Zeit der Wiederaufnahmen
Das Kulturprogramm im April
Der erste Monat im Semester gehört traditionell den Wiederaufnahmen. Denn ebenso traditionell konnten für viele Aufführungen im Musischen Zentrum (MZ) nicht alle Nachfragen nach Karten befriedigt werden. Das wird nun für drei Erfolgsstücke nachgeholt. Es gibt aber auch Neuigkeiten zum Thema Ausstellungen.
Los geht’s am 9./10. April (19.30 h) mit dem „TischTheater“: Dieser Titel ist wörtlich zu nehmen: Das Publikum sitzt in Kleingruppen an Tischen und wird von den Schauspieler/innen des Studiobühnen-Ensembles besucht, die alle paar Minuten den Tisch wechseln. Es sind Menschen in Extremsituationen, die von ihren Schicksalen erzählen: Sylvie, die Frau, die keinem in Erinnerung bleibt; eine Mitarbeiterin der Drogen-Hotline; die predigende Pilgerin oder der rationale Selbstmörder. Man hört von einer Beziehung, die einfach weitergeht und von einer, die abrupt endet. Inszeniert wird das TischTheater von Sarah Meyer-Dietrich, Karin Freymeyer, Christoph Todt und Erika Wickel; Eintritt frei.
Hanebüchene Komik
Eine Woche später (16./17.4., 19.30 h) wird die andere Studiobühnenproduktion des Winters wiederaufgenommen: „Krankheit der Jugend“. Ferdinand Bruckner schrieb das Stück als Analyse der Lebensumstände junger Menschen in den 20er-Jahren, unter dem Einfluss des 1. Weltkrieges. Er beschreibt die Jugend als Seismograf, der auf die Erschütterung des gesellschaftlichen Gefüges reagiert: In einer WG will die Medizinstudentin Marie ihre Promotion feiern. Ihre Mitbewohnerin Desiree versucht, sich ihr zärtlich zu nähern. Marie bleibt aber vorerst ihrem Freund Petrell – einem lebensunfähigen Möchtegernpoeten – treu. Desirees Ex-Geliebter Freder wiederum verführt Lucy, die als Au-pair-Mädchen in der WG arbeitet; Eintritt frei.
Zum Monatswechsel (30.4./1.5., 19.30 h) schließlich steht die Wiederaufnahme von „James Bond – Der blutige Fart Gottes“ an. Das „Theater Phalanx“, beliebter Gast im MZ und Meister der trockenen Persiflage, widmet sich diesmal dem berühmtesten Agenten aller Zeiten: 007. Phalanx-Chef Dominik Hertrich verspricht (zurecht, wie die sagen, die das Stück im WS gesehen haben): „Mit einer Portion Größenwahn, auf neuem Niveau und mit unglaublichen Frauen wird ein ekstatischer Alptraum aus Sex, Tod, verzerrter Wahrnehmung und hanebüchener Komik zelebriert“; Eintritt: 6/4 Euro.
Infos: http://www.rub.de/mz-theater bzw. http://www.theater-phalanx.de
NEW POTT verlängert!
100 Gesichter von Menschen aus allen Teilen der Welt, die für die Vielfalt des Ruhrgebiets stehen und zugleich alle aus dem Umfeld der Ruhr-Uni kommen – das ist das Konzept der Ausstellung „NEW POTT. 100 Lichter/100 Gesichter“ im Campusmuseum. Wir haben darüber mehrfach ausführlich berichtet. Aufgrund des großen Erfolges und des anhaltenden Interesses der Museumsbesucher wird die Ausstellung bis zum 10. Juli verlängert. Im Sommersemester wird zudem ein neues Vermittlungsprogramm erarbeitet. Sobald es steht, wird es auf der Homepage der Kunstsammlungen veröffentlicht: http://kusa-rub-moderne.de/m492.
Von wegen trostlos!
Die Nachkriegsarchitektur ist grau, hässlich, trostlos und vom Abriss bedroht? Dass die Bauten dieser Zeit oft mehr zu bieten haben, zeigt die vom Uniarchiv konzipierte Ausstellung „Bochum 5:5. Architekturgeschichten der Nachkriegszeit in Stadt und Universität“, die bis Ende Mai in der Universitätsbibliothek (UB) zu sehen ist. Die Ausstellung gliedert sich in fünf Bereiche, anhand derer architektonische Entwicklungen der Nachkriegszeit erläutert werden. Innerhalb der Bereiche eröffnet die Gegenüberstellung von Bauwerken aus Stadt und Uni einen differenzierten Blick auf die Architektur. Dies trägt dazu bei, die Bauten der Ruhr-Uni aus ihrer Betrachtung im Gesamtkomplex zu lösen, um ihre Qualitäten als Einzelwerke ablesbar zu machen. Zum anderen werden sowohl für die universitären als auch für die städtischen Bauwerke unterschiedliche planerische Herangehensweisen sichtbar gemacht sowie verschiedene architektonische Lösungen nachvollziehbar gezeigt.
Info: „Bochum 5:5“, 17.3.-31.5.11, UB (zentrales Treppenhaus); Mo-Fr 8-24, Sa 11-20, So 11-18 h, Eintritt frei.
ad; Foto: Studiobühne | Themenübersicht

