RUBENS Nr. 143 - 1. Juni 2010
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klasse trotz masse

Die RUB-Germanistik schneidet gut ab im aktuellen CHE-Hochschulranking


Von wegen Massenfächer lassen sich nicht studieren! Trotz knapp 3.000 Eingeschriebener loben die Germanistikstudierenden ihr Studium an der RUB. Im aktuellen CHE-Hochschulranking, das im Mai im ZEIT-Studienführer 2010/11 erschienen ist, liegt der Bochumer Master of Education (MEd) Deutsch – ein Modellversuch in NRW – gleich bei drei von vier studentischen Wertungskriterien in der Spitzengruppe. Auch das Anglistik Lehramt ist bei zwei Kriterien spitze.

Die Studierenden der RUB, die vom CHE nach ihren Studienbedingungen befragt wurden, vergeben im Lehramt Deutsch für „Studiensituation insgesamt”, für „Betreuung” und „Studienorganisation” eine sehr gute Bewertung. Auch das Bachelor-Studium Germanistik erreicht bei „Studiensituation insgesamt” einen Platz in der Spitzengruppe. Der Lehramtsstudiengang Anglistik schneidet sehr gut ab in den Kriterien „Studiensituation insgesamt” und „Studienorganisation”. Der Bachelor-/Masterstudiengang Anglistik/Amerikanistik überzeugt durch seine „internationale Ausrichtung”.

Kaum noch Schwund

Die Bochumer Germanisten freuen sich natürlich, dass sie zur Spitze gehören. „Wir sehen darin die Bestätigung und Anerkennung unserer Bemühungen, die Bologna-Umstellung auf gestufte Bachelor-/Masterstudiengänge zu einer echten Verbesserung des Germanistik- bzw. Deutsch-Studiums genutzt zu haben”, sagt Prof. Carsten Zelle, Geschäftsführender Direktor des Germanistischen Instituts. „Wir haben das Studium fachlich und personell gut und breit aufgestellt.” Auf der Basis einer traditionellen Vollgermanistik gehen Philologie und moderne Kulturwissenschaft in Bochum Hand in Hand. Zelle: „Das flexible Curriculum mit kleinem Pflicht- und großen Wahlpflicht- bzw. Wahlbereichen lehrt, wie man ein konsekutives BA/MA-Studium ohne die viel beklagten Bologna-Verschulungszwänge baut.”
Das Beratungsangebot ist vielfältig: Studienbüro, Fachstudienberater, die Starthilfe für Studienanfänger sprechen für eine studierendenfreundliche Institutsphilosophie. Das Lehrangebot wurde durch studienbeitragsfinanzierte Zusatzlehre erweitert (z.B. durch Lehrkräfte für besondere Aufgaben) und die Berufsorientierung in eigenen Modulen und einer Ringvorlesung verankert. Positiv ist auch die Absolventen-Quote: Der Schwund ist mit acht Prozent im ersten Semester vergleichsweise gering und die Abschlusszahlen in der Regelstudienzeit haben sich gegenüber dem alten Magister praktisch verdoppelt – und das alles, obwohl die Germanistik der RUB mit knapp 3.000 Studierenden ein Massenfach ist. 32 hauptamtlich Lehrende hat das Institut, darunter elf Professor/innen sowie einen Junior-Professor. Die Germanistik hat auch in einer hochschulinternen Evaluation sehr gut abschnitten und gehört zu den sechs „best practice-Studiengängen” unter 49 Bachelor-Studiengängen an der RUB.

 

Ranking
Knapp 300 Unis und Fachhochschulen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden hat das CHE untersucht; befragt werden Studierende und Professoren. Beim CHE-Hochschulranking wird jedes Jahr ein Drittel der Fächer neu bewertet. In den anderen 2010 begutachteten Fächern (Erziehungswissenschaften, Geschichte, Romanistik, Psychologie, Bauingenieurwesen, Maschinenbau sowie Elektrotechnik) liegt die RUB meist im Mittelfeld.
Infos: http://ranking.zeit.de/che2010/de/ bzw. http://www.germanistik.rub.de

jw, ad, Foto: Leitmann, Stadt Bochum | Themenübersicht