RUBENS Nr. 155 - 1. November 2011
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Alarm im Darm

RUB beteiligt sich an der Aktion „1000 Leben retten“

Darmkrebs ist die Krebsart mit der höchsten Zahl der Neuerkrankungen pro Jahr und nach Lungenkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache in Deutschland. Mit regelmäßiger Vorsorge kann man die Risiken allerdings geringer halten: Früh erkannt kann Darmkrebs geheilt werden. Darum beteiligt sich die Ruhr-Uni an der bundesweiten Aktion „1000 Leben retten“. Ab November können alle RUB-Beschäftigten einen kurzen Fragebogen beantworten und damit ermitteln, ob und wenn ja welche Art der Vorsorge bei ihnen sinnvoll ist.

Darmkrebs wächst im Verborgenen und sehr langsam. Er entwickelt sich aus gutartigen Wucherungen der Schleimhaut oder Polypen, besonders bei Menschen über 50. Der oder die Erkrankte spüren ihn lange Zeit nicht. Grundsätzlich gilt aber: Je früher der Krebs entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Entscheidend ist die richtige Vorsorgeuntersuchung; sie hilft, den Krebs früh zu entdecken. Ab 55 ist Darmspiegelung die sicherste Methode, Darmkrebs zu diagnostizieren. Vorher kann ein Test auf verborgenes Blut im Stuhl Hinweise auf Darmkrebs oder seine Vorstufen geben. Wird im Stuhl verborgenes Blut nachgewiesen, liegt zwar nicht unbedingt Darmkrebs oder eine Vorstufe vor, aber es muss auf jeden Fall eine Darmspiegelung durchgeführt werden.

Menschen motivieren

Ziel der Aktion „1000 Leben retten“ ist es, durch Motivation möglichst viele Menschen zur richtigen Darmkrebsvorsorge zu bringen, Darmkrebs früh zu erkennen und so Leben zu retten. Auch die Ruhr-Uni nimmt daran teil. Hier startet die Aktion, initiiert durch den Steuerkreis Gesundheit, im November. Alle Beschäftigten haben die Möglichkeit, einen kurzen Fragebogen zu beantworten. Beschäftigte ohne Internet-Zugang können sich ihn in Papierform beim Arbeitsmedizinischen Dienst (NB 04/57, Tel. -24400) abholen. Online kann er unter folgender Adresse aufgerufen werden.

Mit dem Fragebogen (der natürlich nicht weitergegeben wird) wird ermittelt, welche Art der Vorsorge sinnvoll ist. Wenn es eine Darmspiegelung ist, sollte diese über den Hausarzt vermittelt werden. Wird der Stuhlbluttest vorgeschlagen, übernimmt die RUB die Kosten dafür. Die Beschäftigten erhalten den Test über den Arbeitsmedizinischen Dienst oder bestellen ihn im Internet. Der Test muss dann der Diagnostik-Firma zurückgesandt werden. Nach der Analyse erhält der Beschäftigte ein Ergebnisschreiben, er/sie kann sich bei Bedarf anschließend beim Arbeitsmedizinischen Dienst beraten lassen.


Infos: Steuerkreis Gesundheit; Arbeitsmedizinischer Dienst; Aktion

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