Fremdsprachen gekonnt vermitteln
ZFA und ifb bieten Fortbildungen fÜr Lehrende an
Speziell für Lehrende, die im Zentrum für Fremdsprachenausbildung (ZFA) Kurse anbieten, hat das ZFA gemeinsam mit der Stabsstelle Interne Beratung und Fortbildung (ifb) ein Qualifizierungsprogramm entwickelt. In wählbaren Basis- und Erweiterungsmodulen erhalten Lehrende Tipps für eine abwechslungs- und erfolgreiche Lehre. Zudem gibt es so genannte Kollegiale Hospitationen. Bei gegenseitigen Besuchen in ihren Veranstaltungen beobachten die Dozenten den Unterricht und geben hinterher einander Feedback.
Sämtliche Angebote können einzeln gebucht werden. Wer je drei Basis- und Erweiterungsmodule sowie die Hospitation belegt, kann zudem einen Gesamtqualifizierungsnachweis erwerben. Das Angebot richtet sich sowohl an Berufseinsteiger als auch in erfahrene Lehrende, die sich weiter entwickeln möchten. Lohnenswert ist die Teilnahme auf alle Fälle: Sie steigert den Lernerfolg der Studierenden und somit die Zufriedenheit des Lehrenden, sie macht die Angebote des ZFA attraktiver und steigert die Chancen der Dozenten auf dem Arbeitsmarkt. Die einzelnen Angebote sind zugeschnitten auf den Bedarf der täglichen Lehrpraxis, wie unsere Beispiele zeigen. Denn gemeinsam mit Nicola Jordan (ZFA) haben wir sozusagen die Top 5 der Schwierigkeiten im Fremdsprachenunterricht an der Hochschule ausgewählt – und die jeweils dazu passenden Fortbildungsmodule.
„Eher was für Touristen?“
Startnummer 1, „Lernen wir hier gar keine Grammatik?“: Wie sieht Fremdsprachenunterricht aus, der nicht den Erwerb von (Grammatik-)Wissen, sondern sprachliches Handeln in den Mittelpunkt stellt? Auf diese Kritik von Studierenden reagiert das Programm mit folgenden Basismodulen: „Fremdsprachenunterricht im ZFA: kompetenz- und handlungsorientiert“; „Grammatik – ja, aber wie? Die Rolle der Grammatik im kompetenzorientierten Unterricht“; „Mehr als CD und Konversation: Die mündlichen Teilkompetenzen im Unterricht“; „Mehr als Zeitung lesen und zusammenfassen: Die schriftlichen Teilkompetenzen im Unterricht“.
2, „Das Buch ist eigentlich mehr was für Touristen, oder?“: Wie findet und entwickelt man Lernmaterialien mit Studien- und Berufsbezug, die der Lebenswelt der Studierenden gerecht werden? Zum einen hilft das Basismodul „Mit wenig Aufwand viel erreichen: Lernmaterialien selbst (weiter)entwickeln“, zum anderen die Erweiterungsmodule „Lingofox. Arbeitsblätter kreativ und leicht erstellen“; „Kreativer Umgang mit youtube“; „Podcast, Web 2.0, Wikis“.
3, „Das ist so langweilig, warum soll ich da noch hingehen?“: Wie lässt sich Fremdsprachenunterricht so abwechslungsreich und motivationsfördernd gestalten, dass sich jede/r Studierende angesprochen fühlt? Wege zeigen das Basismodul „Fremdsprachenunterricht mit Spaß: Kleine aktivierende Elemente mit großer Wirkung“ sowie die Erweiterungsmodule „Sprechbegeisterung – Theaterpädagogische Elemente im Unterricht“, „Präsentationen im Unterricht aktiv nutzen“; „Einsatz von Spielen im Unterricht“.
Selbstgesteuert gleich allein?
4, „Was kommt denn in der Klausur dran?“: Wie erstellt man Klausuren in Hinblick auf Handlungsorientierung und Formatvielfalt und entwickelt faire, transparente Bewertungskriterien? Unterstützung erfährt man durch das Basismodul „Nicht nur richtig/falsch: Fremdsprachliche Kompetenzen prüfen und bewerten“ und das Erweiterungsmodul „Mündliche Prüfungen konzipieren, durchführen und bewerten“.
5, „Heißt selbstgesteuert, dass ich ganz auf mich allein gestellt bin?“: Wie befähigen wir die Lernenden dazu, Verantwortung für ihre Lernprojekte zu übernehmen? Diese Sorge von Lehrenden lindern das Basismodul „Den Lerner nicht allein lassen: selbstgesteuertes Lernen initiieren und begleiten“ und die Erweiterungsmodule „Arbeiten mit einem Portfolio“; „Beratungselemente: Tipps für den Unterricht“; „Lernprozesse beobachten, begleiten und gemeinsam bewerten“.
Infos: http://www.rub.de/zfa
md; Foto: Nelle | Themenübersicht

