RUBENS Nr. 161 - 1. Juni 2012
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Spot an!

Die MZ-Studiobühne im Juni

Im Juni läuft der Theaterbetrieb im Musischen Zentrum (MZ) auf Hochtouren. Das Repertoire reicht von Sprechtheater über Performances und Tanztheater bis hin zu Improvisationen mit menschlichen Scheinwerfern.

Los geht es am 9.6. (19.30 h, Eintritt frei) mit dem Performance-Schauspiel: Studierende im Optionalbereich präsentieren hier eigene Aufführungen. Inspiriert werden sie von Schauspielformen, die sich in den letzten Jahrzehnten jenseits vom klassischen Schauspiel etabliert haben.
Eine Woche später (15./16.6., 19.30 h) wird zur traditionellen Werkschau Tanz geladen: Wenn Sportstudierende, die das Fach Tanz gewählt haben, sich als junge Choreographen erproben, entstehen in der Regel „Starke Stücke“ (so der Untertitel dieser Reihe). Jede Studentengeneration entwickelt eigene Bewegungsideen und gestaltet individuelle Kompositionen: mal witzig, mal ernst, mal frech, mal technisch ausgefeilt. Die Tanzdozentinnen Marianne Bäcker und Mechthild Schütte organisieren in jedem Jahr die „Werkschau Tanz“, um die besten Ergebnisse zu präsentieren. Ein Mix aus Solos, Duetten und Gruppenstücken, Klangcollagen und Tanzstilen soll auch 2012 die Zuschauer begeistern; der Eintritt ist frei, Karten sollten wegen der hohen Nachfrage unbedingt vorbestellt werden: katharina.vanderlinde@rub.de.

Im Nirgendwo

Bereits am darauffolgenden Abend (17.6., 19.30 h, Eintritt 6/4 Euro, Kartenreservierungen an: mvdh@gmx.net) präsentiert Matthias van den Höfels „Die fabelhafte Welt des Malte Laurids Freiherr von Knigge". Van den Höfels bezeichnet sein Stück als „Suche“ und als „Hommage an das Träumen und die Stadt Paris“. Er arbeitet mit Texten von Rainer Maria Rilke, Adolph Knigge, Charles Baudelaire und anderen. Er arbeitet aber auch mit Musik, Geräuschen, Stummheit und Stille. Man darf gespannt sein!
Und dann ist da auch noch das Mitarbeiterensemble! Es ist wieder aktiv und bringt am 23./24. Juni (19.30 h; Eintritt frei) das „Hotel zu den zwei Welten“ von Éric-Emmanuel Schmitt auf die Bühne: ein Hotel im Nirgendwo. Die Gäste kommen mit dem Aufzug an und bemerken erst nach einer Weile, dass etwas mit dem Ort, den Personen und – vor allem! – mit ihnen selbst nicht stimmt. Ihnen schwant langsam, dass etwas ungeheuer Schicksalhaftes über ihnen schwebt. Nach und nach realisieren sie, dass ihr Körper im Koma liegt und ihr Geist eine andere Welt betreten hat. Alle müssen sich irgendwie die Zeit vertreiben. Niemand weiß, wer als nächstes in den Aufzug gebeten wird, denn diese Fahrt entscheidet über Leben und Tod…
Damit ist der Juni allerdings noch längst nicht beendet, denn am 30.6. nimmt die Studiobühne an der Extraschicht teil, und das gleich doppelt: mit einer Neuauflage von „Shakespeare am Tisch“ (RUBENS 157) und mit den innovativen „Acts in Spots“ – alles dazu steht in unserer Beilage EVENT EXTRA zu Campusfest und Extraschicht. Nur so viel: Bei den „Acts in Spots“ handelt es sich um die eingangs erwähnten Improvisationen mit menschlichen Scheinwerfern.

Infos: http://www.rub.de/mz-theater

 

ad; Foto: Studiobühne | Themenübersicht