Trauma-Netzwerk Ruhrgebiet
Neues Zentrum garantiert schnellere Behandlung von Unfallopfern
Neues Startschuss für das Trauma-Netzwerk Ruhrgebiet: Mit einem Festakt auf Zeche Zollverein (Essen) läuteten am 7. April Unfallchirurgen aus dem Ruhrgebiet den offiziellen Start für ein Netzwerk zur Behandlung von Unfallopfern ein. „Schnelles und zielgenaues Handeln ist ein entscheidender Faktor, um Patienten nach einem schweren Unfall erfolgreich helfen zu können: Durch das Trauma-Netzwerk stärken wir die Versorgungsstrukturen in unserer Region und gewährleisten eine noch schnellere qualifizierte Behandlung von Unfallopfern“, erläutert Prof. Dr. Thomas Armin Schildhauer, Direktor der Chirurgischen Klinik am Bergmannsheil.
Am Trauma-Netzwerk – dem größten in Deutschland – beteiligt sind vier überregionale, sechs regionale und 20 lokale Trauma-Zentren von Duisburg bis Dortmund. Neben Unfallkliniken sind auch die Rettungsdienste aus dem gesamten Ruhrgebiet beteiligt. Nach den Vorgaben des „Weißbuches“ der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie verfügen alle beteiligten Kliniken über eine selbständige Abteilung für Unfallchirurgie. So arbeiten die lokalen und regionalen Trauma-Zentren sehr eng mit den vier überregionalen Zentren (BG-Klinik Duisburg, Universitätsklinikum Essen, Universitätsklinikum Bergmannsheil zusammen mit dem Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum sowie dem Klinikum Dortmund-Klinikzentrum Nord) zusammen. „Im Trauma-Netzwerk Ruhrgebiet haben sich viele leistungsstarke und erfahrene Partner zusammen getan: So können wir mit vereinten Kräften für jeden Unfallpatienten die jeweils bestmögliche Behandlung anbieten“, so Dr. Tobias Fehmer, Oberarzt der Chirurgischen Klinik des Bergmannsheil und einer der Koordinatoren des Trauma-Netzwerks.
Gelebte Netzwerkstruktur
Mit der Gründung des Trauma-Netzwerks wollen die Unfallchirurgen auch die vorhandenen Strukturen und Ressourcen in den Krankenhäusern verbessern. So halten die überregionalen Traumetzwerke schon jetzt eine Vielzahl von ärztlichen Disziplinen wie Neurochirurgie und Allgemeinchirurgie vor, verfügen über einen Hubschrauberlandeplatz, haben zur Erstdiagnostik eine Computertomographie und halten einen technischen hochwertigen Schock-Raum und in der Nähe einen Operationssaal zur Erstversorgung der Patienten vor. Durch eine gelebte Netzwerkstruktur können so Großschadensereignisse aber auch Patientenaufnahmen und Weiterverlegungen bei Kapazitätsmangel in Zukunft besser koordiniert werden.
Robin Jopp; Foto: Bergmannsheil | Themenübersicht

