Internationalisierung
EDitorial
Wenn in RUBENS über Südafrika berichtet wird, dann ist nicht unbedingt die Fußball-WM im Fokus, sondern eher der Master in Development Management, den die RUB im südafrikanischen Kapstadt an der University of the Western Cape seit einigen Jahren mit großem Erfolg durchführt. Schon häufig waren die internationalen Aktivitäten der RUB ein Thema in RUBENS, ganz gleich, ob diese auf dem Campus oder in der Welt stattfinden. Auf das Erreichte kann die RUB zu Recht stolz sein. Dennoch wird sie ihr Bemühen um stärkere internationale Verankerung und Sichtbarkeit künftig noch steigern: Das Rektorat will noch im laufenden Sommersemester eine umfangreiche Internationalisierungsstrategie verabschieden. Unter Einbeziehung von Ideen aus vielen Gesprächen mit Studierenden, Doktorand/innen, Wissenschaftler/innen und Mitarbeiter/innen der Verwaltung ist ein beeindruckendes Dokument entstanden, das die Zugehörigkeit zur globalen Gemeinschaft aller Forschenden/Lehrenden und Studierenden betont und als ein entschiedenes Bekenntnis zu noch mehr Weltoffenheit verstanden werden will. Internationalisierung soll keinesfalls die Domäne einiger weniger Interessierter sein, sondern sie soll als Querschnittsaufgabe von allen RUB-Mitgliedern in den Handlungsfeldern der Universität – Lehre, Forschung und Verwaltung – intensiv und nachhaltig verankert werden. Dies alles, damit aus dem Campus der RUB tatsächlich ein kulturell weltoffener, kosmopolitischer Ort wird, an dem sich Menschen unterschiedlichster Herkunftskulturen zu Hause fühlen.
Schon jetzt kann die RUB sich mit der Vielfalt ihrer Projekte und Aktivitäten sehen lassen: So ist die RUB im Rahmen der Universitätsallianz Metropole Ruhr mit ihren Partneruniversitäten Dortmund und Duisburg-Essen mit eigenen Auslandsbüros in New York und Moskau präsent, sie führt den Studiengang Development Management in Kapstadt durch und hat gerade den Master in Computational Engineering an die Vietnamesisch-Deutsche Universität nach Ho Chi Minh-City in Vietnam exportiert. Sie ist von Beginn an aktiv beim Akademischen Aufbau Südosteuropa, betreibt seit mehr als zehn Jahren einen Studiengang im Chinesisch-Deutschen Hochschulkolleg an der Tongji-Universität in Shanghai – Aktivitäten, die mit viel Engagement auf hohem Niveau gehalten und weiterentwickelt werden. Gemeinsam mit ihren Partnern hat sie eine Reihe internationaler Studienprogramme implementiert, die in Doppel-Studienabschlüssen münden.
Schon jetzt schicken sich 2.700 ausländische Studierende aus 120 Ländern an, einen Abschluss an der RUB zu erwerben. Zusätzlich kommen jährlich rund 350 internationale Austauschstudierende an die RUB und ebenfalls etwa 350 RUB-Studierende pro Jahr absolvieren einen Studien- oder Praktikumsaufenthalt im Ausland. Knapp 600 ausländische Doktorand/innen qualifizieren sich in Forschungsprojekten weiter, und über 350 Gastwissenschaftler/innen pro Jahr lehren und forschen an der RUB und werden in den jeweiligen Instituten und im Welcome Centre der RUB intensiv betreut.
Lassen Sie uns alle gemeinsam gute Gastgeber sein für die Menschen, die zu uns an die Ruhr-Universität kommen und gute Botschafter der Ruhr-Universität, wenn wir selbst ins Ausland reisen. Was am Ende zählt, ist, dass produktive und kreative Menschen miteinander in Kontakt treten können, gemeinsam arbeiten und forschen, miteinander und voneinander lernen, und gemeinsam Herausragendes leisten.
Monika Sprung, Ulrike Herrlich (International Office) | Themenübersicht

