RUBENS Nr. 159 - 1. April 2012
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Die Rückkehr der Dinge

Ringvorlesung zu Universitätssammlungen

Die Empfehlungen des Wissenschaftsrates zu Universitätssammlungen (2011) haben der Diskussion über die spezifischen Potenziale der Sammlungen und ihrer Objekte, aber auch über ihre besonderen Probleme in der Hochschullandschaft neue Impulse gegeben. Drei große Tagungen haben stattgefunden, zuletzt im Februar in Erlangen. An verschiedenen Unis wurden Arbeitskreise gebildet. Auch an den jungen Unis, zu denen die RUB gehört, tut sich einiges – nicht verwunderlich, gibt es doch an der RUB mehr als 20 Sammlungen, die in Lehre und Forschung genutzt werden.
Als Diskussionsplattform zum Thema bietet die Medizinhistorische Sammlung der RUB in diesem Sommersemester die Ringvorlesung „Sammeln, Lehren, Forschen: Universitätssammlungen im Fokus“ an (je 17.15-18.45 h, Malakowturm Julius Philipp, Markstraße 258a, Eintritt frei), die im WS 12/13 fortgesetzt werden soll. Die Reihe ist eine Veranstaltung der Abteilung für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin der RUB (Leiter: Prof. Dr. Jochen Vollmann); sie wird organisiert von PD Dr. Stefan Schulz (Medizinhistorische Sammlung, joerg-stefan.schulz@rub.de).

Der erste Vortrag am 26.4. („Die Rückkehr der Dinge. Universitäre Sammlungen im Aufbruch“) informiert über die dynamische Entwicklung der letzten Monate auf nationaler Ebene und in den Universitäten. Es referiert Udo Andraschke, MA, Zentralkustodie der Uni Erlangen-Nürnberg und AG wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland. Im Anschluss daran (19 h) sind alle Leiter/innen sowie alle Mitarbeiter/innen der Sammlungen der RUB zu einem zwanglosen Treffen im Malakowturm eingeladen.
Am 24.5. folgt der Beitrag „Von der Anatomie zur Zoologie: Universitäre Sammlungen in Geschichte und Gegenwart“ von Dr. Cornelia Weber (Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik, Humboldt-Uni Berlin, und AG wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland). Weber gibt einen Überblick über die Vielfalt der Universitätssammlungen. Besondere Aufmerksamkeit wird dem Funktionswechsel von Sammlungen gewidmet, wenn etwa Lehrsammlungen zu Forschungssammlungen werden – oder verloren gehen.
Der dritte und letzte Vortrag am 28.6. greift das Thema „Universitätssammlungen in der Hochschullehre“ auf. Stefan Schulz beschäftigt sich mit den besonderen Potenzialen der Dinge in der Lehre – etwa für Forschendes Lernen –, aber auch mit den Rückwirkungen des Lehreinsatzes auf die Sammlungen selbst. Vor allen Vorträgen ist ab 16 h der Ausstellungsbereich im Malakowturm geöffnet. Die Dauerausstellung „Abstieg ins Verborgene, die Eroberung des menschlichen Körpers durch die Medizinische Technik“ und die Sonderausstellung „Gelenkte Blicke – rassenhygienische Propaganda und Politik zur Zeit des Nationalsozialismus“ können dann kostenlos besichtigt werden.

Infos: www.rub.de/malakow

Stefan Schulz | Themenübersicht