„in“ wie international, intensiv, in die Praxis
Das Projekt inStudies startet – jetzt bewerben fÜrs Wintersemester
Mit voraussichtlich rund 9 Mio. Euro fördert das BMBF (Bundesforschungsministerium) das Projekt inStudies zur Verbesserung der Lehre an der RUB. Ziel ist, Studierenden stärker als bislang die Ausbildung eines individuellen Studienprofils zu ermöglichen. Zielgruppenbezogene Angebote entsprechend den persönlichen Voraussetzungen und Interessen sollen die Übergänge in Hochschule und Praxis erleichtern, das internationale und interdisziplinäre Studieren unterstützen sowie eine intensive, forschungsnahe Auseinandersetzung mit dem Studienfach ermöglichen.
inStudies umfasst vier inhaltliche Maßnahmenfelder: 1. die Studienberatung stärker an individuellen Voraussetzungen auszurichten („Integrierte Studienberatung“); 2. die Studieneinstiegsphase durch fach- und zielgruppenadäquate Angebote zu unterstützen („Ins Studium“); 3. in der Studienverlaufsphase eine intensive, forschungsnahe Auseinandersetzung mit Erkenntnisprozessen des Fachs, ausgerichtet auf disziplinspezifische, interdisziplinäre und übergreifende wissenschaftliche und gesellschaftlich relevante Fragen zu ermöglichen („Ins Fach“); 4. die Unterstützung von Praxisbezug und -reflexion durch berufsfeldbezogene Angebote anzureichern („In die Praxis“).
Um die neuen Lehr- und Beratungsformate in allen Fakultäten zu etablieren, werden hochschulinterne Wettbewerbe und Begleitmaßnahmen zur Personalentwicklung in den Fakultäten eingesetzt (Maßnahmenfeld „In die Fläche“). Mit Projektbeginn im Oktober 2011 starten in den Maßnahmenfeldern „Ins Fach“ und „In die Praxis“ schon zum Wintersemester erste Angebote, für die sich Interessierte bereits jetzt bewerben oder anmelden können. Verankert sind diese neuen Angebote im Optionalbereich.
International studieren
Internationale, interkulturelle und interkommunikative Kompetenzen erwerben Studierende in den Projekten unter dem Titel „International Studieren“. Sie sollen sich im Ausland orientieren und präsentieren können, denn das Berufsleben der Zukunft findet zunehmend in globalen Zusammenhängen statt. Drei Projekte starten zum Wintersemester, über zwei Semester hinweg nehmen sie jeweils eine Stadt in den Blick. Während im Kurs mit dem Ziel Washington, D.C. die Geschichte, Politik und Kultur der USA im Mittelpunkt stehen, sind die Lehrveranstaltungen, die in einem Besuch Hongkongs gipfeln, dem Studium interkultureller Kommunikation und hybrider Kulturen in postkolonialen Gesellschaften gewidmet. Die Variante der British Cultural Studies beschäftigt sich mit der Hauptstadt London – von den Royals in Buckingham Palace bis zu den Arbeitervierteln im East End.
An die kultur- und sprachwissenschaftlichen Einführungen im Wintersemester schließt sich im Sommersemester ein Blockseminar mit Gastdozenten aus dem Zielland und die Vorbereitung der im Sommer 2012 stattfindenden Exkursion an. Als sichtbarer Abschluss können z.B. eine Webseite, ein Workshop, ein Podcast oder eine Posterpräsentation entstehen. Das gesamte Programm findet auf Englisch statt und steht Bachelor-Studierenden aller Fächer im Rahmen des Optionalbereichs offen. Es kann als fachaffine oder interdisziplinäre Vertiefung gewählt werden. Der Kostenbeitrag zur Exkursion beträgt 200 Euro. Infos & Bewerbung (bis 16.9.): http://www.rub.de/optionalbereich.
Intensiv studieren
„Intensiv studieren“ – der Name ist Programm für die Angebote, die im Programm inStudies gefördert werden und im Optionalbereich für Studierende aller Fächer belegbar sind: Anders als bisher erwerben die Teilnehmer/innen Kompetenzen wie Präsentation, Interdisziplinarität und Sprachen nicht in voneinander getrennten Kursen, die mit einer Klausur abschließen, sondern erarbeiten sich alle diese Fähigkeiten, während sie in kleinen Forschungsgruppen selbstständig wissenschaftliche Forschung – von der Fragestellung über Experimente bis hin zum Ergebnis – betreiben. Sie werden dabei von erfahrenen Betreuer/innen intensiv begleitet und unterstützt.
Als Nachfolger des im vergangenen Studienjahr erprobten „intensive track“ bieten im WS 11/12 die Fächer Geschichte, Sozialwissenschaften, Sportwissenschaften und Biologie je ein solches 20 Credit Points umfassendes Intensiv-Modul an. Nach einer Einführung in die jeweiligen fachwissenschaftlichen Methoden und Techniken bearbeiten die Studierenden im Feld ein Forschungsthema ihrer Wahl und stellen ihre Ergebnisse auf unterschiedlichen Wegen, z.B. in Kooperation mit dem Schülerlabor, der Öffentlichkeit vor. Infos & Bewerbung (bis 7.10.): http://www.rub.de/optionalbereich.
In die Praxis
Der Sprung von der Uni in den Beruf klappt besser, wenn man die Verbindung von Theorie und Praxis schon während des Studiums probiert und Erfahrungen gesammelt hat. Unter der Überschrift „In die Praxis“ starten zwei Projekte zum Wintersemester, die Studierenden beim Einstieg in die Arbeitswelt helfen: Für Studierende mit dem Studienziel Lehramt bieten Simulationsübungen mit Schauspielern die Möglichkeit, schwierige Gesprächssituationen im geschützten Raum zu üben – beispielsweise das Lehrer-Eltern-Gespräch beim Elternsprechtag. Die jeweiligen Fälle wurden von echten Lehrkräften erarbeitet, sie übernehmen auch die Rolle der Tutoren für die Seminare. Das in der Medizin erprobte Format soll in den folgenden Semestern auch auf weitere Studierendengruppen ausgeweitet werden.
Wer im Zwei-Fach-Bachelor nicht mit dem Ziel Lehramt studiert, sollte während seines Studiums schon einmal Praxisluft geschnuppert haben, um nach dem Abschluss reibungslos in den Beruf einsteigen zu können. Das Zentrum für ökonomische Bildung wird ab dem WS Studierende bei ihren Praktika begleiten. Neben der Vermittlung von Praktikumsplätzen, die auch die unterschiedlichen Studienfachkombinationen berücksichtigen, werden die Teilnehmer/innen zur Praxisreflexion angeleitet und bei Praxisforschungsprojekten, z.B. für eine Bachelorarbeit, unterstützt. Infos & Bewerbung (bis 7.10.): http://www.rub.de/optionalbereich.
md, Judith Ricken, Foto: iStock | Themenübersicht

