RUBENS Nr. 153 - 1. Juli 2011
RUB » RUBENS » Ausgabe 153 » Artikel

3.000 Meinungen

UB fragt ihre Nutzer nach optimaler Ausstattung der Lernumgebung

Nutzen Sie die Lern- und Leseplätze in der Universitätsbibliothek (UB)? Wann am liebsten? Wie lange? Wie sollte der Arbeitsplatz ausgestattet sein? Solcherlei Fragen beantworteten über 3.000 Teilnehmer in einer Online-Befragung – und gaben so ihr Feedback zu den Planungen der UB zum Lern- und Arbeitsort Bibliothek. Weitere Fragen betrafen die Nutzung elektronischer Angebote sowie die Kurse.

Von Januar bis März war die Umfrage freigeschaltet, die die UB zusammen mit der Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften der FH Köln durchgeführt hat. Teilgenommen haben vor allem BA- und MA-Studierende (Abb. 1) aller Fakultäten. Ziel der Befragung war, konkrete Erkenntnisse über den Bedarf der Bibliothekskunden zu gewinnen. Eine Rolle hierbei spielen insbesondere die räumlichen Umgestaltungen, die derzeit in der UB aufgrund von Brandschutzmaßnahmen stattfinden und aus denen sich die Möglichkeit ergibt, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dies ist dringend notwendig, denn im Treppenhaus müssen aus Brandschutzgründen zahlreiche Arbeitsplätze abgebaut werden.
Die Befragung ergab, dass die UB ein Lernumfeld in zentraler Lage auf dem Campus bietet und gern aufgesucht wird. Rund 90% der Befragten benötigt die vorhandene Literatur zum Lernen, rund jeder Achte nimmt dabei die Beratung des UB-Teams in Anspruch (Abb. 2). An Ausstattung werden insbesondere Einzelarbeitsplätze mit möglichst geringem Lärmpegel und großer Arbeitsfläche gebraucht, aber auch Gruppenarbeitsplätze und Gruppenräume (Abb. 3). Was die Atmosphäre betrifft, sind Ruhe und eine ausgeglichene Klimatisierung besonders wichtig. Der Wunsch zur Nutzung von Lern- und Leseplätzen ist wochentags am Vormittag besonders hoch, ab 21 h ist er deutlich geringer. Auch am Wochenende wird der Vormittag bevorzugt.

Print bleibt wichtig

Ein weiterer Aspekt der Online-Umfrage war das Kursangebot der UB: Viele der Befragten nutzen bereits Einführungen für Erstsemester oder Fortgeschrittene: in fachrelevante Datenbanken, Suchstrategien oder Literaturverwaltungsprogramme. Rund zwei Dritteln ist dieses Kursangebot aber bisher unbekannt. Man sollte also einerseits das Kursprogramm ausbauen und es andererseits stärker bewerben. Nicht zuletzt in diesen Kursen wird auf das breite elektronische Angebot der UB hingewiesen (u.a. Datenbanken, E-Journals, E-Books), das weitgehend bekannt ist und zunehmend genutzt wird, für viele Kunden aber auch perspektivisch nicht die Arbeit mit Printmedien ersetzen wird. Diese Rückmeldungen sind für die Erwerbungspolitik des Hauses und die räumliche Planung in den nächsten Jahren grundlegend wichtig.
Ein herzlicher Dank der UB geht an alle, die sich an der Umfrage beteiligt haben. Wer sich die Ergebnisse ansehen will, findet in Kürze eine Auswertung auf http://www.ub.rub.de. Hier werden auch Hinweise zur Umsetzung veröffentlicht. Die Baumaßnahmen zur Errichtung einer Lernlandschaft auf Ebene 1 haben begonnen und werden weitgehend außerhalb der Öffnungszeiten durchgeführt.

Karolin Bubke, Foto: Nelle | Themenübersicht