Erfahrbarer Raum
Wandobjekte von Erich Reusch im KUBUS
Drei vollkommen unterschiedliche Ausstellungen waren und sind im Sommersemester im KUBUS zu sehen: Zunächst Aufnahmen von Anja Niedringhaus, die 20 Jahre lang in Kriegsgebieten fotografiert hat, anschließend Mangas und weiteren Bildern aus Asien und nun werden noch Wandobjekte von Erich Reusch präsentiert.
Die Ausstellung „Dezentralisierungen“ wird am 7. Juli eröffnet und ist dann bis 30. September im KUBUS zu sehen: Der 1925 geborene Künstler, der anfänglich auch als Architekt tätig war, setzt sich in seinen Arbeiten mit dem Raum auseinander. Schon in den 50er-Jahren schuf er neue konzeptuelle Ansätze für die Plastik, die nicht mehr kontextunabhängig und isoliert auf einem Sockel präsentiert wird, sondern sich dem Umraum öffnet und diesen zu einem individuellen Ort werden lässt. Reusch macht Raum erfahrbar, seine Werke ermöglichen ein Selbsterleben des Betrachters. Einen Schwerpunkt der Ausstellung im KUBUS bilden neue raumbezogene, dezentralisierte Wandobjekte. Daneben sind Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien zu sehen, die einen Überblick über die Vielfalt seines Werkes geben. Eine akustische Arbeit gehört ebenfalls zur Ausstellung. Darüber hinaus befinden sich im Schlosspark Weitmar zwei dauerhaft installierte Stahl-Plastiken von Reusch, so dass der Besucher die Wirkungskraft seiner Objekte nicht nur im Innen- sondern auch im Außenraum untersuchen kann. Auch auf dem Campus selbst ist ein Werk von Erich Reusch zu sehen: das Wasserrelief (auch „Forumsbrunnen“ genannt), das der Künstler zwischen 1973 und 75 auf dem Forum gestaltet hat (Wasser floss dort allerdings nur zu Beginn). Übrigens: Erich Reusch wird am 7. Juli zur Eröffnung in den KUBUS kommen.
Info: Öffnungszeiten für alle Ausstellungen: Mi-Fr 14-18, Sa/So 12-18 h; Eintritt 5/ermäßigt 3 Euro; mehr Infos: http://www.situation-kunst.de.
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