Trainee aus China
Maschinenbau-Studentin Yuanyuan Liu beim akafÖ
Chinesische Studierende bilden mit 27.000 die größte internationale Gruppe an deutschen Hochschulen. 520 davon studieren in Bochum. Um Studienerfolg und Integration zu fördern, haben Deutsches Studentenwerk und Robert-Bosch-Stiftung das „China-Trainee-Programm an deutschen Hochschulen” gestartet. Das Akafö wurde als eines von acht Studentenwerken in Deutschland für das Projekt ausgewählt und hat vor kurzem die Maschinenbau-Studentin Yuanyuan Liu begrüßen können.
Bis Ende Februar 2011 wird Liu in die verschiedenen Bereiche des Akademischen Förderungswerks hinein schnuppern. Stationen sind etwa die Mensa, die Abteilungen für studentisches Wohnen und Finanzierung, die Pressestelle und das Kulturbüro boSKop. Liu wird Vorschläge zur Verbesserung der Studienbedingungen der etwa 520 chinesischen Studierenden in Bochum erarbeiteten. Dabei hat sie insbesondere den Alltag auf dem Campus und in den Studierenden-Wohnanlagen im Blick. Nach ihrer Rückkehr nach China vermittelt sie ihr Wissen über den Bildungs- und Hochschulstandort Deutschland und gibt die gesammelten Infos über die soziale Infrastruktur der Studentenwerke an zukünftige chinesische Studierende weiter. Dies immer mit der Maßgabe im Hinterkopf, dass eine bereits in China beginnende, gute Vorbereitung auf das Studium in Deutschland maßgeblich zum Studienerfolg beitragen kann.
Dass der 24-jährigen Yuanyuan Liu die deutsche Kultur nicht fremd ist, liegt auch an ihrem Studienort: Sie ist eingeschrieben im Master-Studiengang an der Chinesisch-Deutschen Technischen Fakultät der Uni Qingdao, der zusammen mit der Uni Paderborn und der FH Mülheim angeboten wird. Die heutige 8-Millionenstadt Qingdao war vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zum 1. Weltkrieg deutscher Kolonial-Handelsstützpunkt. Noch heute sind viele bedeutende Bauten aus der deutschen Kolonialzeit erhalten und stehen unter Denkmalschutz.
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