Wege des Lebens
Studiobühne im Juni
Nachdem es im April und Mai in der Mehrzahl die üblichen und dem großen Publikumsinteresse geschuldeten Wiederaufnahmen gegeben hat, stehen im Juni drei neue Stücke auf dem Programm des Theaters im Musischen Zentrum. Los geht’s am 5./6.6 (19.30 h) mit „Ways of Life“. Es gibt verschiedene Arten von Liebe. Es gibt verschiedene Arten von Leben. Wenn man glaubt, das Leben und die Liebe kennen zu können, täuscht man sich. Nichts im Leben steht fest. Aufbauend auf diesen Thesen haben Brian Skiba und sein Ensemble das Stück „Ways of Life“ entworfen; es besteht aus Liedern und selbst verfassten Texten. Eintritt 5 bzw. ermäßigt 3 Euro.
Am 19./20.6 (19.30 h) wird „Electronic City“ gezeigt. Das Stück von Falk Richter wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt und zählt zu den meistgespielten Texten der Neuen Dramatik. Für die studentische Truppe Ludentes um Patrizia Schuster ist es nach „Hotel Paraiso“ die zweite Arbeit. Tom und Joy sind auf der Suche nach ihrer Identität, ihrer Heimat, ein wenig Halt in der rasanten Geschäftswelt. Sie versuchen, den Anforderungen stand zu halten, die die Welt an den flexiblen Menschen stellt: er als Manager, sie als Standby-Kraft. Eintritt 6 bzw. ermäßigt 4 Euro.
Am 27.6. (19.30 h) liefert Hye-Young Lee mit „Rigoletto – Ganzes Fragment“ ihr Regiedebüt. In einer Reduktion auf die drei Duette zwischen Rigoletto und Gilda analysiert sie das Verhältnis zwischen einem Vater, der zu viel von seiner Tochter verlangt und sie aufgrund seiner eigenen Furcht vor der Welt einsperrt, und einer Tochter, die sich nach Freiheit und Leben sehnt. Hye-Young liefert damit eine völlig neue Interpretation der Verdi-Oper (Musikalische Leitung: Christian Jeub). Eintritt 6 bzw. ermäßigt 3 Euro.
Infos: http://www.rub.de/mz-theater
Erfolg in Istanbul
Standing Ovations gab es für das Ensemble der Studiobühne im Türkischen Staatstheater. Die Truppe gastierte dort am 8. Mai im Rahmen von Kulturhauptstadt Istanbul 2010 mit „Blaubart – Hoffnung der Frauen“. Nach der Aufführung vor ausverkauftem Haus gab es beim Publikumsgespräch für die Studierenden, die Dea Lohers Stück in ihrer Freizeit mit der Regisseurin Karin Freymeyer erarbeitet haben, durchweg positive Resonanz und Lob – sowohl für die hohe Qualität der schauspielerischen Leistung als auch für die in der Türkei bewunderte Integrationsfähigkeit, die das Ensemble mit Darstellern aus fünf Nationen erbracht hat.
ad, Foto: Studiobühne | Themenübersicht

