium möchten sie möglichst reibungslos ins Berufsleben wechseln. „Wir erleichtern ihnen den Einstieg vom Labor ins Leben“, bringt es Bianca Hoffmann auf den Punkt. Das Hauptziel der btS lautete deshalb von Beginn an, den Kontakt zwischen Studierenden und (kleinen und großen) Unternehmen der Biotechnologie sowie zu Forschungseinrichtungen herzustellen. Deshalb organisiert die btS deutschlandweit jährlich weit über 200 Veranstaltungen: Vortragsreihen, Firmenbesichtigungen, Podiumsdiskussionen und Kontaktbörsen (s.u.). Das Spektrum wird ständig erweitert, so wird in Bochum eine Reihe geplant mit populärwissenschaftlichen Vorträgen, u.a. zu biotechnologischen Aspekten beim Bierbrauen. Besonders beliebt an der RUB sind die gemeinsamen Vortragsreihen der btS und der A.S.I. Wirtschaftsberatung zu Bewerbung und Berufsstart: „Soft Skills – Worauf achten Unternehmen?“ oder „Erfolgsgeheimnisse der Bewerbung“ heißen die Themen.
„Damit beschäftigen sich Erst- und Zweisemester natürlich noch nicht. Trotzdem kann man der btS auch schon zu diesem Zeitpunkt beitreten und eigene Ideen einbringen und verwirklichen“, sagt Bianca Hoffmann. Sie selbst kam erst als Doktorandin hinzu, empfindet das im Nachhinein als „viel zu spät“. „In der btS haben wir nicht nur Spaß, wir lernen auch eine Menge: Organisation und viele weitere fachübergreifende Kompetenzen. Das gibt Pluspunkte im Lebenslauf“, so die Doktorandin. „Als aktives btS-Mitglied hat man zudem oft engen Kontakt zu den Firmen. Das kann sehr hilfreich sein, wenn man ein Praktikum sucht oder später eine Arbeitsstelle“, ergänzt Felix Ludwig. Der Biologie-Student ist in der Bochumer Geschäftsstelle für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Beide freuen sich über neue Mitglieder (s. Kasten).

ScieCon 2012

Die btS-Veranstaltung schlechthin heißt ScieCon, ist die älteste und größte deutsche Firmenkontaktmesse in den Life Sciences und Bochum einer der beiden festen Standorte (neben München). Am 24. Oktober bringt die btS zum 19. Mal Studierende und Firmen im Audimax zusammen. 2011 informierten sich rund 1.000 Studierende aus ganz Deutschland bei über 20 Unternehmen. In diesem Jahr rechnet das Veranstalterteam um Bianca Hoffmann mit ähnlichen Zahlen. Zu den Austellern zählen u.a. Miltenyi Biotec, Sanofi-Aventis, McKinsey, Headway Personal, QIAGEN und BIO.NRW. Sie präsentieren sich an Ständen, zeigen Imagefilme und nehmen an der Podiumsdiskussion auf der Bühne teil. Dort findet auch ein Live-Vorstellungsgespräch statt. Als besonderen Service können Studierende am ZEIT-Stand kostenlos ein Bewerbungsfoto machen lassen. Die Deutsche Bildung und die A.S.I. Wirtschaftsberatung bieten zudem einen kostenlosen Check der Bewerbungsmappe an (beides nur nach Voranmeldung über die Messe-Homepage, s.u.).
Die Gespräche mit den Vertretern aus Industrie und Forschung bieten den Studierenden Inspiration, Einblicke und Orientierung für das weitere Studium sowie Ideen für ihre weitere Karriere. Der direkte Kontakt zu den Unternehmen kann zur Organisation von Praktika, Diplom- und Doktorarbeiten genutzt werden. Die Firmenvertreter beantworten auch Fragen zu Anforderungen und Perspektiven in ihren Unternehmen. Und natürlich lernen sie auf diese Weise potentielle neue Fachkräfte kennen.
PS: Wer sich perfekt auf die Messe vorbereiten möchte, der kann eine Woche zuvor (18.10.) das Seminar „Messe-Knigge“ der btS zusammen mit A.S.I. besuchen.
Infos: ScieCon NRW, 24.10., 10-17 h, Audimax, http://sciecon.info/

 

btS Bochum
Die Studentenorganisation hat zwar an der RUB kein eigenes Büro. Es ist dennoch kein Problem, Kontakt aufzunehmen: Auf der ScieCon z.B. hat die btS einen eigenen Stand. Man kann aber ebenso gut zu einem der regelmäßigen Treffen gehen, anrufen oder mailen. An zwei Wochenenden im Jahr treffen sich zudem btSler aus ganz Deutschland: Auf den sog. btS-Wochenenden werden externe Workshops von Firmen, von btS-Alumnis und auch btS-interne Workshops angeboten. „Dort kann man zum einen lernen, wie die btS eigentlich so funktioniert und vernetzt sich gleichzeitig mit btSlern anderer Geschäftsstellen“, sagt Bianca Hoffmann.
Infos: http://bochum.bts-ev.de

ad; Foto: Clemens Hess | Themenübersicht