WELT-UR-AUF-FÜHRUNG
THEATER im MUSISCHEN ZENTRUM
Diesmal wird auf der Theaterbühne im Musischen Zentrum der Ruhr-Uni wahrlich geklotzt und nicht gekleckert. Neben dem innovativen Nibelungen Slam der Studiobühne steht fürs erste Juli-Wochenende nichts weniger als eine deutsch-englischsprachige Welturaufführung durch Anglistik-Studierende an.
Erst seit kurzem gibt es überhaupt einen Titel („Mid Land“) für die Aufführungen am 3./4.7. (je 19.30 h). Denn alles ist brandneu und gerade erst fertig geworden. Zu Anfang gab es eine hochkarätige schottische Dramatikerin, die auf eine Gruppe von Nachwuchsschauspielern traf. Sie heißt Catherine Grosvenors und ist verantwortlich für Dramen wie „Gabriel, Cherry Blossom“ oder „One Day This Will Come to Nothing“. Im Sommersemester unterrichtet sie als Writer-in-Residence am Englischen Seminar der RUB und hat mit Studierenden ein Stück erarbeitet. Den harten Kern bildeten die EDNAs, eine studentische Theatergruppe, die seit 2008 Stücke im englischen Original aufführt. Gemeinsam haben Autorin und Studierende in den letzten zwei Monaten mit „Mid Land“ ein Stück über Emigration und Sehnsucht entwickelt, in dem sie auch die Geschichte des Ruhrgebiets verarbeiten: Im Mittelpunkt steht ein emsiges Völkchen, das in einem Bergwerk lebt. Das Tageslicht und die Welt außerhalb ihres Stollens sind ihnen fremd. Eines Tages werden sie durch ein Grubenunglück Umgebung vertrieben und verstreuen sich in alle Winde. Sie müssen an der Oberfläche zurechtkommen und lernen, sich in neuen Sprachen zu verständigen. Jan gelangt in eine grelle Welt voller Musik, Fans und „happy chocolate". An und Ger halten an den Traditionen fest, doch ihre Kinder merken, dass man nicht nur von Brot allein lebt. Und Julle hat nur einen Traum: Schwimmen; Eintritt frei.
Einmal im Jahr präsentieren Studierende der Sportwissenschaft in der „Werkschau Tanz“ ihre selbst komponierten Prüfungsstücke und ihre tänzerischen und choreografischen Fähigkeiten. Der Mix aus Soli, Duetten und Gruppenstücken, Klangcollagen und Tanzstilen soll auch in diesem Jahr die Zuschauer begeistern. „Starke Stücke“ heißt das Motto der Veranstaltung, die wegen des großen Zuspruchs neuerdings an zwei Abenden stattfindet (9.7., 19.30 h; 10.7. 18 h); Eintritt frei, Kartenreservierung: jessica.fischer@rub.de.
In der Woche drauf ist Bochum Local Hero im Kulturhauptstadtjahr; demzufolge blickt die Welt ab dem 12. Juli verstärkt auf uns – und damit auch auf das Ensemble der Studiobühne, das vom 15. bis 17.7. (je 19.30 h) seine Semesterproduktion (und seinen Beitrag zu RUHR.2010), den „Nibelungen Slam“, präsentiert: Wer kann die schönste Geschichte aus dem Nibelungenlied erzählen? 30 Studierende buhlen in kleinen Ensembles in verschiedenen Szenen um die Gunst des Publikums. Alle haben die gleiche Vorlage: Figuren und Episoden aus der Nibelungensage, den gleichen Fundus an Kostümen, Requisiten und Maske sowie eine maximale Spieldauer ihrer Szene von sieben Minuten. Das Publikum entscheidet über seine Lieblingsszene, die am Ende des Abends wiederholt wird. Eintritt frei.
Abgeschlossen wird das Semester traditionell mit den beiden Präsentationen der Studierenden im Optionalbereich, die jeweils um 12 h mittags und bei freiem Eintritt zeigen, was sie zuvor ein Semester lang bei Profis gelernt haben: Am 20.7. ist das „Hörspiel“ dran (vorgestellt werden Hörspiele, selbst geschrieben und einstudiert) und am 22.7. die „Szenische Lesung“: (Aufführung lyrischer und prosaischer Texte).
Infos: http://www.rub.de/mz-theater, http://sposerver.sportdekanat.rub.de/sportarten/Tanz.
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