RUBENS Nr. 162 - 1. Juli 2012
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BRINK springt

Nr. 2 des Magazins ist erschienen

Was ist ein Sprung? Bedeutet er den Anfang oder das Ende? Hat ein Sprung einen Ort oder keinen, ist er zwischen zweien? Und was tun, wenn es Zeit ist, zu springen? brink hat nach Antworten gesucht und diese in künstlerischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzungen gefunden.
Nach dem erfolgreichen Start mit der ersten Ausgabe des Magazins und einem Symposium zum Thema „das andere sehen” im Dezember 2011 hält brink an seinem Ziel fest: Studierenden wieder eine Stimme zu geben, einen Ort, der an Unis nicht existiert. Eine Stimme nicht nur im Gespräch mit Kommilitonen, sondern auch im Austausch mit Dozenten, im Dialog zwischen den Disziplinen. So rief brink zu Beginn des Jahres zur Einsendung von wissenschaftlichen Texten und Artworks zum Thema Sprung auf. Zahlreiche junge und renommierte Künstler, Studierende, Nachwuchswissenschaftler/innen und etablierte Professor/innen aus allen Wissenschaften sind der Einladung gefolgt. Die weite inhaltliche Spannbreite der eingereichten Beiträge ist nun in der 2. Ausgabe von brink – Magazin zwischen Kunst und Wissenschaft zu entdecken. Es geht um den Ursprung, den Sprung als Bewegung und um den Riss. Auch das Magazin wurde von dieser Dynamik erfasst: Aus den 60 Seiten der 1. Ausgabe sind 80 geworden, neben deutschsprachigen Texten finden sich auch englische und französische Beiträge aus Frankreich, den USA, England und Thailand. So treffen u.a. Jean-Luc Nancy, Heiner Goebbels und Sarah Jones aufeinander.
Zum Erscheinen des Magazins am 22. Juni fand in der Wuppertaler Nordstadt brink – Ereignis zwischen Kunst und Wissenschaft statt: in leerstehenden Gebäuden, einer Industriehalle, einer entweihten Kirche und einer ehemaligen Tanzschule. Sechs Locations wurden durch 40 Exponate, neun Vorträge und vier Performances zu Orten der Begegnung und der Erfahrung des Anderen.
Mit Magazin und Ereignis ist auch der gemeinnützige Verein brink e.V. gewachsen. Redaktion, Art Direction, Vertrieb, Veranstaltungsplanung, Kunstvermittlung, Presse und Öffentlichkeitsarbeit sowie Marketing liegen in der Verantwortung von zahlreichen engagierten Studierenden und jungen Akademikern aus Bochum, Wuppertal, Essen und Köln. Neben dem Onlineverkauf (http://www.brinkmagazin.de) ist das Magazin als normale Ausgabe und als Sonderedition bundesweit in ausgewählten Buchhandlungen erhältlich. Durch Blogbeiträge und Berichterstattungen erfährt brink mittlerweile auch international Resonanz.
brink bleibt im Prozess: Die nächste Ausgabe ist in Planung, ebenso Veranstaltungen, die erneut zum Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft einladen.  Denn es ist der Sprung, der Erfahrungen möglich macht, nicht der Schritt auf gesichertem Terrain.

Anna Cristina Schütz, Lena Hintze | Themenübersicht