Endspurt
Editorial zur Exzellenzinitiative
Liebe Mitglieder der Ruhr-Universität!
Am 15. Juni fallen die Entscheidungen in den drei Linien der Exzellenzinitiative, in denen die Ruhr-Universität mit je einem Antrag in der Endrunde vertreten ist. Hunderte von Mitgliedern unserer universitas waren an der Konzeption, Antragserstellung und Vorbereitung sowie der Durchführung der Begutachtungen beteiligt – alle mit sehr viel Engagement und Herzblut. Gerade bei der Begehung im Februar kam es uns darauf an, „vor Ort“ zu zeigen, wie hervorragend die Ruhr-Universität arbeitet, wie engagiert ihre Mitglieder sind, wie viele gute Ideen sie entwickelt und zur Projektreife geführt haben, wie optimistisch die Stimmung auf dem Campus ist. Man darf gewiss sagen, dass wir ein denkbar positives Bild vermitteln konnten!
Wir haben diesen Wettbewerb immer sportlich gesehen und auch seine zahlreichen Schattenseiten nie ausgeblendet. Unser Zukunftskonzept ist nicht auf die Exzellenzinitiative hingebogen, es folgt unserem eigenen Selbstverständnis. Alle Bewerber sind sehr stark und liegen eng beieinander. Wir konnten nur tun, was in unseren eigenen Händen lag – und das haben wir gemeinsam gut getan. Allen sei dafür sehr herzlich gedankt!
Ob wir letztlich gefördert werden oder nicht: Die Ruhr-Universität hat eine klare Zukunftsstrategie. Wir haben gemeinsam viele Ideen entwickelt, die uns zu Pionieren in der nationalen und internationalen Universitätslandschaft machen. Unser Weg lässt sich kaum ermessen, wenn man in der kurzen 5-Jahres-Frist denkt, die durch die Exzellenzinitiative vorgegeben ist. Er ist auf ganz lange Sicht ausgelegt. Mit unseren großen Vorhaben denken wir an der Ruhr-Universität über den Tag hinaus: mit der bis 2025 projektierten Generalmodernisierung des gesamten Campus, mit neuer Infrastruktur wie Forschungsbauten und KiTa oder mit dem Masterplan Universität-Stadt, der eine Perspektive von mindestens 50 Jahren umfasst.
Gehen wir also – so oder so – gelassen mit den Ergebnissen der Exzellenzinitiative um. Unsere universitas ist noch sehr jung, sie hat eine lange Zukunft vor sich. Auch wir Heutigen werden diesem großen Gebäude nur Bausteine hinzufügen können, viele künftige Generationen werden weiterbauen.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Elmar Weiler

