RUBENS Nr. 153 - 1. Juli 2011
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Visionen FÜR die Lehre

RÜckblick auf die Tagung „Teaching is touching the future”

Die Veranstalter der Tagung „Teaching is touching the future: from vision to practice“ an der RUB ziehen ein sehr positives Fazit. 150 Teilnehmer aus sieben Ländern diskutierten im Juni Visionen für die Lehre der Zukunft und insbesondere, wie diese Visionen zur Praxis werden können.

„Forschung ist und bleibt auf Vermittlung angelegt – und die Fähigkeit zu forschen ist defizitär, wenn sie nicht die Fähigkeit und die Bereitschaft zur Kommunikation der Ergebnisse und ihrer Bedeutung einschließt.“ So brachte der renommierte Erziehungswissenschaftler Prof. Hans N. Weiler (Stanford) ein zentrales Thema der Tagung auf den Punkt. Prof. Martina Havenith-Newen (RUB) zeigte, wie sich das in einem Studiengang umsetzen lässt. Sie stellte den neuen internationalen Masterstudiengang „Molecular Sciences and Simulation“ vor. „Hands on“, lautet eine ihrer Forderungen. Sie drückte gleich den Teilnehmern ein Prisma in die Hand, damit sie die Spektralfarben der Raumbeleuchtung untersuchen können.

Forschen zu können, ist eben nicht nur für zukünftige Forscher wichtig, sondern eine entscheidende Fähigkeit in zahlreichen Berufen, so der Tenor. Forschen praktisch zu lernen ist damit auch für den berufsqualifizierenden Bachelorstudiengang relevant. Die RUB ist hier mit ihrem Leitbild Lehre auf einem guten Weg und ein positives Beispiel dafür, der Lehre mehr Gewicht zu verliehen.

Das RUB-Rektorat hatte zur internationalen Lehre-Tagung eingeladen. Zahlreiche Experten aus dem In- und Ausland waren dem gefolgt: neben Prof. Weiler z.B. Prof. John Dickens (Loughborough), Prof. Mitchell Ash (Wien) und Dr. Ramon Puras (Amsterdam). Das ambitionierte Programm forderte engagierte Mitarbeit von den Teilnehmern. Neben Vorträgen galt es in Workshops und Transfer-AGs tief ins Thema einzusteigen. Grundlage der Workshops waren Praxisbeispiele, die eindrucksvoll die große Bandbreite gelungener Lehre abbildeten. Zudem ging es in den Workshops darum, Herausforderungen in der Praxis ausfindig zu machen. Wie wird aus einer Vision Praxis und aus einem einzelnen Projekt von vielen Lehrenden getragene Alltagspraxis? Die Antworten reichten von Partizipation über die Verortung von Verantwortung an der richtigen Stelle bis zu gezielten Anreizen. So wurde das Ziel der Tagung eingelöst: den Austausch zwischen Lehrenden, Studierenden sowie allen weiteren Beteiligten, die an der Weiterentwicklung von Studium und Lehre arbeiten, voranzutreiben und ein Forum zur Verbreitung guter Praxis zu schaffen.

Infos zur Tagung: http://www.rub.de/visionary-teaching.

jw, Foto: Frank Wissing | Themenübersicht