RUBENS Nr. 154 - 1. Oktober 2011
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Editorial

International Campus rückt näher

Am 5. September trafen 30 hoch motivierte Studierende aus ganz Europa an der RUB ein. In den folgenden drei Wochen nahmen sie an der ersten Summer School des European Campus of Excellence an der Ruhr-Uni teil. Sie wollten herausfinden, wie Erinnerungen abgespeichert und abgerufen werden und was im Gehirn beim Verlernen und Vergessen passiert. Gemeinsam mit international führenden Neurowissenschaftlern gingen sie so dem Schicksal der Gedächtnisspur auf den Grund. Vormittags bekamen die Studierenden in Vorlesungen die theoretischen Grundlagen vermittelt. Nachmittags konnten sie in praktischen Laborseminaren selbst das Gedächtnis erforschen. Auf dem Programm standen dabei unter anderem eine Kernspintomographie inklusive Datenauswertung, die Untersuchung von Hirnschnitten sowie Verhaltensversuche. Drei Wochen lang waren die 30 engagiert bei der Sache und bloggten über ihre Zeit an der Ruhr-Uni.

Zehn Tage nach den europäischen Nachwuchsforschern kamen auf einen Schlag weitere 120 Studierende nach Bochum – diesmal sogar aus der ganzen Welt. Das International Office der RUB bietet vor jedem Wintersemester einen Orientierungskurs für internationale Studierende an, die in Austauschprogrammen (z.B. Erasmus) zum Studium an die RUB kommen. Zum Programm des Orientierungskurses gehören beispielsweise Deutschkurse, attraktive Exkursionen, ein interkultureller Workshop und natürlich der Kontakt mit anderen internationalen und deutschen Studierenden – sei es beim gemeinsamen Besuch von Fußballstadion oder Rockkonzert oder einfach beim gemütlichen Bier in der Kneipe. So viele Studierende wie in diesem Jahr nahmen noch nie am Orientierungskurs teil, und dabei bilden diese 120 nur die Vorhut der Austauschstudierenden. Zum Start des Wintersemesters werden es weit über 300 sein – übrigens auch rekordverdächtig! Und: Wir reden hier nur von den Studierenden, die über ein Austauschprogramm für ein oder zwei Semester kommen. Die Zahl der ausländischen Studierenden, die regulär an der RUB studieren und einen Abschluss anstreben, beträgt 4.500.

Trotzdem belegen besonders der European Campus of Excellence und der Studierendenaustausch, wie hoch angesehen die Ruhr-Universität bei Studierenden in aller Welt ist. Man wird hier prima betreut (vom International Office, aber auch von studentischen Vereinigungen wie ESN – Erasmus Students Network), man kann gut studieren und man kann schon während des Studiums forschen. Vor allem der letzte Aspekt wird in zahlreichen Masterprogrammen noch erheblich ausgeweitet.

Wenn man nun noch bedenkt, mit welcher hohen Frequenz hochkarätige Wissenschaftler aus aller Welt an die RUB kommen (in der Pressestelle merken wir das ganz besonders bei den Stipendiaten und Preisträgern, die uns von der Humboldt-Stiftung gemeldet werden; siehe auch Seite 5), ist das kürzlich in der Internationalisierungsstrategie der RUB formulierte Ziel des „International Campus“ sehr realistisch. Zum Teil existiert dieser Campus sogar schon.

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