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Personalmeldungen
Neu ernannt
Seit Semesterbeginn besetzt Prof. Dr. Achim Lichtenberger die Professur für Klassische Archäologie. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören u.a. griechische und römische Ikonographie; hellenistischer und römischer Vorderer Orient und antike Numismatik. Achim Lichtenberger studierte Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Evangelische Theologie in Münster, Rom und Berlin. Nach seinem Magister in Berlin (1998) war er drei Jahre lang Stipendiat des Graduiertenkollegs „Anatolien und seine Nachbarn“ an der Uni Tübingen, wo er 2001 promoviert wurde. 2001/02 nahm er einen Lehrauftrag am Institut für Klassische Archäologie in Tübingen wahr. 2002-2009 war Lichtenberger Wissenschaftlicher Assistent in Münster – mit einem Intermezzo als Feodor-Lynen-Stipendiat an der University of Cambridge bzw. Visiting Fellow am dortigen Fitzwilliam College (03/04). 2008 habilitierte er sich in Münster und war dort bis zu seinem Ruf an die RUB als Akademischer Oberrat tätig.
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Seit April leitet Prof. Dr. Jacob Joussen den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Deutsches und Europäisches Arbeitsrecht und Sozialrecht. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen verschiedene Aspekte des Arbeitsrechts (darunter Kirchliches Arbeitsrecht), weiterhin Sozialversicherungsrecht (insbesondere Kranken- und Unfallversicherungsrecht, auch mit europäischen Bezügen) sowie Schlichtungs- und Schiedsverfahrensrecht. Jacob Joussen studierte zunächst (1990-93) Latein, Katholische Theologie und Geschichte in Freiburg und Rom, ab 1993 (bis 1997) Rechtswissenschaft in Münster. In den folgenden Jahren widmete er sich seiner Dissertation und leistete sein Rechtsreferendariat am Landgericht Bochum. Nach dem 2. Juristischen Staatsexamen (Oktober 01) war Joussen Wissenschaftlicher Assistent in Münster. Im Juli 2004 wurde ihm dort die venia legendi für die Fächer Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Sozialrecht und Rechtstheorie erteilt. Nach zwei Lehrstuhlvertretungen (Rostock, Jena) wurde er 2006 auf den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Sozialrecht der Uni Jena berufen, wo er bis zu seinem Ruf an die RUB blieb.
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Seit April besetzt Prof. Dr. Katharina Greschat die Professur für Kirchen- und Christentumsgeschichte (Alte Kirche und Mittelalter). Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: frühes Christentum (insbesondere 2. Jahrhundert); Augustin; Gregor der Große; Hieronymus; Märtyrererzählungen; nichtöffentlich-familiale Religiosität in der Spätantike sowie Askese. Katharina Greschat studierte ab 1985 in ihrer Heimatstadt Münster Evangelische Theologie und Geschichte. 1992 legte sie das 1. Staatsexamen für das Lehramt ab, 1994 folgte das 1. Kirchliche Examen der Evangelischen Kirche von Westfalen. Letztlich entschied sich Katharina Greschat gegen eine Laufbahn in der Kirche oder im Schuldienst, sondern für die Wissenschaft. 1999 wurde sie in Münster promoviert, 2004 habilitierte sie sich in Mainz. Es folgten Lehraufträge bzw. Lehrstuhlvertretungen und zuletzt eine Professur für Kirchengeschichte (Alte Kirche und Mittelalter) in Jena, die sie bis zu ihrem Ruf an die RUB innehatte.
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Ebenfalls seit April besetzt Prof. Dr. Evgeny Epelbaum eine W3-Professur am Institut für Theoretische Physik II. Dort dreht sich alles um die kleinsten Bausteine der Materie, z.B. um die Spektroskopie von Hadronen, um starke Wechselwirkung bei niedrigen Energien oder um die Interaktion von Baryonen mit Baryonen bzw. von Baryonen mit Mesonen. Evgeny Epelbaum studierte Physik in St. Petersburg und Bochum. Für sein Diplom (1997) erhielt er ebenso eine Auszeichnung wie für seine Dissertation (2000), jeweils an der RUB. Während seiner Post-Doc-Phase forschte er in Bochum, in Paris und am Forschungszentrum Jülich. 2003 wechselte Epelbaum für drei Jahre als „Nathan Isgur Distinguished Postdoctoral Fellow” ans renommierte Jefferson Laboratory in Virginia. Ab 2006 (und bis zu seinem Ruf nach Bochum) hatte er eine W2-Professur für Theoretische Physik an der Uni Bonn inne. Parallel dazu leitete er eine Helmholtz-Nachwuchsforschergruppe im Forschungsbereich „Struktur der Materie” in Jülich. Die Gruppe wird er noch bis 2011 leiten.
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Die koreanische Soziologin Prof. Dr. Pilwha Chang lehrt im Sommersemester 2010 als Marie-Jahoda-Gastprofessorin an der RUB. Ihre Forschungsarbeiten umfassen das Verhältnis von Gender, Körper und Sexualität, die Pflege von Angehörigen aus alters- und geschlechtssensibler Perspektive sowie die Geschlechterverhältnisse im Bereich der Arbeit. Zusammen mit Prof. Dr. Ilse Lenz (Sozialwissenschaft) veranstaltet sie ab Juni mittwochs das Seminar „Geschlechterpolitik, Frauenbewegungen und Geschlechterforschung”, das sich an Studierende der MA-Studiengänge Gender Studies und Sozialwissenschaft richtet. Darüber hinaus hält Pilwha Chang einen der Hauptvorträge bei der Tagung „Neue Freiheit, neues Glück? Selbstentwürfe und Geschlechterpolitiken in Zeiten des Neoliberalismus” (24./25.6. an der RUB).
Rufe, Ämter, Ehre
Prof. Dr. David Nelting (Romanisches Seminar) hat einen Ruf auf eine Professur für „Romanische Philologie“ an der Uni Mainz erhalten.
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Prof. Dr. Oliver Fahle (Philologie) hat einen Ruf auf eine Professur für „Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Film“ an der Uni Hamburg erhalten.
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Prof. Dr. Mario Rese (Wirtschaftswissenschaft) hat einen Ruf an die European School of Management and Technology in Berlin erhalten.
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Prof. Dr. Stephan Paul (Wirtschaftswissenschaft) wurde vom Europäischen Parlament in das „Commitee on the Financial, Economic and Social Crisis“ berufen. Dort werden Wege zur Bewältigung der Finanzmarktkrise diskutiert.
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Der emeritierte Bochumer Philosophiehistoriker Prof. Dr. Kurt Flasch hat im Mai den Lessing-Preis für Kritik erhalten. Die Jury des mit 20.000 Euro dotierten Preises ehrt damit „einen leidenschaftlichen Denker und eigenwilligen Geist, der die spätantike und mittelalterliche Philosophie für die Gegenwart neu erschlossen hat“. Prof. Flasch war von 1970 bis zu seiner Emeritierung 1995 Universitätsprofessor für Geschichte der Philosophie unter besonderer Berücksichtigung der Philosophie der Antike und des Mittelalters an der RUB. Der Lessing-Preis für Kritik, vergeben alle zwei Jahre von der Lessing-Akademie Wolfenbüttel und der Braunschweigischen Stiftung Nord/LB Öffentliche, wird, analog zur kritischen und risikofreudigen Tätigkeit Lessings, nicht für nur fachspezifische Kritik, sondern für Kritik in einem umfassenderen Sinn verliehen.
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Prof. Dr. Ralf Peter Brinkmann, Fakultät für Elektro- und Informationstechnik, und Prof. Dr. Günther Meschke, Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, sind im Mai als ordentliche Mitglieder in die Akademie der Wissenschaften und der Künste NRW, Klasse für Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften, gewählt worden. Die Akademie fördert den Austausch zwischen Forschern und Institutionen und berät die Landesregierung in Fragen der Forschungsförderung.
Ehrenmitglied
Mitte April fand an der Ruhr-Uni die 250. Sitzung des Arbeitskreises Externe Unternehmensrechnung (AKEU) der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V. (SG) statt. Der 1975 von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Walter Busse von Colbe ins Leben gerufene Arbeitskreis hat die deutsche und europäische Bilanzierungspraxis wesentlich beeinflusst. Auch heute noch verfolgt er das Ziel, die europäische und deutsche Rechnungslegung und damit eine der Säulen der Corporate Governance mit zu gestalten. Auf der Jubiläumssitzung wurde Prof. Busse von Colbe vom SG-Präsidenten Prof. Dr. Theo Siegert (im Bild rechts) für seine herausragenden Verdienste mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. Walter Busse von Colbe hatte über mehr als zwei Jahrzehnte die wissenschaftliche Leitung des AKEU inne und ist nach 35 Jahren weiterhin aktives Mitglied. Darüber hinaus war er in den AK Finanzierungsrechnung und Immaterielle Werte im Rechnungswesen sowie im Präsidium der Gesellschaft aktiv. Er ist derzeit das einzige Ehrenmitglied der Schmalenbach-Gesellschaft.
Prof. Busse von Colbe war einer der ersten Hochschullehrer der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der RUB, er hat über 20 Jahre den Lehrstuhl für Theoretische Betriebswirtschaftslehre geleitet und dabei die wissenschaftliche Diskussion um die Konzernrechnungslegung und Unternehmensbewertung maßgeblich geprägt.
Die Schmalenbach-Gesellschaft fördert seit über 75 Jahren den Dialog zwischen betriebswirtschaftlicher Forschung und Unternehmenspraxis und geht auf einen der bedeutendsten deutschen Betriebswirte, Prof. Eugen Schmalenbach, zurück.
Finale
Dank zweier Siege gegen Münster und Titelverteidiger Köln konnten die Basketballerinnen der RUB Mitte Mai die NRW-Vorrunde für sich entscheiden. Nun geht’s am letzten Juniwochenende nach Hamburg, wo die Endrunde der Deutschen Hochschulmeisterschaft steigt. Also: Daumen drücken! ad
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