RUBENS Nr. 163 - 1. Okt. 2012
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Film & Fotos

Noch mehr Kultur auf dem Campus

In Szene gesetzt

Dass Fotografie Sonnenschein in Stadt und Wald dokumentieren kann, weiß man. Studenten des Bereichs Fotografie im Musischen Zentrum machten es anders: Im MZ-Fotostudio inszenierten sie Menschen neu, gaben ihnen ein neues Outfit, setzten sie in teilweise exzentrische Posen und schufen ein neues Licht. Z.B. wurde mit Fotomodellen gearbeitet, die von Visagistinnen mit Makeup in verschiedenste Typen verwandelt worden. Entstanden sind Modefotos, die auch das Cover eines Lifestyle-Magazins zieren könnten. Oft standen die Studierenden auch selbst Modell, wenn nach Vorlagen alter Gemälde das Motiv nachinszeniert wurde. Da erwacht Courbets „Verzweifelter“ ebenso zum Leben wie VanMeers „Milchmagd“. Nach Fotovorlagen wurden Bilder von Hollywoodstars der 30er-Jahre nachgestellt. Ziel war es bei allen Bildern, den Studierenden zu vermitteln, mit künstlichen Lichtquellen umzugehen. Die Ergebnisse haben sich in der Ausstellung „In Szene gesetzt“ niedergeschlagen: 58 großformatige Bilder sind bis zum 12.11. im MZ-Foyer zu sehen, werktags 9-18 h, Eintritt frei. Erste Einblicke: www.rub.de/mz-foto.

 

Kontraste erforschen

„Wie sieht Nachbarschaftshilfe in afrikanischen Armenvierteln aus?“, „Welche Rolle spielt die Herkunft beim Zugang zu Bildung?“ Diese und ähnliche Fragen bildeten die Grundlage einer Exkursion des Lehrstuhls für Stadt- und Regionalsoziologie. Im Rahmen des Seminars „Comparative Urban Studies“ reisten neun Studierende unter Leitung von Prof. Klaus Peter Strohmeier nach Namibia. Ab dem 11.10. dokumentiert eine Ausstellung die Ergebnisse. „Kontraste erforschen“ ist bis zum 18.11. im Treppenhaus der Unibibliothek zu sehen, Mo-Fr 8-24, Sa 11-20, So 11-18 h, Eintritt frei.

 

Elite Now!

Das hat es an der RUB noch nicht gegeben: Filmpremiere mit rotem Teppich! Gezeigt wird „Elite Now!“. Den Film haben Studenten und Beschäftigte der RUB mit Kreativität, Humor und Herzblut auf die Beine gestellt: als Schauspieler, Kostümbildner, Techniker usw. Autor und Regisseur ist der Mathematiker Aeneas Rooch: „Ich habe ein Drehbuch geschrieben, das den Spagat einer Uni verdeutlicht, die sich in einem Imagefilm modern präsentieren möchte, aber ein essentielles Problem hat: Gute Wissenschaftler sind nicht zwangsläufig gute Filmemacher und Spitzenforscher nicht Spitzendarsteller. Der Film ist, was Kameraeinstellungen, Darsteller, Musik, Inszenierung angeht, absichtlich unfreiwillig komisch, auf eine gekonnte Art gewollt und nicht gekonnt.“
Herausgekommen ist eine Persiflage auf Imagefilme, auf Produktionsplattitüden und auf weltferne Professoren. Der Film wurde zwar an der RUB gedreht, gleichwohl möchte er die fiktive Carl Arnold Kortum-University vorstellen. Nun nimmt der Studienkreis Film „Elite now!“ ins Programm auf und zeigt den Film am 24.10. (18 h) im HZO 20. Vorab gibt es einen Sektempfang und hinterher richtet Boskop eine Premieren-Feier im Mensafoyer aus: mit rotem Teppich, Musik und Buffet. Weitere Vorführungen sind geplant, ebenso eine DVD. Infos: www.akafoe.de/boskop

 

ad; Foto: MZ-Foto | Themenübersicht