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Personalmeldungen
Neu ernannt
Seit April besetzt Prof. Dr. Karina Morgenstern den Lehrstuhl für Physikalische Chemie I. Ihr Interesse gilt der Erforschung physikalischer und chemischer Prozesse von Adsorbaten auf Oberflächen in definierten Umgebungen auf atomarer/molekularer Skala. Diese Forschung kann als wichtiges Bindeglied zwischen anwendungsorientierter Forschung an Ensembles und theoretischen Beschreibungen gesehen werden. Karina Morgenstern studierte Physik und Informatik in Bonn und Knoxville. Promoviert wurde sie 1996 (Bonn und FZ Jülich). Ihre Post-Doc-Phase begann an der Uni Lausanne und wurde am Institut für Experimentalphysik der FU Berlin fortgesetzt, wo sich Morgenstern 2003 habilitierte. 2005 übernahm sie eine Professur für Experimentalphysik in Hannover.
Seit Jahresbeginn leitet Prof. Dr. Gunther Meinlschmidt die Forschungssektion für Psychobiologie, Psychosomatik und Psychotherapie des LWL-Uniklinikum für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Als Schwerpunkte nennt er u.a. die Psychotherapie psychischer und psychosomatischer Störungen und Verhaltensmedizin. Meinlschmidt studierte Psychologie in Erlangen-Nürnberg und Trier bzw. Psychologie und vergleichenden Kulturwissenschaft in Tokio. Nach dem Diplom (2000) blieb er in Trier, wo er 2005 in Psychobiologie promoviert wurde. Dann kam er als Postdoktorand an die Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Uni Basel. 2009-11 war Meinlschmidt deren kommissarischer Leiter; im Mai 2010 hat er sich in Basel habilitiert.
Seit April besetzt Dr. Robert Kourist die Juniorprofessur Mikrobielle Biotechnologie. Er befasst sich mit der Isolation, Charakterisierung und prozessnahen Optimierung von Enzymen zur Produktion hochwertiger Feinchemikalien. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Isolation und das Design maßgeschneiderter Biokatalysatoren für die stoffliche Nutzbarmachung nachwachsender Rohstoffe. Kourist studierte 2000-06 Biochemie in Greifswald und wurde dort 2008 promoviert. Bis Ende 2010 war er Projektleiter an der Abteilung für Biotechnologie und Enzymkatalyse in Greifswald. Anfang 2011 ging er an die TU München, wo er als Projektleiter am Lehrstuhl für Biogene Ressourcen gearbeitet hat.
Seit April besetzt Prof. Dr.-Ing. Peter Johannes Tenberge den Lehrstuhl für Industrie- und Fahrzeugantriebstechnik. Tenberge studierte 1975-81 Maschinenbau an der RUB. Anschließend (bis zu seiner Promotion 1986) war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am RUB-Lehrstuhl für Maschinenelemente und Getriebetechnik. 1987/88 arbeitete Tenberge als Entwicklungsingenieur bei der Zahnradfabrik Friedrichshafen. 1989 wurde er Technischer Assistent der kaufmännischen Geschäftsleitung der INA Wälzlager Schaeffler KG. Kurze Zeit später übernahm er dort die Leitung der Zentralen Technik und schließlich die Geschäftsleitung Markt der INA Motorenelemente Schaeffler KG. 1994 wurde er zum Professor für Maschinenelemente an die TU Chemnitz berufen, wo er bis zu seinem Ruf nach Bochum blieb.
Seit September besetzt Dr. Jeanette Hussong (Foto) eine Juniorprofessur am Lehrstuhl für Hydraulische Strömungsmaschinen. Ihr Spezialgebiet ist die Strömungsmesstechnik der Mehrphasenströmungen in diesen Maschinen. Jeanette Hussong begann 1999 in Bochum ihr Maschinenbau-Grundstudium, 2002 erhielt sie ein Auslandsstipendium für eine Studienarbeit an der TU Toyohashi, Japan, wo sie sieben Monate lang blieb. Anschließend setzte sie ihr Studium in Bochum fort, das sie 2006 abschloss. Danach arbeitete Hussong am Lehrstuhl für Strömungsmechanik der TU Delft. 2011 erwarb sie dort ihren Doktorgrad in Strömungsmechanik. Bis zu ihrem Ruf an die RUB blieb sie in Delft.
Rufe, Ehre, Ämter
Prof. Dr. Christof Breitsameter (Katholische Theologie) hat einen Ruf auf eine Professur für Moraltheologie an der Uni Münster erhalten.
Prof. Dr. Wolff Schmiegel (Direktor der Medizinischen Klinik am Knappschaftskrankenhaus) ist zum Präsidenten der Deutschen Krebsgesellschaft gewählt worden.
Dr. Felix Julian Schulze (Experimentalphysik) hat den mit 3.000 Euro dotierten „Hans-Werner-Osthoff-Plasmaphysik-Preis“ erhalten.
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Für seine herausragende Lebensleistung hat der Werkstoffwissenschaftler Prof. Dr.-Ing. Michael Pohl den Henry Clifton Sorby Award erhalten.
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Im Juli haben gleich zwei emeritierte Professoren der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften die Ehrendoktorwürde der Bauhaus-Uni Weimar erhalten: Dietrich Hartmann und Wilfried Krätzig.
Nachrufe
Ruhr-Universität und Fakultät für Physik und Astronomie trauern um Prof. Siegfried Methfessel, der am 22. Juli im Alter von 90 Jahren gestorben ist. Siegfried Methfessel wurde 1969 an die RUB berufen und hat den Lehrstuhl Experimentalphysik IV (Festkörperphysik) aufgebaut, den er bis 1987 leitete. Während dieser Zeit war er u.a. Dekan seiner Fakultät (1974) und hat die Emeritenvereinigung SEE gegründet (1992). Prof. Methfessel hat mit seinem Wirken die Physik in Bochum in Forschung und Lehre bleibend geprägt und war ihr bis zuletzt mit reger Anteilnahme verbunden.
Die Ruhr-Universität trauert um Dieter Grünewald, der im August im Alter von 84 Jahren gestorben ist. Er war 1981-1993 als Leiter der Hochschulabteilung im NRW-Wissenschaftsministerium zuständig für die Angelegenheiten der RUB. In dieser Funktion hat Grünewald großes Geschick und viel persönliches Engagement für die RUB gezeigt. Das ging so weit, dass er hier „als sechstes Mitglied des Rektorats“ apostrophiert wurde. Die RUB hat ihm für dieses Engagement gedankt, indem sie ihm 1995 die Würde des Ehrensenators verlieh.
Die Katholisch-Theologische Fakultät trauert um Prof. Heribert Heinemann, der am 3. September mit 86 Jahren gestorben ist. Mit ihm verliert die RUB einen engagierten Wissenschaftler, hervorragenden Lehrer und eine geachtete Persönlichkeit mit großen Verdiensten. 1969 kam er als Professor für Kirchenrecht an die RUB und war zweimal Dekan seiner Fakultät. 1992 ernannte ihn Bischof Hubert Luthe zu seinem Generalvikar. Aufgrund seiner Verdienste für Wissenschaft und Kirche wurde Heinemann 1993 mit dem Titel Apostolischer Protonotar, drei akademischen Festschriften und mit der Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Gesellschaft für Kirchenrecht ausgezeichnet.
Rektorat und Fakultät für Physik und Astronomie trauern um Prof. Walter Glöckle, der am 1. August nach langer Krankheit im Alter von 73 Jahren gestorben ist. Der international hoch angesehene Physiker vertrat von 1972 bis zur seiner Emeritierung 2004 das Fachgebiet „Theoretische Kernphysik“ an der RUB. Hier hat Glöckle eine international weit sichtbare Arbeitsgruppe aufgebaut, die auf dem Gebiet der Wenig-Teilchen Physik forschte. Zu den Höhepunkten seiner wissenschaftlichen Arbeit zählen exakte numerische Lösungen der quantenmechanischen Gleichungen zur Beschreibung der Eigenschaften und Dynamik von Wenig-Teilchen Systemen. Glöckle war aber nicht nur ein leidenschaftlicher Physiker, sondern auch ein hoch engagierter und erfolgreicher Lehrer. Besonders beliebt bei den Studierenden waren seine Vorlesungen über Quantentheorie.
ad; Foto: Nelle | Themenübersicht

