RUBENS Nr. 159 - 1. April 2012
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Mobile Alternativen

Befragung ausgewertet

7.799 Studierende und Beschäftigte nahmen an der Befragung zur Mobilität teil – gut jedes fünfte Mitglied der RUB. Mit Blick auf die doppelten Abiturjahrgänge in NRW, die ab 2013 an die Unis kommen, entwickelt die RUB nun ein umfassendes Mobilitäts- und Verkehrskonzept. „Alternativen schaffen und fördern“ laute das Motto, so Björn Frauendienst (Dez. 5 und Projektgruppe RUB.2013), der die Befragung mit Beteiligung vieler RUB-Akteure konzipiert und ausgewertet hat. Es gelte vor allem zwei Engpässe zu entschärfen: die Parkplatznot auf dem Campus und die Überfüllung der U35 jeweils zu Stoßzeiten. Die Bereitschaft, das eigene Mobilitätsverhalten zu ändern, ist vorhanden: So würden 17% der Befragten lieber häufiger mit dem Rad und 21% gern häufiger per ÖPNV zur Uni kommen, wenn die Grundlagen dafür geschaffen wären.
Die Ist-Situation sieht so aus: Der ÖPNV ist für 53,1% der Befragten Hauptverkehrsmittel, 35% nutzen das eigene Auto. 0,8% geben an, dass sie „Mitfahrer“ sind, 2% steigen aufs Rad, zu Fuß gehen 3,4%. Dabei wohnen die mit Abstand meisten Befragten in Bochum – u.a. knapp 55% der Beschäftigten; die RUB ist keine klassische Pendleruni mehr. 51,7% der Befragten haben eine ÖPNV-Haltestelle in fußläufiger Nähe und müssten auf dem Weg zur RUB gar nicht oder nur einmal umsteigen (57,4%). „Die Voraussetzungen für eine wesentlich stärkere Nutzung des ÖPNV sind eigentlich ideal“, so Frauendienst. Das gelte insbesondere für Beschäftigte; für ca. 60% von ihnen ist das Auto noch immer das Hauptverkehrsmittel.
Möglichst zeitnah wird Frauendienst (zusammen mit Partnern innerhalb und außerhalb der RUB) eine Mobilitäts- und Verkehrsstrategie für die Jahre 2012-14 aus den Ergebnissen entwickeln. Sie umfasst fünf Bereiche: Fußgänger & Campus, Fahrrad, ÖPNV, Motorisierter Individualverkehr und Wohnen. Ziele sind u.a., die Erreichbarkeit des Campus und die Barriere-Freiheit darauf zu verbessern, die RUB für Radfahrer aus umliegenden Stadtteilen und Städten besser zu erschließen, für Beschäftigte ein preiswertes Job-Ticket mit den Verkehrsbetrieben auszuhandeln und Anreize zur Bildung von Fahrgemeinschaften zu schaffen. Auch uninahes und verkehrsgünstiges Wohnen wird gefördert. Kommunikations- und Infoangebote für derzeitige und künftige Studierende und Beschäftigte sollen das Konzept abrunden.

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