RUBENS Nr. 145 - 1. Oktober 2010
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UniKIds & Co.

Meldungen vom Campus


Herzenssache
Mit dem ersten Spatenstich zur neuen Kindertagesstätte am 27. September wird nun auf dem Campus ein einzigartiges Modellkonzept umgesetzt. „UniKids“ ist eine echte Herzenssache für die Ruhr-Uni. Es unterstützt und nutzt zugleich den Standort Hochschule, u.a. durch bilinguale Gruppen und Kooperationen mit verschiedenen Fakultäten der RUB. Kontakt zur Natur ist inklusive: Dafür sorgt nicht allein die südliche Hanglage der naturnah gestalteten Einrichtung – frühzeitig werden die Kids auch an die Naturwissenschaften herangeführt. Das pädagogische Konzept der Kita stammt maßgeblich von RUB-Entwicklungspsychologen und schlägt sich im Architekturentwurf nieder.
Mit der Eröffnung von „UniKids“ im August 2011 werden Kindern von Wissenschaftlern/innen, ausländischen Gästen und Studierenden 90 Betreuungsplätze in sechs Gruppen zur Verfügung stehen. Davon sollen 48 Plätze Kindern bis drei Jahren vorbehalten bleiben, was dem Bedarf der Eltern an der RUB entspricht. Auch die Öffnungszeiten (7-20 h; Kernöffnungszeit: 8-17 h) bei flexiblen Betreuungszeiten orientieren sich am Wissenschaftsbetrieb; sie werden es gerade jungen Wissenschaftler/innen einfacher machen, Familie und Karriere zu vereinbaren. „UniKids“ wird (wie auch die Kita für Kinder von Studierenden) durch das Akafö betrieben.

 

Erfahrungsaustausch
RuhrCampusOnline (RCO) steht für mediengestützte hochschulübergreifende Lehre in der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR). Es unterstützt Lehrende bei der Entwicklung hochschulübergreifender Kurse, die sich am Blended Learning orientieren und an mindestens zwei UAMR-Unis anerkannt werden. Das RCO-Team lädt zu einem öffentlichen Erfahrungsaustausch ein: Kommen Sie mit RCO-Lehrenden ins Gespräch, lernen Sie Lehrkonzepte und das Projekt kennen. In einer Poster-Session werden aktuelle Lehrveranstaltungen und ihre mediendidaktische Umsetzung durch die Lehrenden präsentiert und erläutert. Vorab leitet ein kurzer Vortrag in das Projekt RuhrCampusOnline und die Möglichkeiten zur Beteiligung ein. Die Veranstaltung, die für alle Lehrenden der UAMR geöffnet ist, findet am 4. November (10.30-12 h) an der Ruhr-Uni im Raum UV 3/310 (Senatssitzungssaal) statt. Info: Bei Fragen sowie zum Anmelden wenden Sie sich bitte an die Stabsstelle eLearning, -28817, elearning@ruhrcampusonline.de.

 

ScieCon 2010
Den Karriere-Sprung von der Uni in die Wirtschaft behindern oft große Hürden: Kontakte zu namhaften Firmen fehlen, viele Bewerber konkurrieren um einen Job, an Berufseinsteiger werden mehr Anforderungen gestellt als „nur” das Fachwissen aus Seminaren und Vorlesungen. Damit Absolventen der Bio-Wissenschaften beim Sprung in die Wirtschaft nicht im kalten Wasser landen, bietet ihnen die Biotechnologische Studenteninitiative (btS e.V.) am 27. Oktober (10-17 h) an der RUB erste Kontakte zur Wirtschaft: auf der Messe ScieCon NRW 2010.
„Viele Firmen – Ein Weg – Dein Job” lautet das Motto der Veranstaltung. 23 Firmen stellen sich an Info-Ständen sowie in Vorträgen im Audimax vor – darunter Henkel, QIAGEN und IDT. Als besonderen Service können Studierende kostenlos ein Bewerbungsfoto und einen Bewerbungsmappen-Check machen lassen. Im „Zeit Campus Forum” wird das Thema „Karriere mit oder ohne Promotion – Berufschancen für Naturwissenschaftler” diskutiert. Zielgruppe der ScieCon sind Studierende und Absolventen der Biowissenschaften, Chemie, Medizin und Wirtschaftswissenschaften. Kontakt und Infos: http://www.sciecon.info/

 

Preise
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) hat unter dem Namen REXUS/BEXUS den 4. Ideenwettbewerb für Experimente auf Höhenforschungsraketen und -Ballons gestartet. Bis zum 24.10. können Studierende Vorschläge für Experimente einreichen und sich die Chance erarbeiten, ihr Experiment in der Gondel eines Stratosphärenballons (BEXUS) oder als Nutzlast in einer Forschungsrakete (REXUS) durchzuführen; Infos: http://www.dlr.de.
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Die Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP) schreibt zum 2. Mal den DGFP Personalmanagement Bachelor Preis aus. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine 2010 mit „sehr gut“ benotete Bachelorarbeit zu einem Thema, das für Personalmanager von Interesse ist. Zu den attraktiven Preisen gehört für die besten zehn Studierenden und ihre wissenschaftlichen Betreuer (neben einem Preisgeld von insgesamt 3.500 Euro für die ersten drei Plätze sowie einem individuellen Karrierecoaching für den Gewinner) die Teilnahme am 19. DGFP-Kongress am 8./9. Juni 2011 in Wiesbaden. Die Bewerbungsfrist endet am 31.12. Infos: http://www.dgfp.de.

 

Lehre-Ratgeber
„Wie kann ich meine Lehre anregend gestalten?”, „Welche Methoden und Ansätze gibt es jenseits der klassischen Lehrkonzepte?”, „Wie kann ich Ideen und Erfahrungen der Studierenden bestmöglich in die Seminargestaltung einbeziehen?” Dies sind Fragen, die sich Lehrende – nicht nur zu Beginn ihrer Tätigkeit – stellen. Der Ratgeber „Wissen, was zählt – Ideen für die Lehre” soll sie begleiten und praxisorientierte Ideen zur Gestaltung des Lehralltags bieten. Die Stabsstelle Interne Fortbilldung und Beratung (IFB) hat hierfür zahlreiche didaktische Anregungen, Konzepte und Methoden von engagierten Lehrenden der RUB zusammengetragen. Ergänzt um die Beiträge von erfahrenen Trainer/innen sowie Impulsen von Studierenden entstand ein nützlicher Ideenpool, aus dem Lehrende Anregungen für die eigene Lehre schöpfen können.
Im gerade erschienenen Buch werden klassische Herausforderungen der Lehre wie die Gestaltung einer guten Vorlesung oder einer mündlichen Prüfung thematisiert. Es geht aber auch um neuere didaktische Ansätze zum Blended Learning oder kompetenzorientierten Lehren und Prüfen. Dabei werden auch konkrete Fragen beantwortet, etwa: „Wie kann ich in einer Seminarsitzung die Motivation der Studierenden steigern?” oder: „Welche Feedbackmethoden gibt es in Ergänzung zur Lehrevaluation und wie kann ich die Ergebnisse sinnvoll nutzen?”. Themen wie fachspezifische Lehrkultur(en), die Rolle der Lehrenden, aber auch die Kompetenzorientierung stehen direkt neben Praxisbeispielen. Diese wiederum nehmen das gesamte Tätigkeitsspektrum von Lehrenden – Lehren, Prüfen, Beraten – neu in den Blick. Die Inhalte sind so ausgerichtet, dass sie Lehrende aller Fachbereiche ansprechen.
„Wissen, was zählt – Ideen für die Lehre” macht sichtbar und öffentlich, welche Ideen und Erfahrungen in den Seminarräumen und Hörsälen der RUB realisiert und gelebt werden. Wer sich inspirieren lassen möchte, kann als Lehrende/r kostenlos ein Exemplar anfordern (s. Bild). Die IFB freut sich über Anregungen und Kritik und insbesondere darüber, wenn die zusammengetragenen Ideen die Lehre an der RUB bereichern und damit auch den Studierenden nutzen. Info: Das Buch der Stabsstelle Interne Fortbildung und Beratung kann bestellt werden über http://www.uv.rub.de/ifb/
PS: Und noch ein Tipp: Hintergrund, Tipps und Beispiele zum Thema „Kompetenzorientiert Prüfen” geibt es jetzt neu im Downloadcenter der IFB; http://www.rub.de/lehreladen

 

Citavi & Co.
Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Treffpunkt Bibliothek” (24.-31.10.) gibt die Universitätsbibliothek Bochum (UB) an drei Tagen einen Überblick der gängigen Literaturverwaltungsprogramme; das Motto der Kurse lautet: „Literaturverwaltung in null Komma nichts”. Schwerpunktmäßig vorgestellt werden Citavi (Mo, 25.10.), EndNote Web (Mi, 27.10.), Zotero und Mendeley (beide Fr, 29. 10.). Die Kurse beginnen um 12 h, enden gegen 13.30 h und finden statt im Veranstaltungsraum auf Ebene 1 der UB. Genauere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Homepage der UB unter „Aktuelles” (http://www.ub.rub.de).

 

Judenhäuser in Bochum
Die Geschichte der Bochumer „Judenhäuser” und ihrer Bewohner in der NS-Zeit ist erstmals vollständig erforscht. In seinem soeben erschienenen Buch „Die Entjudung des Wohnraums” dokumentiert der Historiker Dr. Hubert Schneider den Weg von der Wohnungsräumung und der Einrichtung der Judenhäuser bis hin zur Deportation und Vernichtung der Menschen. Aus der umfangreichen Studie geht hervor, dass es in Bochum nicht wie bisher angenommen acht, sondern zehn „Judenhäuser” gab. Eine besondere Rolle spielte die Israelitische Schule in der Wilhelmstraße 16, die ab Januar 1942 Ausgangspunkt für die Transporte Bochumer Juden in die Konzentrations- und Vernichtungslager war. Schneider war bis zu seiner Pensionierung 2004 Wissenschaftler am Historischen Institut der RUB. Info: Hubert Schneider: „Die Entjudung des Wohnraums – Judenhäuser in Bochum. Die Geschichte der Gebäude und ihrer Bewohner”, Schriften des Bochumer Zentrums für Stadtgeschichte Nr. 4. Lit Verlag, Münster, 470 S, 29,90 Euro.

 

Label fürs eLearning
In puncto eLearning-Qualität ist in den vergangenen Monaten an der RUB viel passiert. Kriterien guter webgestützter Lehre sind zentrales Thema der Qualitätsoffensive eLearning bei RUBel. Im Wintersemester 10/11 führt die Stabsstelle ein eLearning-Label ein, dessen Grundlagen gemeinsam von Studierenden, Lehrenden und RUBel erarbeitet wurden. Das Besondere ist, dass die Anregung für die Label-Entwicklung aus dem intensiven Dialog mit Studierenden und Lehrenden verschiedener Fachbereiche über die eLearning-Qualität an der RUB während gemeinsamer Arbeitstreffen hervorgegangen ist.
Das Label ist ein freiwilliges Angebot für RUB-Dozenten zur Kennzeichnung ihrer online-gestützten Lehrveranstaltungen. Es definiert zugleich einen internen eLearning-Standard für die RUB. Die Kriterien der Labelvergabe orientieren sich an der Maxime, dass die Nutzer des Online-Lernangebotes im Zentrum der Bemühungen stehen. Zu sehen ist das Label z.B. in Blackboard und Moodle, auf den Homepages der Dozenten bzw. Lehrstühle. So kann für Studierende und Interessierte transparent auf erfolgreich geprüfte eLearning-Inhalte hingewiesen werden. Das Label bietet Studierenden Orientierung bei der Auswahl ihrer Lehrveranstaltungen und könnte auf längere Sicht ein Instrument zur Qualitätsentwicklung und -sicherung des Online-Lernangebotes an der RUB werden.
Um das Angebot schon im WS 10/11 zu nutzen, können Lehrende seit kurzem den Fragebogen unter http://www.rubel.rub.de/elearning_Label abrufen und online ausfüllen oder ausdrucken. Abfragt werden Kriterien wie Transparenz und Orientierung, Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten, Betreuung der Studierenden, Medienkompetenz, didaktische Umsetzung, Feedback und Evaluation. Die Angaben werden mit dem Kriterienkatalog für das Label abgeglichen. Sind die Kriterien erfüllt, wird das Label für ein Semester vergeben. Das WS 10/11 gilt als Testphase. Das RUBel-Team ist gespannt auf die Resultate und freut sich auf jegliche Rückmeldungen zur Optimierung.

 

Look@RUB
Start@RUB gibt es jetzt auch für Studieninteressierte: Im Juli ist ein neues Angebot, vergleichbar mit Start@RUB für Erstsemester, online gegangen: Look@RUB richtet sich an „Studierende in spe“, die bereits eine Zulassung zum Studium an der RUB erhalten, sich aber noch nicht eingeschrieben haben. Zugang erhalten sie über einen Link im Zulassungsportal, der sie direkt zu Blackboard weiterleitet. Look@RUB bietet einen ersten Blick auf Studium und Campus und soll so die Entscheidung für den Standort erleichtern. Neben formalen Fakten finden die potentiellen Studierenden auch Tipps zum Campusleben und Hinweise zu versteckten Infos und Angeboten an der Uni. Sobald die Studierenden sich an der RUB eingeschrieben haben, werden sie automatisch in das Nachfolge-Angebot Start@RUB eingetragen und erhalten detailliertere und spezifischere Infos, die ihnen das erste Semester erleichtern sollen. Info: Auch Look@RUB ist als Projekt in der Stabstelle eLearning angesiedelt und wird von den RUB-Studierenden Julia Baumann, ehemalige eTutorin, und Theobald Ciochon konzipiert und betreut (Kontakt: julia.baumann@rub.de, theobald.ciochon@rub.de.

 

Verrückte Masken
Schreck, lass nach! Wer zurzeit durchs Foyer der Verwaltung läuft, braucht Nerven wie Stahlseile. Mindestens. Denn über den ehemaligen Schaltern des Studierendensekretariats lauert der blanke Horror... Doch das nur auf den ersten Blick, denn wer sich die vier skurrilen Masken näher anschaut, stellt fest, dass sie eher lustig als gefährlich ausschauen. Kein Wunder, denn die Masken stammen aus Kinderhand. Sie wurden in liebevoller Kleinarbeit im Rahmen der ProKids-Sommerferien Aktion Ende Juli angefertigt: aus Maschendraht (Hasendraht), Malerfilz, Schaumstoff und Pappmaché. Während der Ferienbetreuung gab es einen dreitägigen Maskenbauworkshop. 20 Kinder von RUB-Mitgliedern im Alter von 6-12 Jahren nahmen daran teil. Sie werkelten nahezu selbstständig, jedoch unter kundiger Anleitung des Maskenbildners Christian Bernecker vom Schauspielhaus Bochum. Die farbenfrohen Resultate werden bis auf Weiteres im Foyer der Verwaltung ausgestellt.

 

Künstler gesucht
Der erste Schritt auf dem Weg zum Künstlerdasein könnte die Anmeldung zu einem Kurs vom Akafö-Kulturbüro boSKop sein. Wer sich innerhalb dieser knapp zwei Wochen (vom 13. bis 22. Oktober, je 10-16 h im Mensa-Foyer) beispielsweise für Improvisationstheater, Zaubern, Jazztanz, kreatives Schreiben oder japanisches Trommeln entscheidet und anmeldet, bekommt ein halbes Jahr lang bei Profis Unterricht. Neben Kunst darf es aber auch Sport (z.B. japanischer Schwertkampf oder brasilianischer Kampftanz) oder Kulinarisches (Wein, Cocktails) sein. Infos: http://www.akafoe.de/boskop.

ad, Foto: Nelle | Themenübersicht