
Alles optisch
Serie: Master 2.0-Studiengänge an der RUB
Dank zahlreicher innovativer Projekte entwickelt sich die Lehre an der Ruhr-Universität immer weiter: Sie wird internationaler, interdisziplinärer, forschungsintensiver und sie bereitet ganz gezielt auf Wissenschaftskarriere und Berufsleben vor. Paradebeispiele für diese Entwicklung sind die sog. Master 2.0-Studiengänge. In einer kleinen Reihe wollen wir sie in RUBENS vorstellen.
Alles dreht sich um optische Technologien im Studiengang Lasers and Photonics, den die Fakultäten Elektrotechnik und Informationstechnik und Maschinenbau, getragen durch die federführenden Lehrstühle Photonik und Terahertz-Technologie (Prof. Dr. rer. nat. Martin Hofmann) und Laseranwendungstechnik (Prof. Dr.-Ing. Andreas Ostendorf) gemeinsam anbieten. Daten noch schneller übertragen und effizienter speichern, Krankheiten diagnostizieren, Materialien bearbeiten und analysieren, all das ist mit optischen Technologien schon machbar, und wer weiß, was noch alles: Der Bereich wächst rasant und das Entwicklungspotenzial ist groß. Nur wenige Hochschulen bieten bisher spezialisierte Studiengänge auf dem Gebiet an, seit Herbst 2011 gehört die RUB dazu.
Acht Studierende sind derzeit im Masterstudiengang eingeschrieben, bis zu 20 will die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik pro Semester in Zukunft aufnehmen. Zu den Pionieren gehören Jan S. Hoppius, der vorher schon an der RUB seinen Bachelor in Maschinenbau gemacht hat, und Sebastian Goebel, dessen Elektrotechnik-Bachelor-Abschluss von der TFH Georg Agricola in Bochum stammt. „Ich habe meine Bachelorarbeit über ein Kooperationsprojekt mit dem Lehrstuhl Photonik und Terahertz-Technologie geschrieben und bin so zufällig auf das Master-Angebot aufmerksam geworden“, erzählt er. Auch Jan S. Hoppius kam durch seine Bachelorarbeit dazu. Inzwischen sind beide mit ihrer Entscheidung hoch zufrieden.
Da einige Kommilitonen aus dem Iran und Mexiko kommen, findet die Konversation auch außerhalb der englischsprachigen Lehrveranstaltungen in englischer Sprache statt. „Das ist überhaupt kein Problem gewesen – es ist sowieso selbstverständlich, dass man als Ingenieur englisch sprechen muss“, sagt Sebastian Goebel. Zum Studium gehören außerdem zwei Semester Englisch-Unterricht, in dem es auch ums wissenschaftliche Arbeiten und Präsentieren geht. Internationale Bezüge entstehen außerdem durch die Teilnahme an Tagungen, zweiwöchigen Aufenthalten bei Partnern internationaler Forschungsprojekte und das Angebot eines Auslandsaufenthalts über das Programm Erasmus, das Jan S. Hoppius demnächst nach Spanien führen wird.
Von Anfang an konnten die Studierenden eigene Projekte bearbeiten, natürlich unter Anleitung. „Man wird nicht ins kalte Wasser geworfen und muss dann lernen zu schwimmen“, betonen die Studenten. Beim nächsten Forschungsprojekt ist man noch freier – wer eine Idee hat, kann sie verfolgen. Die Ergebnisse sollen dann auch international präsentiert werden. Während sich Sebastian Goebel der digitalen Holografie widmet, beschäftigt sich Jan S. Hoppius mit der optischen Tomografie. Dabei wird Gewebe, z.B. der menschlichen Haut, optisch analysiert. „Wir profitieren auch davon, dass die Kommilitonen ganz unterschiedliche fachliche Hintergründe haben“, meinen die beiden. Neben Elektrotechnik und Maschinenbau sind Physik und Materialwissenschaft unter den vorherigen Studienfächern.
Info: http://www.ei.rub.de/studium/lap
md; Foto: Nelle | Themenübersicht

