Leute, Leute
Personalmeldungen
Neu berufen
Der Lehrstuhl für Werkstoffanalyse wird nun von Prof. Dr.-Ing. Anke Rita Kaysser-Pyzalla geleitet. Sie ist zugleich Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Helmholtz-Zentrums Berlin für Materialien und Energie (HZB). Ihr Spezialgebiet sind Material- und Werkstoffwissenschaften. Die gebürtige Schwerterin absolvierte ihr Studium in Bochum und Darmstadt. 1995 wurde sie am RUB-Institut für Werkstoffe promoviert. Anschließend war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Hahn-Meitner-Institut Berlin tätig, aus dem später das HZB wurde. 2001 habilitierte sich Anke Kaysser-Pyzalla an der RUB. Danach arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Berlin. 2003 übernahm sie einen Lehrstuhl am Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie der TU Wien. 2005-2008 war sie Wissenschaftliches Mitglied, Direktorin und Geschäftsführerin im Max-Planck-Institut für Eisenforschung Düsseldorf, ab 2006 zusätzlich außerplanmäßige Professorin an der RUB. 2008 schließlich wurde Kaysser-Pyzalla Wissenschaftliche Geschäftsführerin des HZB.
Seit dem letzten Wintersemester besetzt Prof. Dr.-Ing. Dorothea Kolossa die Juniorprofessur für Digitale Signalverarbeitung. Ihre Schwerpunkte liegen in der robusten Spracherkennung, der Sprachsignalverarbeitung und der Mustererkennung für technische Diagnosezwecke. Dorothea Kolossa studierte zunächst ein Jahr lang Journalismus an der FU Berlin, wechselte dann an die benachbarte TU zum Fach Informatik. Noch während des Studiums arbeitete sie als Forschungsingenieurin bei Daimler Chrysler R&T in Henningsdorf. Nach ihrem Diplom an der TU Berlin (Juli 2000) wurde Dorothea Kolossa dort auch promoviert. Bereits während der Promotionsphase war sie als Dozentin tätig. Unterbrochen von Auslandsaufenthalten (u.a. Kyoto, Berkeley, Hong Kong) blieb sie bis zu ihrem Wechsel nach Bochum an der TU.
Seit Mai leitet Prof. Dr. Stefan Greiner den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Sozialrecht. Seine Schwerpunkte liegen im Arbeitsrecht, insbesondere im Tarifvertrags- und Arbeitskampfrecht. Stefan Greiner studierte ab 1997 Rechtswissenschaft in Düsseldorf und legte dort im Dezember 2001 das 1. juristische Staatsexamen ab. Danach wechselte er an die Uni Köln, um zu promovieren (September 2003). Es folgte das zweijährige Referendariat und schließlich im Juni 2005 das 2. juristische Staatsexamen. Nachdem er ein halbes Jahr lang in einer Kanzlei gearbeitet hatte, kehrte Greiner als Wissenschaftlicher Mitarbeiter (später Akademischer Rat) an die Uni Köln zurück (Institut für Deutsches und Europäisches Arbeits- und Sozialrecht). In Köln habilitierte er sich im Mai 2009. Bis zu seinem Wechsel an die RUB nahm Greiner verschiedene Lehrstuhlvertretungen wahr, darunter an der RUB sowie in Jena und Hagen.
Seit September besetzt Prof. Dr.-Ing. Aydin Sezgin den Lehrstuhl Digitale Kommunikationssysteme). Zu seinen Schwerpunkten zählen u.a. Network Information Theory, Information Theoretic Secrecy und Cooperative Communications. Aydin Sezgin ließ sich ab 1991 zum Industrieelektroniker mit Fachrichtung Gerätetechnik ausbilden. Anschließend machte er sein Fachabitur, um ab 1996 an der Technischen Fachhochschule Berlin Nachrichtentechnik zu studieren. Nach dem Diplom kam er als Promotionsstudent an die TU Berlin bzw. das Fraunhofer Institut für Nachrichtentechnik Berlin. 2005 wurde er dort promoviert. Sezgin blieb zunächst als Post-Doktorand am Fraunhofer Institut, nahm dann einen Lehrauftrag an der TU Berlin an, um im Herbst 2006 für drei Jahre in die USA zu gehen. Er forschte in Stanford und an der University of California Irvine. 2009 kehrte Sezgin nach Deutschland zurück; bis Mai 2011 leitete er eine Emmy-Noether-Forschungsgruppe für drahtlose Netzwerke an der Uni Ulm. Zuletzt war er Professor für Netzwerkinformationstheorie an der TU Darmstadt.
Rufe – Ämter – Ehre
Prof. Dr. Chiara Cabrele (Chemie und Biochemie) hat einen Ruf auf eine Professur für Organische Chemie an der Uni Salzburg erhalten.
Dr. Melanie Birke (Mathematik) hat ihren Ruf auf eine Professur für Mathematische Statistik an der Uni Bayreuth angenommen und wechselt zum 1.10.
Prof. Dr. Katrin Sommer (Chemie und Biochemie) hat einen Ruf auf eine Professur für Didaktik der Chemie an der Uni Oldenburg erhalten.
Prof. Dr. Stefan Schirm (Sozialwissenschaft) hat einen Ruf auf eine Professur für Internationale Politik an der TU Dresden erhalten.
Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf (Katholische Religion) hat einen Ruf auf eine Professur für Religionspädagogik an der Uni Freiburg erhalten.
Prof. Dr. Valesca von Rosen (Geschichtswissenschaft) hat einen Ruf auf eine Professur für Kunstgeschichte an der Uni Münster erhalten.
Prof. Dr. Martin Burgi (Rechtswissenschaft) hat einen Ruf auf eine Professur für Öffentliches Recht, Wirtschaftsrecht und Sozialrecht an der Uni München (LMU) erhalten.
Der Senat der Universität Stefan cel Mare in Suceava (Rumänien) hat Prof. Dr.-Ing. Andreas Steimel (Elektrotechnik und Informationstechnik) im Juli die Ehrendoktorwürde verliehen. Sie würdigt Steimels „Verdienste um die Weiterentwicklung der Lehre im Fachgebiet Elektrische Antriebe“ sowie seine „Forschungsleistungen in Leistungselektronik, elektrischer Traktion und automatischer Regelungstechnik“.
Die Universität Paderborn hat im Juli Prof. em. Dr. Alfred Fettweis (Elektrotechnik und Informationstechnik) die Ehrendoktorwürde verliehen. „Prof. Fettweis hat sich durch richtungweisende Forschungen auf unterschiedlichen Gebieten der Nachrichtentechnik, der Systemtheorie und der Signalverarbeitung höchste internationale Reputation erworben“, heißt es in der Laudatio. Es ist der bereits der 6. Ehrendoktortitel für Fettweis.
Für seine außerordentlichen Errungenschaften in der Akustikforschung hat die European Acoustics Association (EAA) Prof. Dr. Jens Blauert (Elektrotechnik und Informationstechnik) den EAA Award 2011 verliehen. Die EAA vergibt die europaweit wichtigste Auszeichnung im Bereich Akustik alle drei Jahre. Blauert ist ihr zweiter Empfänger.
Mit Wein, Buch und Blumen ist Prof. Dr.-Ing. Michael Pohl am 14. Juli aus dem Senat verabschiedet worden. Er hat der zentralen Selbstvertretung des RUB insgesamt 14 Jahre angehört. Seit 2008, nach Änderung des NRW-Hochschulgesetzes, war er der erste Vorsitzende des Senats – zuvor waren laut Gesetz die Rektoren deren Vorsitzende. In seiner Zeit als Mitglied und Senatsvorsitzender hat er mehreren Rektoratfindungskommissionen angehört und die Findungskommission des Hochschulrats geleitet.
Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) hat Prof. Dr. Wolfgang E. Schmidt (Medizin) den mit 10.000 Euro dotierten Werner-Creutzfeldt-Preis verliehen, eine der bedeutendsten Forschungsauszeichnungen der DDG.
Für ihre herausragenden Forschungsarbeiten erhielten zwei RUB-Ingenieure den Gebr. Eickhoff-Preis 2011. In seiner Dissertation erforscht Dr. Deniz Kurumlu (Maschinenbau) Leichtmetallmatrix-Verbundwerkstoffe, die in der Luft- und Automobilindustrie immer mehr an Bedeutung gewinnen. Dr. Martin Mienkina (Elektrotechnik und Informationstechnik) entwickelt einen neuen technischen Ansatz, der der photoakustischen Bildgebung zum Durchbruch verhelfen könnte, die z.B. für Krebsdiagnostik interessant ist.
Viel Lob und Anerkennung, je eine Urkunde und ein Büchergutschein – und später eine Feierstunde in der IHK: Die besten Auszubildenden der RUB, die in diesem Jahr ihre Prüfung gemacht haben, wurden Ende August von Kanzler Gerhard Möller und Personaldezernentin Gabriele Frohnhaus ausgezeichnet. Thomas Behrendt (26, Baustoffprüfer) und Lukas Chmielak (24, Werkstoffprüfer) schnitten als Jahrgangsbeste ab und absolvierten ihre Ausbildung mit „sehr gut“.
Nachrufe
Ruhr-Universität und Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets trauern um Prof. Klaus Tenfelde. Er ist am 1. Juli gestorben. Als Historiker der Arbeiterbewegung und des Ruhrgebiets hat er wesentliche Grundlagen für die deutsche Sozialgeschichte und die Vermittlung von Geschichte gelegt. 1995 übernahm Tenfelde den Lehrstuhl für Sozialgeschichte und soziale Bewegungen an der RUB, der verbunden ist mit der Leitung des Instituts für soziale Bewegungen. Dieses Institut ist eine interdisziplinär arbeitende zentrale wissenschaftliche Einrichtung der RUB, die als international anerkanntes Zentrum für Forschungen auf dem Gebiet der deutschen und europäischen Arbeiterbewegungen gilt. Im Wesentlichen von Klaus Tenfelde initiiert wurde 1998 die Gründung der „Stiftung Bibliothek des Ruhrgebietes”, die sich dem Erhalt und der Zugänglichkeit der wertvollen Bibliotheks- und Archivbestände aus dem Montanbereich zum Ziel gesetzt hat; Details zur Vita von Klaus Tenfelde s. Rubens 152.
Ruhr-Universität und Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften trauern um Prof. Heinz Waller. Er ist am 15. August im Alter von 76 Jahren gestorben. Heinz Waller wurde 1972 zum Professor in die Arbeitsgruppe „Numerisches Rechnen in der Mechanik und Simulationstechnik“ an der RUB berufen. In seiner 28-jährigen Tätigkeit hat er maßgeblich bei der Entwicklung und Gestaltung der Fakultät mitgewirkt. Prof. Waller förderte in hervorragender Weise die Entwicklung moderner wissenschaftlicher Methoden im gesamten Ingenieurwesen. Als ausgeprägter Grundlagenforscher hat er maßgeblich zur Weiterentwicklung der numerischen Methoden beigetragen. Sein großes Ansehen in den Fachkreisen im In- und Ausland hat besonderen Anteil an der Reputation der Fakultät und der gesamten Uni.
Für uns war er der Mann, der mal mit Sharon Stone vor der Kamera stand. Aber nicht nur mit ihr, sondern mit einer ganzen Reihe von Schauspielern. In seiner Freizeit übernahm Harald Heilig kleine Schauspielrollen in Filmen, in Werbespots und vor allem in Serien wie „Tatort“ oder „Der Fahnder“. Da er ein stattlicher und gutaussehender Mann war, handelte es sich oft um mehr als bloße Statistenrollen – er kam bei seinen Auftritten auch häufig zu Wort. Zu Recht, denn auf den Mund gefallen war er nicht, der Harald. Beim Verwaltungsfußball unterhielt er uns gern mit kleinen und großen Anekdoten aus der Filmwelt und vielen weiteren Welten. Harald war nämlich sehr umtriebig, seit einiger Zeit war er sogar in der Lokalpolitik in Gelsenkirchen engagiert. An der Uni arbeitete er nicht nur (seit satten 33 Jahren!) in der Werkstatt der Psychologen, er saß auch im Senat und im Personalrat. Hier verzichtete er schon mal auf das Blatt vor dem Mund, er blieb dabei aber immer authentisch und wurde deshalb auch von denen respektiert, die seine Meinung nicht teilten. Und, wie gesagt: Er spielte bei uns Fußballern mit. Trotz seiner fast 60 Lenze ließ er uns bei seinen Dribblings gern mal alt aussehen und vor dem Tor zeigte er keine Nerven. Wir sehen ihn noch vor uns, wie er nach seinem letzten Treffer neulich donnerstags cool abdreht und Richtung Mittellinie trabt. Dass es tatsächlich sein letzter Treffer gewesen ist, konnten wir da noch nicht ahnen. Fassen können wir es erst recht nicht. Harald starb am 7. September. Mit ihm verlieren wir einen beliebten Mitspieler und die Ruhr-Uni ein echtes Unikat. Wir hoffen, dass er auch im Himmel eine gute Rolle spielt. Mach’s gut! Deine Mannschaft
ad; Foto: Pressestelle | Themenübersicht

