RUBENS Nr. 158 - 1. Februar 2012
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Lehre ohne Grenzen

SErie: Das Leitbild Lehre aus Meiner Sicht

Seit November 2011 erklären in einer kleinen Reihe Mitglieder der RUB, was für sie das Leitbild Lehre bedeutet. Heute ist Bernadette Möhlen an der Reihe. Sie arbeitet als wissenschaftliche Hilfskraft bei Prof. Dr. Hans Georg Tegethoff (Sozialisationsforschung und Soziologie der Erziehung). Als Tutorin leitet sie Strukturierte Betreuungen zu zwei Vorlesungen: „Einführung in die Sozial- und Kulturpsychologie“ sowie „Interaktion und Kommunikation in personenbezogenen Dienstleistungen“.

Das macht das Leitbild an der RUB für mich lebendig: „Für mich wird das Leitbild Lehre der RUB – Lernen, Leisten, Gemeinschaft erleben – gerade in fakultätsübergreifenden Veranstaltungen sichtbar. Beispielsweise wenn ein interdisziplinärer Studiengang wie Gender Studies implementiert wird. Oder wenn sich im Rahmen des Optionalbereichs bzw. in Fortbildungsveranstaltungen der IFB (Stabsstelle Interne Fortbildung und Beratung) Studierende, teilweise auch Lehrende oder anderweitig an der Universität Beschäftigte, mit demselben Thema auseinandersetzen, gemeinsam lernen und sich dabei mit ihren unterschiedlichen Sichtweisen und Erfahrungen gegenseitig befruchten.“

 

Und das kann ich zur Umsetzung des Leitbildes beitragen: „Ich leite als Tutorin zwei Strukturierte Betreuungen zu Vorlesungen der Sektion für Sozialpsychologie und -anthropologie. Dabei stehen Wissensvermittlung („Leisten“), aber auch das angeregte Diskutieren mit den Studierenden („Gemeinschaft leben“) im Vordergrund. Um dies noch effektiver und didaktisch attraktiv zu gestalten, habe ich eine Fortbildung bei der IFB besucht, in der Tutor/innen gemeinsam über ihre Erfahrungen berichteten und an individuellen Problemen arbeiten konnten. Es hat großen Spaß gemacht und viel gebracht, fakultätsübergreifend über Chancen und Schwierigkeiten eines Studierenden in der Lehre zu sinnieren. Im Rahmen der Tutorien führen wir regelmäßig Evaluationen durch, die gemeinsam mit den Studierenden ausgewertet und deren Ergebnisse in den weiteren Verlauf der Veranstaltung einbezogen werden. Auf diese Weise können Studierende aktiv den bisherigen Verlauf des Tutoriums bewerten, Verbesserungsvorschläge anbringen und so qualitativ verbessern.

Aus Sicht einer Studentin kann ich ebenfalls die Nutzung der Angebote zur Mitbestimmung und zum Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden empfehlen. Dazu gehören u.a. der Besuch des „Tags der Lehre“ an der Fakultät für Sozialwissenschaft sowie die Rückmeldung bezüglich der Studienpraxis und -struktur, wie sie im Rahmen von Modulabschlussgesprächen des Studienganges Gender Studies auf einmalige Weise möglich ist.“

Kontakt: Bernadette Möhlen, Tel. -25164, E-Mail: bernadette.moehlen@rub.de

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