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Personal-Meldungen
Neu ernannt
Neuer Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Palliativ- und Schmerzmedizin am Bergmannsheil ist Prof. Dr. Peter Zahn. Nach Studium inkl. Promotion in Ulm folgten Forschungsaufenthalte u.a. in den Laboratories for Pain Research an der University of Iowa. Dann kam Peter Zahn ans Uniklinikum Münster und wurde zum Oberarzt in der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin berufen. Im klinischen Bereich hatte er die anästhesiologische Bereichsleitung inne, z.B. in der Unfallchirurgie, der Intensivtherapie, der Kardio- und Neuroanästhesie sowie der Akutschmerztherapie. Zudem etablierte er in Münster gemeinsam mit Prof. Dr. Esther Pogatzki-Zahn den Laborbereich „Experimentelle Schmerzmedizin“.
Seit Januar besetzt Prof. Dr. Markus Koller am Historischen Institut den Lehrstuhl für Geschichte des Osmanischen Reichs und der Türkei. Seine Schwerpunkte sind u.a. Osmanische Geschichte Südosteuropas; Kultur- und Alltagsgeschichte sowie Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Markus Koller studierte 1994-98 Geschichte Ost- und Südosteuropas, Geschichte und Kultur des Nahen Ostens und Vorderen Orients sowie Turkologie und Alte Geschichte in München (LMU). 2003 wurde er an der RUB promoviert. Anschließend war er u.a. Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Transformation im Donauraum 1686-1699“ in Bern und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Kultur und Geschichte Ostmitteleuropas in Leipzig. 2009 habilitierte sich Koller in München. Zuletzt (seit 2007) hatte er die Juniorprofessur Geschichte Südosteuropas in Gießen inne.
Seit Februar ist Prof. Dr.-Ing. Nils Pohl Juniorprofessor für Integrierte Systeme. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Schnelle Integrierte Schaltungen, Systemkonzepte für die Radartechnik und direktiver Antennen. „Mit der Erschließung immer höherer Frequenzen bis 100GHz und mehr wachsen Elektronik und Hochfrequenztechnik zukünftig weiter zusammen. Die Erforschung dieser Querschnittsthemen wird eine wichtige Basis neuer Anwendungsfelder in der Kommunikations- und Messtechnik bilden“, erklärt Pohl. Er studierte 2000-05 Elektrotechnik und Informationstechnik an der RUB. Hier wurde er 2010 mit einer Arbeit zum Thema „Systemkonzepte und SiGe-Bipolarschaltungen für ein 80 GHz-Radarsystem hoher Bandbreite” promoviert.
Rufe, Ehre, Ämter
Prof. Dr. Elisabeth Hollender (CERES) hat einen Ruf an der Uni Frankfurt/Main erhalten.
Jun.-Prof. Dr. Ulfert Gronewold (Wirtschaftswissenschaft) hat einen Ruf an der Uni Potsdam erhalten.
Jun.-Prof. Dr. Andrea Rössler (Philologie) hat einen Ruf an der Uni Hannover erhalten.
Jun.-Prof. Dr. Claudia Trepmann (Geowissenschaften) hat einen Ruf an die Uni München (LMU) erhalten.
Prof. Dr. Jürgen Mittag, zuletzt Kommissarischer Geschäftsführer des Instituts für soziale Bewegungen, hat den Ruf an die Deutsche Sporthochschule Köln angekommen. Er besetzt die Professur für Sportpolitik und leitet das Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung.
Die Ruhr-Uni freut sich über den 2. Platz von Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler bei der Wahl zum Rektor des Jahres 2011. Vor zwei Jahren (2009) war er zum Rektor des Jahres gewählt worden, 2010 kam er auf den 3. Rang. Die Wahl, an der, nach Aufruf des Deutschen Hochschulverbandes, im November/Dezember etwa 2.500 Wissenschaftler teilgenommen haben, bestätigt die Führungskompetenz, die visionäre Kraft, das Vertrauen und vor allem den Respekt, den Rektor Weiler für die unterschiedlichen Fachkulturen auf dem Campus aufbringt.
Prof. Dr. Onur Güntürkün (Psychologie) wird am 7. April der Verdienstorden des Landes NRW verliehen.
Für seine „originellen Forschungsansätze“ erhält Dr. Thorsten Holz den Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2011: Der Juniorprofessor der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik habe „vor allem durch seine Arbeiten über Sicherheitsbedrohungen im Netz und die Entwicklung von Verteidigungsmechanismen international hohes Renommee erlangt“, heißt es in der Begründung der DFG. Die Preisverleihung findet im Mai statt.
Prof. Dr. Anja Mudring (Chemie) ist im März von der Foundation for Polish Science mit dem Alexander von Humboldt Honorary Research Fellowship ausgezeichnet worden.
Die American Physical Society (APS) zeichnet den Bochumer Festkörperphysiker Prof. Dr. Konstantin Efetov als „Outstanding Referee“ für seine Arbeit als Fachgutachter innerhalb der Wissenschaftsgemeinschaft aus. Für das Jahr 2011 erhielten 140 von über 42.000 Fachgutachtern der APS-Zeitschriften, u.a. „Physical Review“ und “Physical Review Letters“, diese Ehrung. Die Preisträger kommen aus 45 Ländern. Allein drei der Geehrten stammen aus der Bochumer Fakultät für Physik und Astronomie: Mit Prof. Efetov wurden auch Prof. Dr. Hartmut Zabel (Experimentelle Festkörperphysik) und Prof. Dr. Padma K. Shukla (Theoretische Plasmaphysik) ausgezeichnet.
Nachrufe
Die Ruhr-Universität trauert um Herbert Jahofer, der am 6. März mit 82 Jahren gestorben ist. Jahofer war 1976-1990 Oberstadtdirektor in Bochum, in einer Zeit, als die RUB ausgebaut wurde. Seinem zähen Verhandlungswillen mit dem damaligen NRW-Finanzministerium ist es u.a. zu verdanken, dass das Bochumer Modell der Mediziner-Ausbildung an der RUB etabliert werden konnte. Er stand für die enge Zusammenarbeit von Stadt und Uni und setzte sich für den Bau der U35 ein, die zentrale Verbindung zwischen RUB und Innenstadt. 1994 wurde er zum Ehrenbürger der Ruhr-Uni ernannt, zugleich die höchste Auszeichnung, die die Universität vergeben kann. Die RUB verliert mit Herbert Jahofer einen guten Freund und Förderer. Sie wird ihm stets ein ehrenvolles Andenken bewahren.
Die Ruhr-Universität trauert um Prof. Dr. Karlfried Gründer, der am 12. März mit 82 Jahren gestorben ist. Seinen Ruf als historisch-akribisch arbeitender Philosoph erwarb er sich in Münster, wo er Assistent Joachim Ritters war und 1958 promoviert wurde. 1970 nahm Gründer einen Ruf an die RUB an. In den folgenden Jahren (bis er 1979 an die FU Berlin ging) war Gründer maßgeblich am Aufbau der Bochumer Philosophie und der Entwicklung des Instituts zu einem der wichtigsten Deutschlands beteiligt. Von hier führte er auch nach Ritters Tod als Hauptherausgeber ein geisteswissenschaftliches Jahrhundertprojekt weiter: das 1970 begonnene und 2007 abgeschlossene „Historische Wörterbuch der Philosophie“. Die Philosophie verdankt ihm neben seinen eigenen profunden Forschungen zur Geschichts- und Religionsphilosophie wichtige Anregungen und Förderungen philosophischer Projekte wie in Bochum die Ausgabe der Werke Wilhelm Diltheys.
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