Leute, Leute
Personalmeldungen vom Campus
Neu ernannt
Seit Oktober besetzt Prof. Dr. Beate Ego den Lehrstuhl für „Exegese und Theologie des Alten Testaments”. Ihre Forschungen beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit theologischen und religionsgeschichtlichen Aspekten der alttestamentlichen Literatur und außerbiblischen antikjüdischen Texten aus der Zeit des Zweiten Tempels (515 v. bis 70 n. Chr.). Zudem arbeitet sie im Bereich der Schriftauslegung und -Rezeption der hebräischen Bibel in der rabbinischen Literatur und in den Targumim (d.h. den antiken aramäischen Bibelübersetzungen). Beate Ego studierte Evangelische Theologie, Germanistik, Judaistik und Vergleichende Religionswissenschaft in Tübingen und Jerusalem (1977-84). Nach der Promotion in Tübingen arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. Akademische Rätin am dortigen Institutum Judaicum (1989-1998). In diese Zeit fiel auch ihre Habilitation. Zwischen 1998 und 2010 war Ego Professorin für „Altes Testament und Antikes Judentum” an der Uni Osnabrück sowie ab 2001 Leiterin der dortigen Forschungsstelle für Christlich-Jüdische Studien.
Die Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie am Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil hat seit November einen neuen Direktor: Privatdozent Dr. Justus T. Strauch. Strauch arbeitete bereits an verschiedenen Universitätskliniken, zuletzt als Oberarzt in der Klinik und Poliklinik für Herz- und Thoraxchirurgie der Uni Köln. Zu seinen Schwerpunkten zählen minimal-invasive Therapie- und Operationsverfahren, sog. Schlüssellochoperationen. Strauch wurde 1968 in Hildesheim geboren. Sein Studium inkl. Dissertation absolvierte er an der Medizinischen Hochschule Hannover. Nach der Approbation 1997 arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter zunächst an der Uni Göttingen, dann an der Uni Jena – jeweils in der Abteilung für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie. Dazwischen lag ein zweijähriger Forschungsaufenthalt in New York. 2004 erhielt er die Anerkennung als Facharzt für Herzchirurgie. 2005 wechselte er an die Uni Köln, wo er Oberarzt in der Klinik und Poliklinik für Herz- und Thoraxchirurgie wurde. Hier leitete er ab 2006 den Schwerpunkt Thoraxchirurgie. Zugleich habilitierte er sich.
Die Überschneidung verschiedener Diskriminierungsformen steht im Fokus der Forschung von Prof. Dr. Mieke Verloo. Sie besetzt im WS 10/11 die Marie-Jahoda-Gastprofessur der RUB. Verloo verknüpft z.B. Maßnahmen zur Verhinderung von Geschlechterungleichheit mit Strukturkategorien wie Ethnizität oder Sexualität. An der RUB bietet sie mit Prof. Dr. Ilse Lenz ein Seminar zur Geschlechterpolitik in der EU und ausgewählten Wohlfahrtsstaaten an. Die Belgierin ist Expertin auf dem Gebiet der europäischen Gleichstellungspolitik, der feministischen Methodik und sozialen Bewegungen. Seit 2008 forscht und lehrt sie an der Uni Nijmegen und ist seit 2006 wissenschaftliche Leiterin des EU-Projektes QUING.
Rufe, Ehre, Ämter
Prof. Jürgen Ernstberger (Wirtschaftswissenschaft) hat einen Ruf auf eine Professur für „Allgemeine BWL, Controlling und Wirtschaftsprüfung” an der Uni Eichstätt-Ingolstadt erhalten.
Prof. Günther Meschke (Bau- und Umweltingenieurwissen.) wurde Ende Oktober in die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften gewählt.
Mit der DOC-Medaille in Gold ausgezeichnet wurde Ende Oktober Prof. Burkhard Dick, Direktor der Augenklinik am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus. Gewürdigt werden damit seine Verdienste für den Internationalen Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) und das Fachgebiet Ophthalmochirurgie.
Foto: Knappschaftskrankenhaus
Für ihre Studie zu den Möglichkeiten des Ultraschalls bei der Bestimmung der Hirndurchblutung erhielten die Neurologen PD Dr. Jens Eyding und Assistenzärztin Seena Sebastian (Knappschaftskrankenhaus) den Förderpreis für wissenschaftliche Projekte auf dem Gebiet des neurovaskulären Ultraschalls.
Auf Vorschlag des Bereichs Bildung und Sozialwissenschaften der Bergischen Universität Wuppertal (BUW) wurde Dr. med. Kurt Zimmer (Sportwissenschaft) die Bezeichnung „Honorarprofessor” verliehen. Kurt Zimmer erhielt die Urkunde Ende Oktober vom Wuppertaler Rektor Prof. Lambert Koch. Die BUW verleiht diesen Titel an Personen, die in einem Fach „hervorragende Leistungen in Forschung, Kunst und Lehre (…) erbringen, die den Anforderungen für hauptamtliche (…) Professoren entsprechen”. Prof. Zimmer hat in Wuppertal 34 Semester lang den Bereich Sportmedizin in Lehre, Forschung und Prüfung allein vertreten.
Mit fünf Studenten der RUB fuhr der Deutschland-Achter im November zum Sieg bei der Ruder-WM in Neuseeland: Steuermann Martin Sauer (Jura), Sebastian Schmidt (Medizin), Florian Mennigen (Wirtschaftspsychologie), Kristof Wilke (Sport und Biologie) und Maximilian Reinelt (Medizin) studieren an der RUB, die seit 2003 Partnerhochschule des Spitzensports ist.
Jun.-Prof. Dr. Cornel Zwierlein (Umweltgeschichte) erhält am 4. Dezember den Max-Weber-Preis 2010 der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Der interdisziplinäre Preis wird für hervorragende Werke in den Geisteswissenschaften vergeben und ging seit der erstmaligen Verleihung 1994 erst einmal zuvor an einen Historiker.
Prof. Klaus Gerwert, Inhaber des Lehrstuhls Biophysik der RUB und Direktor am Max-Planck-Partner Institut in Shanghai, wurde für seinen Beitrag bei der International Conference on Computational and Systems Biology (ICCSB) Ende Oktober 2010 in Hangzhou mit dem ICCSB Award ausgezeichnet. Gerwert ist der erste Ausländer, der den Preis erhalten hat.
Zwischen den kleinsten Bausteinen der Materie herrscht eine ungeheure Dynamik – doch was sich dabei genau abspielt, ist noch weitgehend unverstanden. Einen neuen Ansatz, die starke Wechselwirkung theoretisch zu untersuchen und zu beschreiben, verfolgt Prof. Evgeny Epelbaum (Theoretische Physik II). Mit seinem Team kombiniert er moderne analytische Methoden – sog. effektive Feldtheorien und numerische Simulationen – mit Hilfe von Hochleistungsrechnern. Für das Forschungsprojekt „Nuclear Physics from Quantum Chromodynamics” erhält er in den nächsten fünf Jahren einen mit 1,16 Mio. Euro dotierten „Starting Grant” des Europäischen Forschungsrats.
Für seine Verdienste um eine sachliche und breite Energie- und Klimadiskussion erhielt der RUB-Energieforscher Prof. Hermann-Josef Wagner (Maschinenbau) Anfang November das Bundesverdienstkreuz. Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich Wagner wissenschaftlich und ehrenamtlich für die Weiterentwicklung von Forschung und Technik.
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Jun.-Prof. Dr. Marc Solga ist Unicum-Professor des Jahres 2010 der Kategorie Geistes-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften. Der Wirtschaftspsychologe hat sich bei seinen Studierenden einen Namen gemacht mit praxisnahen Seminaren, bei denen der Erwerb von Fertigkeiten im Mittelpunkt steht. „Es ist ein Fenster in die Lebenswelt der Praktiker”, sagt Solga.
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