Einfach weggezappt
Die Studiobühne im Juli
Nach dem großen Auftritt der Studiobühne auf der Extraschicht Ende Juni ist auch der folgende Monat im Musischen Zentrum vollgepackt mit Theaterterminen: Geboten werden Improvisationstheater, Zapping, eine Spielzeitrevue und das neueste Werk vom Theater Phalanx.
Los geht es schon am Abend des 1. Juli (19.30 h) mit Improvisationstheater: Am MZ hat sich eine neue Gruppe gebildet. Sie wird von der Studentin Elisabeth Zwingmann geleitet und bietet Improvisations- bzw. Stehgreiftheater. Diese Form des Schauspiels kommt ohne Textlernen und aufwendige Vorbereitung aus. „Impro“ bereitet Spaß und lebt von spontanen Einfällen der Spieler und des Publikums; Eintritt frei (Kartenreservierung: Improvisationstheater_RUB@web.de).
Nach dem Tischtheater-Konzept wagt die Studiobühne auch in diesem Semester etwas vollkommen Neues: Theater zum Umschalten, neudeutsch und zugleich Titel der Inszenierung: „Zapping“ (7./8.7., 19.30 h). Während man zu Hause am Fernseher die Möglichkeit hat umzuschalten, sobald man etwas nicht mehr sehen möchte, gibt es im Theater bisher nur zwei Möglichkeiten: einschlafen oder den Saal verlassen. Ein Ensemble der Studiobühne wird nun unter Leitung von Christian Quitschke (zugleich Autor) den Versuch unternehmen, das Zappen ins Theater zu integrieren. „Ich wollte immer schon mal sehen, wie es wohl ist, wenn der große Monolog mittendrin einfach weggezappt wird“, sagt Quitschke, der schon früher an der Studiobühne gearbeitet hat, mittlerweile aber auch an verschiedenen Stadttheatern tätig gewesen ist. Der Zuschauer kann zwischen vier oder fünf Stücken hin- und her schalten (er muss dazu aufstehen und einen Knopf drücken). Die Schauspieler werden immer nur den Teil des Stückes spielen, in den gerade hinein gezappt wurde. Dabei entsteht ein für Darsteller und Zuschauer gleichermaßen spannender Abend, da vorher niemand weiß, was tatsächlich gespielt wird; Eintritt frei.
Das Theater Phalanx ist zurück. James Bond liegt bei den Geheimakten, dafür begibt sich das Ensemble nun auf die Suche nach den Anfängen der Video- und Computerspiele. Im „Projekt 2012“ (so der Arbeitstitel für die Aufführungen am 14./15.7., 19.30 h) tauchen Lara Croft, Pacman, Super Mario und viele weitere Figuren auf. Mittendrin eine echte Heldin, ein Programmierer und der Spieler, in dessen Händen nichts weniger als das Schicksal der Menschheit liegt. Lange Ladezeiten sind da ebenso garantiert wie schnell aufeinanderfolgende Gags, Eintritt 6 bzw. 4 Euro (Kartenreservierung: info@theater-phalanx.de).
Wenn sich schließlich am 21. und 22. Juli (je 19.30 h) die Türen des Musischen Zentrums öffnen, begibt sich das Publikum auf eine bunte Reise durch die Show-Welt. Ein charmanter Showmaster führt durch eine Spielzeitrevue: von ernsten Dramen über hinreißenden Tanz bis zu erschreckenden Horrorintermezzos. Begleitet werden die Zuschauer von den Namensgerberin der Inszenierung, der Brillenschlange, lateinisch „Naja Naja“, und vielen skurrilen Gestalten. Die Gruppe „Widerstand zwecklos“ hat sich in diesem Semester neu gegründet und besteht aus vielen Studierenden, die sich fürs Theater begeistern; Eintritt frei (Kartenreservierung: karten@najanaja.de).
Infos: http://www.rub.de/mz-theater
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