Erneut in der ENDRUNDE
Editorial zur Exzellenzinitiative
Die Ruhr-Universität steht mit ihrem Zukunftskonzept „Research Campus RUB“ erneut in der Endrunde der Exzellenzinitiative, gemeinsam mit der Humboldt-Universität Berlin, der TU Dresden und den Universitäten Bremen, Köln, Mainz und Tübingen! Konnte man im Jahre 2007, als wir diese Hürde zum ersten Mal nehmen konnten, noch nicht sicher sein, ob es sich bei dem damaligen Erfolg nicht um ein singuläres Ereignis – um einen Ausreißer – handelte, so ist jetzt klar: Die RUB hat sich fest im kleinen Kreis der deutschen Universitäten etabliert, die als ganz besonders leistungsfähig und innovativ angesehen werden und denen zugetraut wird, zur internationalen Spitzengruppe aufzuschließen.
Mit Spannung haben wir am 2. März die Entscheidung der Gemeinsamen Kommission aus DFG, Wissenschaftsrat, Bund- und Ländervertretern erwartet – und das positive Ergebnis mit großer Freude aufgenommen. Die Freude war umso größer, als sich diesmal im Unterschied zu 2007 nicht eine eher kleine Gruppe von Initiatoren, sondern im wahrsten Sinne die gesamte Universität in den Antrag eingebracht hat, darunter alle Fakultäten. In verschiedenen, großen Arbeitskreisen wurden die Grundzüge des Antrags von 2007 weiterentwickelt, viele neue Ideen eingebracht und insgesamt ein Konzept erarbeitet, von dem alle profitieren können, Lehre sowohl als auch Forschung, Forschungsverbünde sowohl als auch der einzelne Forscher, die einzelne Forscherin, alles unter einer ausdrücklich internationalen Perspektive. Intern gibt es bei uns keine Gewinner oder Verlierer. Sollten wir die Chance erhalten, dieses Zukunftskonzept umzusetzen, dann wären wir in der Lage, vor allem auch die Einheit von Forschung und Lehre sehr nachhaltig weiterzuentwickeln.
Groß war auch die Freude, dass eine unserer Exzellenzclusterinitiativen ebenfalls zur Antragstellung aufgefordert worden ist. Erst dadurch konnte das Zukunftskonzept berücksichtigt werden. Damit werden wir bis zum 1. September nun insgesamt drei Anträge stellen dürfen: 1. den Fortsetzungsantrag für die seit 2006 im Rahmen der Exzellenzinitiative geförderte RUB Research School, 2. den Antrag für das Exzellenzcluster RESOLV (Understanding and Design of Solvent Controlled Processes) und 3. den Antrag zum Zukunftskonzept „Research Campus RUB“.
Ganz wichtig ist uns an dieser Stelle die Feststellung, dass im Rahmen des Zukunftskonzepts alle großen kooperativen Forschungsverbünde weiterentwickelt werden sollen, unabhängig davon, ob eine Exzellenzclusterinitiative nun zur Vollantragstellung aufgefordert wurde oder nicht. Denn das Zukunftskonzept ist das übergreifende Entwicklungskonzept für die gesamte Ruhr-Universität, es soll dazu dienen, die RUB als Ganze nach vorne zu bringen.
Dafür gebührt allen Universitätsmitgliedern, die an den verschiedenen Initiativen mitwirken, der Dank für ihr Engagement um die RUB. Nur durch ihre Beiträge insgesamt konnten wir als Universität bisher so erfolgreich sein! Und nun heißt es für uns alle, unser Möglichstes dazu beizusteuern, damit die RUB im Rahmen der im Herbst und Winter bevorstehenden Begutachtungen gut abschneidet. Ein Erfolg wäre wohl für das gesamte Ruhrgebiet von kaum zu unterschätzender Bedeutung.
Elmar Weiler, Rektor, und Ulf Eysel, Prorektor für Forschung | Themenübersicht

