RUBENS Nr. 159 - 1. April 2012
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Freiräume

Von außen und innen neu: die OASE am Buscheyplatz

Positiv besetzt war der Begriff „OASE“ schon immer: als fruchtbarer Ort mitten in der Wüste, aber auch als Name für die Einrichtung der Zentralen Studienberatung der RUB am Buscheyplatz. Nun haben die vier Buchstaben noch eine weitere Bedeutung erhalten: „Ort für Austausch, Studium und Entwicklung“. Doch das ist längst nicht das einzig Neue an der OASE. Hinter der Namenserweiterung steckt ein verändertes Konzept, das zudem mit der Renovierung von Gebäude und Räumen einhergeht.

Die äußerlichen Veränderungen fallen sofort ins Auge: Das Haus selbst hat einen neuen Anstrich bekommen. Zudem wurde der Eingang ein paar Meter verlegt und liegt nun sozusagen um die Ecke. Ihn ziert in Apfelgrün der Schriftzug „OASE“. Gleich daneben klebt der blaue Würfel mit dem weißen „RUB-Logo“. Nicht nur mit dem neuen Eingang, durch den man direkt in die attraktive Lounge gelangt, scheinen die beiden Leiterinnen der OASE, Judith Knoche und Kathrin Humpert, sehr zufrieden sein. Sie identifizieren sich auch ansonsten spürbar mit ihrer Einrichtung. Die Psychologin (Knoche) und die Diplompädagogin (Humpert) leiten die OASE kollegial und werden von zwei Bundesfreiwilligen unterstützt: Yannick Nils do Carmo Oliveira und David Barroso-Perez.

Hell, freundlich, modern

Umgestaltet wurde (und wird) auch im Inneren des Gebäudes. „Heller, freundlicher, moderner“, bringt es Judith Knoche auf den Punkt. Viele Wände in den sechs Seminarräumen sind nun farbig (auch hier teils apfelgrün), die Möbel ebenfalls. Zudem sind die neuen Tische und Stühle variabel. „Wir können die Räume schnell und flexibel umbauen“, erklärt Kathrin Humpert. Zuletzt war dies Anfang März notwendig, als rund 50 Studierende in der „Langen Nacht gegen aufgeschobene Hausarbeiten“ in der OASE campierten bzw. bis zum Morgengrauen an ihren Seminararbeiten feilten. „Die Studierenden waren auf alle Räume verteilt, ein kreatives und produktives Durcheinander“, erinnert sich Judith Knoche, die selbst bis drei Uhr morgens geblieben war.
Initiiert wurde die Schreibnacht vom Schreibzentrum der RUB, das nun seinen Feedbackservice „Text-Tour“ dauerhaft in der OASE unterbringt. Womit wir beim Inhaltlichen wären, denn zur optisch aufgefrischten OASE gehört auch ein neues Konzept. Bislang war sie das „Zentrum für Selbsthilfegruppen und Kommunikation der RUB“. Nun haben Knoche und Humpert eine Losung gefunden, die sich an den vier Buchstaben des Wortes OASE orientiert: „Ort für Austausch, Studium und Entwicklung“. „Wir legen unseren Fokus nun noch stärker auf Studierende“, erläutert Kathrin Humpert. „Wir wollen aber auf keinen der bisherigen Nutzer verzichten: nicht auf die Menschen aus dem Viertel, noch auf Beschäftigte der Uni oder sonst jemanden“, ergänzt Judith Knoche.

Eigene Gruppen gründen

Es gab nur eine Möglichkeit, beide Ideen umzusetzen: Das bisherige Programm wurde beibehalten, allerdings erheblich erweitert und neu strukturiert: Unter dem Stichwort „Austausch“ treffen sich u.a. Hochsensible, kurdische Akademiker/innen oder Arbeiterkinder. Zum Punkt „Entwicklung“ gehören vor allem die Aspekte Gesundheit, Persönlichkeit und Beruf. Die hier angebotenen Kurse und Workshops („Autogenes Training“, „Körpersprache und Bewegung“ oder „Stressbewältigung“) sind meist kostenpflichtig und unterscheiden sich dadurch vom restlichen Programm. Die Angebote aus dem Bereich „Studium“ sind in der Regel kostenlos; dazu gehören Workshops („Lernen und Prüfungsvorbereitung“, „Lernen lernen“, „Referate meistern“ etc.), Coaching-Gruppen („Studienabschluss“, „Prüfungscoaching“) und freie Gruppen bzw. Treffs wie „Campus-Eltern-Kind-Café“ oder dem „FreiRaum“, in dem sich dienstags und freitags Studierende zum gemeinsamen Lernen treffen. „In der OASE werden Studierende in vielen Bereichen des Studiums kompetent und kostenlos unterstützt. Sie können außerdem in lockerer Atmosphäre andere Studierende treffen“, fasst Judith Knoche zusammen. Zu den Kursen kann man sich auf viele Arten anmelden: vor Ort (Buscheyplatz 3), telefonisch (0234/7922332), per E-Mail (oase@rub.de), zum Teil auch über Online-Formulare (www.rub.de/oase).
Beinahe genauso einfach kann man selbst eine Gruppe gründen, die sich in bzw. an der OASE trifft. „Wer dazu Lust und eine gute Idee hat, kann sich bei uns melden. Wir gucken, wie wir das am besten umsetzen können“, versprechen die kollegialen OASE-Leiterinnen. Dass sie nicht zu viel versprechen, verrät der Blick auf die Liste der Gruppen, die allein in diesem Sommersemester neu starten: „Malgruppe“, „Bochum leicht gemacht (für Leute, die neu in der Stadt sind)“, „Laufgruppe“, „Literaturtreff“, „Selbsthilfegruppe Aufschieben“ usw.

OASE auf einen Blick
OASE – Ort für Austausch, Studium & Entwicklung der RUB, Buscheyplatz 3, 44801 Bochum, Tel. 0234/7922332, E-Mail: oase@rub.de, Internet: www.rub.de/oase; Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-20.30 h, Sprechzeiten der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen: Mo 14-15 h, Do 18-19 h.


Themenabend

Einmal im Monat lädt die OASE ab Mai zum Themenabend ein. Im Mittelpunkt steht stets ein besonderes gesellschaftliches/psycho-soziales Thema. Zunächst wird ein Film gezeigt, danach wird diskutiert. Erstes Thema am 30. Mai (18 h): „Essstörungen – Wenn Essen ein Problem wird...“; alle Themen: www.rub.de/oase.

ad; Foto: Oase | Themenübersicht