Leute, Leute
Personalmeldungen
Rufe – Ehre – Ämter
Die türkische Anthropologin und Soziologin Prof. Ayşe Gül Altınay besetzt zurzeit die Marie-Jahoda-Gastprofessur für Internationale Geschlechterforschung. Sie forscht und lehrt auf den Gebieten Frauenbewegungen, Gewalt und Geschlecht, Nationalismus und Militarismus. Ihr besonderes Interesse gilt den Fragen der Verbindungslinien und Verschränkungen von Geschlecht, Sexualität und Ethnizität und deren Bedeutung für emanzipative Bündnispolitiken. Altınay studierte an der Bosporus Universität in Istanbul und wurde an der Duke Universität in Durham (USA) promoviert. Derzeit lehrt und forscht sie an der Sabancı Universität (Türkei).
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Prof. Anja-Verena Mudring (Chemie u. Biochemie) hat einen Ruf an die Iowa State University und an das Ames Laboratory erhalten.
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Prof. Günther Meschke (Bau- u. Umweltingenieurwiss.) hat einen Ruf auf eine Professur für „Baustatik“ an der TU Graz erhalten.
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Prof. Joachim Wirth (Erziehungswiss.) hat einen Ruf auf eine Professur für „Empirische Lehr-Lern-Forschung und Pädagogische Psychologie“ an der Uni Bremen erhalten.
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Prof. Anne-Charlott Trepp (Geschichtswiss.) hat einen Ruf auf eine Professur für „Geschichte der frühen Neuzeit“ an der Uni Kassel erhalten.
Nachrufe
Rektorat und Fakultät für Physik und Astronomie trauern um zwei kürzlich verstorbene Wissenschaftler: Prof. Dr. Hermann Kümmel, am 16. Mai gestorben, leitete 1970-1988 den Lehrstuhl für Theoretische Physik. Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit lagen in der Quantentheorie von Vielteilchensystemen. Die von Kümmel mitentwickelte Methode zur Berechnung der Eigenschaften von Vielteilchensystemen gilt als Standard in der modernen Quantenchemie. Für seine wissenschaftlichen Erfolge wurde er 2005 mit der renommierten Eugene-Feenberg-Memorial-Medal geehrt. Hermann Kümmel hat mit seinem Wirken die Physik in Bochum in Forschung und Lehre bleibend geprägt und war ihr bis ins hohe Alter mit reger Anteilnahme verbunden.
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Prof. Dr. Eduard Hintz, am 3. Mai gestorben, war 1976-1995 Professor für Experimentalphysik in Bochum. Er studierte Physik in Bonn und Aachen. 1956 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe zur kontrollierten Kernfusion in Aachen und kam 1960 in das Institut für Plasmaphysik (IPP) in der Kernforschungsanlage Jülich. Mit seiner Dissertation 1962 an einer schnellen Pinch-Anlage wurde Hintz international bekannt und erhielt eine Einladung an die Universität von Maryland und das Naval Research Laboratory in Washington. 1965 kehrte er nach Jülich zurück, wurde 1968 zum Direktor am IPP ernannt. Ab 1976 lehrte er zudem an der RUB. Seine Vorlesungen bereicherten das Lehr-Angebot der Plasmaphysik und hielten Studenten und Doktoranden mit dem stetigen Fortschritt der fusionsorientierten Plasmaphysik auf dem Laufenden.
ad; Foto: privat | Themenübersicht

