MIT Park-App in die LÜcke
RUB bekÄmpft Parkplatznot
Mit moderner Technik und innovativen Maßnahmen reagiert die Ruhr-Uni auf das drohende Parkchaos nach Schließung mehrerer maroder Parkhäuser: Mit Beginn des Sommersemesters 2011 (1.4.) bietet die Verwaltung eine erst vor wenigen Tagen programmierte Park-App an. Weiterhin geplant sind u.a. zusätzliche Parkflächen und ein Parkservice.
Die Park-App findet satellitengestützt freie Parkplätze auf dem Campus; dabei können die Nutzer bevorzugte Parkbereiche nahe ihrer Fakultäten suchen lassen. Die mit logistischer Unterstützung des BLB NRW realisierte App eignet sich für gängige Smartphones und Navigationsgeräte und kann gegen eine Schutzgebühr von 2,99 Euro heruntergeladen werden. Die App findet aber nicht nur freie Lücken und lotst den Autofahrer gezielt zum richtigen Parkplatz, sie verwandelt sich vor Ort auch in eine Einparkhilfe. Allzu oft ärgern sich Autofahrer über wenig ökonomisch geparkte Fahrzeuge, die z.T. zwei Parkplätze blockieren, weil sie nicht genau zwischen den Markierungen stehen. Die App enthält eine Funktion, die dem Fahrer akustisch zu erkennen gibt, ob er die Parklücke genau getroffen hat oder noch einmal nachjustieren muss.
Natürlich kann die Park-App fehlende Parkplätze nicht ersetzen, ist sich die Univerwaltung bewusst. Auch mit Blick auf den doppelten Abiturjahrgang wurde deswegen in der Umgebung weiterer Parkraum angemietet – etwa auf den freien Flächen des entstehenden Bio-Medizinparks, auf dem noch nicht im Bau befindlichen Gesundheitscampus, im Lottental und am Kemnader Stausee. Damit Studierende keine übermäßigen Zeitverluste erleiden, werden Shuttles zwischen den Parkplätzen und der RUB verkehren.
Mitarbeiter können einen noch umfassenderen Service nutzen und gegen eine geringe monatliche Pauschale einen Parkservice in Anspruch nehmen. Dazu werden studentische Hilfskräfte eingestellt (erkennbar an den RUB-T-Shirts), die den Wagen am zentralen Besucherparkplatz übernehmen und auf den entfernteren Parkplätzen abstellen. Zur vereinbarten Feierabendzeit bringen sie das Auto zurück. Dafür werden noch Studierende gesucht; sie können sich unter Vorlage eines einwandfreien polizeilichen Führungszeugnisses bei der Univerwaltung bewerben.
Hintergrund der Maßnahmen ist die Schließung des Parkhauses West (mit gut 2.000 Plätzen) auf unbestimmte Zeit wegen baulicher Mängel. Seitdem hat sich das Parkproblem auf dem Campus erheblich verschärft. Studierende und Mitarbeiter parken auf Zufahrtstraßen und Fußgängerwegen – ein Zustand, der auf Dauer nicht hinnehmbar ist, zumal auch Rettungswege betroffen sind.
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