1.865 zusÄtzliche BeschÄftigte
StudienbeitrÄge fÜr LEHRPERSONAL VERWENDET
15 Mio. Euro aus Studienbeiträgen sind an der RUB im Sommersemester 2009 und Wintersemester 2009/10 für zusätzliches Personal ausgegeben worden. Das entspricht 60% der ausgegebenen Beiträge. Die meisten der im Schnitt 1.865 mittels Studienbeiträgen eingestellten Personen sind als Lehrende in den Fakultäten beschäftigt. Das Lehrangebot wuchs dadurch im Vergleich zum Vorjahr erheblich: Mit knapp einem Drittel mehr Semesterwochenstunden haben die geisteswissenschaftlichen Fakultäten ihr Lehrangebot am stärksten ausgebaut. Im Durchschnitt aller Fakultäten wurden gut 20% mehr Veranstaltungen angeboten. Das geht aus dem Bericht über die Verwendung der Studienbeiträge hervor.
Insgesamt zeigt sich auf dem Campus eine Tendenz, verstärkt wissenschaftlich qualifiziertes Personal aus Studienbeiträgen zu beschäftigen. So hat sich sowohl die Anzahl auf diese Weise finanzierter wissenschaftlicher Mitarbeiter/innen erhöht (2009: 160, 2010: 212) als auch die der (Junior-)Professoren (2009: 1, 2010: 10). Für die Studierenden hat das den Vorteil, dass ihnen neben einer größeren Auswahl an Lehrveranstaltungen auch mehr Personen zur Verfügung stehen, die Prüfungen abnehmen und Abschlussarbeiten betreuen können. „Gutes Personal gewinnt man nur, indem man attraktive Arbeitsbedingungen schafft“, erklärt Prof. Uta Wilkens, Prorektorin für Lehre. „Dazu gehören auch Arbeitsverträge, die über ein Semester hinausgehen.“ Daher waren im April für das Sommersemester 2010 und das Wintersemester 2010/11 bereits 6 Mio. Euro durch Personalverträge für wissenschaftliche Beschäftigte ebenso wie Lehrbeauftragte und studentische Hilfskräfte rechtlich gebunden, für die Zeit ab dem Sommersemester 2011 sind es 4,8 Mio. „Die Zahlen machen deutlich, dass die Studienbeiträge die Studiensituation nachhaltig verbessern und zugleich zu einem wichtigen beschäftigungspolitischen Faktor für die Region geworden sind“, so Wilkens.
Bericht über die Verwendung
Den aktuellen Bericht über die Verwendung der Beiträge hat der Senat am 17. Juni angenommen. Die RUB hat im Berichtszeitraum 2009/2010 rund 20. Mio. Euro an Studienbeiträgen eingenommen und etwa 24 Mio. Euro ausgegeben – die Differenz ergibt sich aus dem Übertrag aus dem Vorjahr. Er wurde halbiert und wird 2011 abgebaut sein. Der Senat stimmte auch der Planung für die Verwendung der Studienbeiträge in den nächsten drei Jahren zu. Dabei legt die RUB Wert auf Kontinuität: Bewährtes wird aus zentralen Mitteln weiter finanziert, etwa die verlängerten Öffnungszeiten der Bibliotheken und der Ausbau des Medienbestandes oder Angebote für Studierende im Schreibzentrum und im Zentrum für Fremdsprachenausbildung. Neues kommt hinzu, z.B. studentische Arbeitsplätze in der Bibliothek und Maßnahmen, die helfen sollen, die Abbrecherquoten zu senken. Während in früheren Jahren seitens der Studierenden kritische Diskussionen über Studienbeiträge geführt wurden, stehen jetzt Befürchtungen im Raum, durch einen kompensationslosen Wegfall von Studienbeiträgen bestimmte Projekte nicht mehr realisieren zu können.
Info: Bericht im Netz unter http://www.ruhr-uni-bochum.de/studienbeitrag/pdfs/Bericht2009_10.pdf
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