RUBENS Nr. 148 - 3. Januar 2011
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Bestens vorbereitet

Editorial: kaufmÄnnische Rechnungslegung


Mit dem neuen Jahr stellen wir das Finanzmanagement der RUB von der kameralen auf die kaufmännische Rechnungslegung um. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir mit der geleisteten Vorarbeit bestens auf die Umstellung vorbereitet sind. Daran haben viele von Ihnen mitgewirkt –die Projektgruppe „Einführung der Doppik”, aber auch Sie, mit Ihrer erfreulich hohen Beteiligung an den Informationsveranstaltungen, mit der Unterstützung bei der Inventur und mit vielen konstruktiven Anregungen. Daher gehe ich davon aus, dass wir den Produktivstart ebenso gut gemeinsam bewältigen.

Natürlich müssen wir mit dieser Veränderung von vielem verabschieden, das uns seit Jahren vertraut ist und mit dem wir Routinen haben – allem voran von unseren Ordnungsnummern. Dies betrifft jeden Lehrstuhl, jede einzelne Organisationseinheit, aber in besonders hohem Maß das Dezernat 4. Daher möchte ich bereits an dieser Stelle um Verständnis bitten, falls in der Startphase nicht gleich alles reibungslos läuft, so dass Sie unter Umständen länger als gewohnt auf eine Antwort warten müssen.

Bei Diskussionen und in Einzelgesprächen sind wir immer wieder gefragt worden, warum die Universität diesen Weg geht. Daher möchte ich an dieser Stelle noch einmal darauf eingehen, warum wir diese Anstrengungen auf uns nehmen. Viele Argumente sprechen unter den gegebenen Rahmenbedingungen für die Einführung der Doppik:

Die doppischen Informationen bilden die Grundlage für einen umfassenden Überblick über den Ressourcenverbrauch sowie das zur Verfügung stehende Vermögen und alle Verbindlichkeiten. Der doppische Jahresabschluss bildet alle Aspekte der Vermögensentwicklung der gesamten Universität ab und ist somit Basis sowohl für die Erfolgskontrolle als auch für die Planung der Zukunft.

Dem Jahresabschluss ist zum Beispiel zu entnehmen, ob das Vermögen der Ruhr-Universität im vorangegangenen Jahr gewachsen oder geschrumpft ist. Es lässt sich prüfen, ob zuvor vereinbarte Ziele des Wirtschaftsplans erreicht worden sind. Außerdem ist erkennbar, welche Investitionen künftig notwendig sein werden, etwa anhand des Wertverfalls technischer Geräte, die in der Bilanz gelistet sind. Das macht Ausgaben planbar.

Von dieser Transparenz profitiert sowohl die Hochschulleitung als auch jeder einzelne Bereich. Ein Lehrstuhl kann zum Beispiel im Vorfeld erkennen, welche technischen Einrichtungen demnächst erneuert werden müssen, und die entsprechenden Anträge auf solide Zahlen gründen. Die so gewonnenen Informationen unterstützen die Universität bei der strategischen Planung sowie bei der konkreten Jahresplanung.

Auch Drittmittelgeber fordern immer häufiger Angaben aus einer kaufmännischen Rechnungslegung. Mit dieser können auch indirekte Kosten beziffert und so in der Ressourcenplanung von Drittmitteln konkret ausgewiesen werden. Damit gelingt es langfristig, die Vorgaben der Europäischen Union im Bereich der Trennungsrechnung effektiver umzusetzen.

Wenn wir den Weg der Zusammenarbeit in der bisherigen Weise weiter gehen, werden wir bald die positiven Aspekte nutzen können, um unsere Universität im internationalen Wettbewerb optimal aufstellen zu können.


Info:
Fragen und Anregungen richten Sie bitte an unsere Serviceadresse: doppik@uv.rub.de; Informationen zur Doppik und den damit verbundenen Neuerungen finden Sie im Internet unter: http://www.rub.de/doppik.

Michael Rothermel (Leiter des Dezernats 4) | Themenübersicht