Elmar Weiler bleibt Rektor
Senat bestÄtigt Wahl des Hochschulrates
Er verkörpert die gelebte „universitas“ auf dem Campus der Ruhr-Universität, ein hohes Maß an Authentizität sowie Nähe zu Studierenden und Beschäftigten: Elmar W. Weiler bleibt weitere vier Jahre im Amt Rektors. Der Senat der RUB hat am 17. Juni die einstimmige Wahl durch den Hochschulrat vom 29. Mai bestätigt. Die neue Amtszeit von Rektor Weiler beginnt am 1.12.2010. „Ich freue mich sehr über Wahl und Bestätigung im Amt; sie ist für mich Verpflichtung, den eingeschlagenen erfolgreichen Weg gemeinsam mit allen Mitgliedern der Universität fortzuführen und die RUB weiter an die Spitze der deutschen Universitäten zu bringen. Ein besondere Anliegen ist mir, sie in den nächsten vier Jahren international noch besser zu verankern“, erklärte der alte und neue Rektor, nachdem er die Ernennungsurkunde von Jürgen Schlegel erhalten hat. Der Vorsitzende des Hochschulrates hatte zuvor die Wahl Weilers durch den Rat mit dessen herausragenden Erfolgen in den letzten vier Jahren und den klaren Zielen für die nächsten vier Jahre begründet. „Für mich ist vor allem erfreulich, dass Hochschulrat und Senat gemeinsam zu dieser überaus positiven Lösung gekommen sind“, erklärte Jürgen Schlegel.
Noch im Juli könnten auch die (neuen) Prorektor/innen feststellen. Zunächst hat Prof. Weiler der aus Mitgliedern des Senats und des Hochschulrates zusammengesetzten Findungskommission seine Vorschläge unterbreitet. Anschließend führte die Kommission intensive Gespräche mit ihnen. Läuft alles glatt, könnten die Prorektor/innen am 17. Juli vom Hochschulrat gewählt und am 22. Juli diese Wahl vom Senat bestätigt werden.
„Nulla dies sine linea“ – kein Tag ohne Linie ist das Lebensmotto von Elmar Weiler, das er seit seinem Amtsantritt am 1.12.2006 konsequent im Rektorat der RUB und im Dialog mit den Hochschulmitgliedern verfolgt. Unter Weilers Ägide ist die Ruhr-Uni in die Spitzenliga der deutschen Universitäten vorgestoßen und befand sich in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative unter den besten zehn Universitäten. Um ihr ehrgeiziges Zukunftskonzept umzusetzen, konnte die RUB inzwischen die finanzielle Unterstützung des Landes und der Mercator Stiftung gewinnen. Die Exzellenzentwicklung treibt Weiler hoch motiviert voran. Im neuen Exzellenzwettbewerb bewirbt sie sich wieder in allen Förderlinien.
Weiler stellt den Menschen in den Mittelpunkt des universitären Leitbildes. Universitas ist für ihn die Gemeinschaft der Lernenden, denn letztlich sind Studierende und Forscher gleichermaßen Lernende. Universitäten sind für Weiler dem Wissen jenseits des Verwertungsgedankens verpflichtet, sie sollen kreativer Lehrboden auch für ungewöhnliche Wege und Gedanken sein. So verfolgt die Ruhr-Universität z. B. in der Lehre das Ziel, die Studierenden kritik-, diskursfähig und entscheidungsfreudig zu machen. Dies setzt sich fort in der Förderung junger Wissenschaftler, einer besonderem Stärke der Ruhr-Universität. Sie bekommen Freiraum für frühe selbstständige Forschung und den Aufbau eigener Gruppen, sollen aber gleichzeitig – transdisziplinär – Wertschätzung für andere Fächer und Themen aufbringen. In der Spitzenforschung setzt Bochum auf Research Departments, auf große, interdisziplinäre Forschungsverbünde quer zu den üblichen Fakultätsstrukturen.
Als besondere Herausforderung sieht Elmar Weiler den verstärkten Anschluss der RUB an den internationalen Forschungs- und Lehrdiskurs. Forschung ist für ihn „a-national“. Es käme aber darauf an, auch die Studierenden der Region „anschlussfähig an die Welt“ zu machen. Die Weiterentwicklung der Universitätsallianz Metropole Ruhr mit den Universitäten Dortmund und Duisburg-Essen ist ihm ebenso eine Herzensangelegenheit. Die UAMR könne auch ein Vorbild sein für die Zusammenarbeit der Kommunen im Ruhrgebiet. „Je enger die drei Universitäten zusammenarbeiten, desto unähnlicher werden sie, desto eher können sie ihr ureigenes Profil bilden“, so Weiler.
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