Grenzgänge
1. Ausgabe von „brink“ ist erschienen
Als Student sollte man sich seiner akademischen Freiheit bewusst sein: Man sollte die Schwerpunkte seines Studiums selbst bestimmen, Lehrveranstaltungen auch nach Interesse auswählen und Sekundärliteratur „einfach mal so“ zur Hand nehmen. Doch viele Studierende haben aufgrund von Regelstudienzeit, Modulen und Leistungsdruck keine Motivation und Zeit, diese Freiheit hinreichend wahrzunehmen. Darunter leidet nicht nur die eigene wissenschaftliche Orientierung, sondern auch der Austausch und die Diskussion mit den Kommilitonen und Lehrenden.
Die Diskussion abseits der universitären Lehre möchte brink e.V. fördern – genau wie den Austausch unter Studierenden sowie zwischen Wissenschaft, Kunst und Kultur. Deshalb gründeten acht Studenten 2010 den gemeinnützigen Verein, dessen Name Programm ist: brink, Englisch für Rand oder Grenze, verweist auf das zentrale Ziel – Grenzgänge zwischen den Disziplinen, Eröffnung neuer Räume für Kunst und Wissenschaft.
Dieses Vorhaben soll besonders durch eine Publikation verwirklicht werden: Am 2. Dezember ist die erste Ausgabe von „brink – Magazin zwischen Kunst und Wissenschaft“ im Rahmen eines Symposiums im Musischen Zentrum erschienen. Dank großzügiger Unterstützung des Fördervereins von Situation Kunst, des Asta und der Gesellschaft der Freunde der RUB konnte neben dem Symposium die umfangreiche Printausgabe zum Thema „das andere sehen“ realisiert werden. Sie verbindet Beiträge aus verschiedenen geisteswissenschaftlichen Disziplinen mit Arbeiten aus den Bereichen Fotografie, Illustration und Design.
Bei der Konzeption des Magazins stand nicht nur die optische Gestaltung im Mittelpunkt, sondern auch der Wunsch, den Leser durch die haptischen Qualitäten eines gedruckten Magazins zu einem bewussten Leseereignis einzuladen. So entstand auch eine limitierte Siebdruck-Edition des Magazins, die im Internet erworben werden kann. Es ist auch kein Zufall, dass das Magazin während des Symposiums erschienen ist. So möchte brink auf die antike Bedeutung des Wortes „Symposium“ verweisen: Im Vordergrund steht zwar die Auseinandersetzung mit Kunst und Wissenschaft, aber auch der gesellige Aspekt soll bei den Veranstaltungen von brink neues Gewicht gewinnen.
Nach dem gelungenen Start steht fest: Das nächste Magazin soll im Juni 2012 erscheinen. Wie in der aktuellen Ausgabe wird es eine Mischung aus wissenschaftlichen Aufsätzen und künstlerischen Arbeiten geben. Die Redaktion freut sich über Anregungen und studentische Initiative; Kontakt: redaktion@brinkmagazin.de.
Lena Holbein & Anna Christina Schütz; Foto: brink | Themenübersicht

