Meldungen
Neues vom Campus: Studium, Forschung, Kultur etc.
Ausbilder-Treffer
Bei einem Treffen im Veranstaltungszentrum (VZ) sind die Ausbilderinnen und Ausbilder der Ruhr-Universität mit Kanzler Gerhard Möller ins Gespräch gekommen. Vor rund 50 Gästen hob dieser die Bedeutung der 21 verschiedenen Ausbildungsberufe an der RUB als größtem Arbeitgeber Bochums hervor. Nicht alle Wünsche konnte der Kanzler erfüllen, beispielsweise den nach einer unbefristeten Übernahme aller Auszubildenden. Die Bitten um Weiterbildungsangebote für Ausbilder sowie um regelmäßige fachspezifische Treffen fanden dagegen bei Frank Rous und seinem Team vom Dezernat 3/Zentrale Ausbildung durchaus Gehör. Und ein Lob gab es auch noch: „Ich möchte meinen Dank und meine Anerkennung ausdrücken“, sagte Möller.
Jackpot geknackt
Suchst Du das Unternehmen, das genau zu Dir passt? Den Traumjob zu finden ist kein Zufall! Möglich ist es z.B. auf der bonding Firmenkontaktmesse (19./20.6., Motto: „Jackpot – Traumjob gefunden!“). Erneut stellen sich rund 80 Firmen im Audimax der RUB vor; unter anderem sind folgende Branchen vertreten: Automobil, Maschinenbau, Erneuerbare Energien, IT und Wirtschaftsberatung. Auf der Messe können Studierende der Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften erste Kontakte zu Vertretern ihres Wunschunternehmens knüpfen.
Aber was genau sind Deine Möglichkeiten, ein Unternehmen besser kennenzulernen? Neben zahlreichen Vorträgen z.B. der sogenannte Kompass. Hier berichtet ein Neueinsteiger in einem Unternehmen über seine ersten Erfahrungen am neuen Arbeitsplatz. Zudem hast Du beim Speed Dating die Chance, in kürzester Zeit Infos über mehrere Unternehmen zu erhalten und Dich diesen gleichzeitig vorzustellen.
Das alles funktioniert nur, weil sich 15 ehrenamtlich engagierte Studierende schon über ein halbes Jahr im Voraus mit der Planung und Umsetzung der Messe beschäftigen. Bei solchen Großprojekten gibt es schließlich eine Menge zu beachten: Logistik, Öffentlichkeitsarbeit, Verpflegung – an alles muss gedacht werden. Das geht nur mit Teamarbeit, da alles unmittelbar zusammenhängt.
Aber bonding veranstaltet nicht nur die Firmenkontaktmesse, sondern organisiert u.a. auch Exkursionen zu Unternehmen, Trainings mit Firmen, interne Schulungen für bonding-Mitglieder (Projektmanagement, Softskill usw.) und deutschlandweite Projekte an den elf Hochschulstandorten. Mehr Infos zu bonding und zur Messe: http://www.bonding.de/bochum.
Zurück in die Zukunft
Na, das ist doch mal ein plakativer Titel für eine Vorlesungsreihe: „Zurück in die Zukunft“. Ausgedacht hat ihn sich die Arbeitsgruppe „Alte Innovationen“, deren Mitglieder der Global Young Faculty ll angehören. Sie haben drei renommierte Wissenschaftler eingeladen, die anhand aktueller und historischer Beispiele zeigen, warum sich einige Innovationen erst im zweiten Anlauf durchsetzen konnten. So wird erläutert, welchen Beitrag eine „antike“ Technologie zur Herstellung von Kohle aus Bioabfällen zur aktuellen Diskussion um CO2-Emissionen leistet (31.5.) und wie Elektropflüge schon vor mehr als 100 Jahren erfolgreich vermarktet wurden (14.6.). Der dritte Vortrag stellt grundsätzliche Überlegungen zum Neuen in der Forschung vor (21.6.). Alle Vorträge sind öffentlich und finden jeweils um 18 h in Gebäude ID, Raum 04/471 statt (detailliertes Programm: http://www.global-young-faculty.de/aktuelles/news-detail/article/vortragsreihe-zurueck-in-die-zukunft.html).
In der Global Young Faculty (siehe u.a. RUBENS 151) treffen sich herausragende Nachwuchswissenschaftler der Metropole Ruhr, um in interdisziplinären Arbeitsgruppen Themen von gemeinsamem Interesse zu bearbeiten. Das Netzwerk ist eine Initiative der Stiftung Mercator in Zusammenarbeit mit der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) und wird vom Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) in Essen koordiniert. Infos: http://www.global-young-faculty.de/arbeitsgruppen/alte-innovationen.html
Gottesdienst
Am 5. Juni feiern wir um 18.15 h einen evangelischen Universitätsgottesdienst im Kirchenforum am Unicenter. Prof. Peter Wick predigt zu Jeremia 23,16-29. Die musikalische Gestaltung übernimmt Arno Hartmann. Wir laden herzlich zum Gottesdienst und zum anschließenden Stehempfang mit Brötchen und Getränken ein.
Per Computer zum richtigen Sprachkursniveau
¿Dónde está el baño? My name is Tim. Je ne parle pas français. Wenn man anfängt, eine Fremdsprache zu lernen, kann man meistens schon ein paar Sätze sagen. Manchmal auch ein paar mehr. Wichtig ist es also, auf einem geeigneten Level in einen Kurs einzusteigen.
Das Zentrum für Fremdsprachenausbildung (ZFA) setzt immer mehr auf elektronische Tests, um das Sprachniveau der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einzuschätzen. Nach einem Pilotprojekt im Sommersemester 2011 und bereits über 500 elektronischen Einstufungstest zum vergangenen Wintersemester, hat sich die Teilnehmerzahl jetzt nochmals mehr als verdoppelt.
Über 1150 Studierende absolvierten im Rechenzentrum elektronische „C-Tests“ in den Fächern Französisch, Italienisch, Spanisch und Englisch. C-Tests sind Lückentexte, die früher in großen Hörsälen in Papierform praktiziert wurden. Heute widmen sich die Teilnehmer den Tests in aller Ruhe am Computer. Das hat viele Vorteile: Zum Beispiel kommen Auswertfehler, die insbesondere bei der Handkorrektur von Massentests häufig auftreten, nicht vor. Sinnvoll für die Studierenden ist außerdem die unmittelbare Rückmeldung mit Testergebnis und entsprechender Kursstufe.
Durch die Prüfungen versucht das ZFA, homogene Lerngruppen zusammenzustellen und das Arbeitspensum in den jeweiligen Kursstufen fair zu gestalten.
Grüne Weltraumbegleiter
Algen sollen weltraumtauglich werden. Ihre Misson: ausreichend Sauerstoff zum Atmen liefern und die Nahrung mit Vitaminen bereichern. Zusammen mit Forschern aus Karlsruhe und Bremen tüfteln RUB-Biologen an einer Komponente für ein Lebenserhaltungssystem, das mit einzelligen Grünalgen betrieben werden soll.
„Mit Hilfe von Lichtenergie verbrauchen Mikroalgen Kohlendioxid, setzen Sauerstoff frei und bauen Biomasse auf“, sagt Prof. Dr. Thomas Happe von der AG Photobiotechnologie der RUB. „Auf Raumstationen oder während langer Weltraumflüge sind sie damit die perfekten Begleiter des Menschen.“ Damit die Einzeller ihren Job erledigen können, müssen die Wissenschaftler Kultivierungsverfahren etablieren, die auch bei Schwerelosigkeit stabil funktionieren.
Auch Pumpen und andere Materialien müssen extra für den Einsatz im All hergestellt werden und den strengen Sicherheitsvorschriften für die Raumfahrt entsprechen. Die Kooperationspartner aus Bremen und Karlsruhe entwickeln daher eine spezielle Steuerungseinheit für den Algenreaktor.
Sowohl den Algen-Bioreaktor als auch die Steuerungseinheit perfektionieren die Kooperationspartner zunächst auf der Erde. Dann folgt der Härtetest im Airbus ZERO-G. Erst wenn Technik und Einzeller den Parabelflug überstehen, ist an längere Testphasen auf Satelliten oder gar der Raumstation ISS zu denken.
Zukunftspreis Kommunikation
Wie sieht der Kommunikationsalltag der Zukunft aus? Welche Auswirkungen hat ein verändertes Kommunikationsverhalten? Was ist die gemeinsame Sprache der Zukunft? Wer eine Antwort auf eine dieser Fragen hat, kann sich um den „Zukunftspreis Kommunikation“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bewerben. Ideen können gezeichnet, gebaut, programmiert oder auf jede andere erdenkliche Art und Weise umgesetzt werden. Es warten Preise im Gesamtwert von 10.000 Euro. Einsendeschluss ist der 15. September. Mehr Infos: http://www.zukunftspreis-kommunikation.de
Ohne Spuren
Die Maßnahmen, die die Polizei nach Wohnungseinbrüchen ergreift, haben oft nicht den gewünschten Effekt. Zu diesem Schluss kam Frank Kawelovski in seiner Master-Arbeit. Der 51-jährige Kriminalhauptkommissar in Essen schloss sein Masterstudium in Kriminologie und Polizeiwissenschaft an der RUB als Jahrgangsbester ab.
Der Westfale wertete für seine Arbeit über 300 Akten der Staatsanwaltschaft Duisburg aus. Anhand von Daten aus dem Jahr 2009 zeigte er, dass zum Beispiel die Arbeit der Spurensicherung oft nutzlos bleibt. Grund dafür: Die Täter seien besser informiert als etwa vor 20 Jahren und ließen weniger Spuren zurück. Erheblich wirkungsvoller sei der verstärkte Einsatz von zivilen Beamten vor Ort. „Das hat bei den Kollegen für Diskussionen gesorgt“, sagt Kawelovski. „Aber das ist nun mal Tatsache.“
Parallel zu seiner Masterarbeit hat Kawelovski zwei Bücher zum Wohnungseinbruch publiziert: „Von Söhnen, Liebhabern und anderen Einbrechern“ und „Die Bekämpfung des Wohnungseinbruchs“. Das zweite ist ein Praktikerhandbuch und basiert auf den Ergebnissen der Masterarbeit.
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