RUBENS Nr. 142 - 1. Mai 2010
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2010 im UV-Foyer

Cafe Ole ist Designkiosk

Bisweilen wird das Kulturhauptstadtjahr noch nicht automatisch sichtbar, gerade in Bochum nicht. Dabei ist RUHR.2010 manchmal näher, als man denkt. Wer ab Mai ins Foyer des Verwaltungsgebäudes (UV) kommt, ist praktisch schon mittendrin, denn das Café Olé im Foyer ist ein sog. Designkiosk. 30 typische Kioske im gesamten Ruhrgebiet wurden ausgewählt und dürfen nun dieses Label tragen. Parallel dazu wurden 30 europäische Designer eingeladen, im Ruhrgebiet Design zu zeigen, das sich in der Wertschätzung qualitativ guter, handwerklicher Arbeit auszeichnet.

30 hier, 30 dort – der Rest ergibt sich fast von selbst: In jedem Designkiosk zeigt ein Designer seine Arbeit. Im Café Olé ist es die Hagener Goldschmiedin Ursula Achten. Sie arbeitet seit vielen Jahren mit dem Schwerpunkt „Schmuck aus Papier”. Fürs Kulturhauptstadtjahr-Projekt DESIGNKIOSK RUHR.2010 hat sie erstmals Kohle als Werkstoff genutzt. Entstanden ist eine Serie von Objekten und Schmuck aus Eierkohle und Kohlenstaub. Im Café Olé zu sehen ist ab 3. Mai eine vergoldete Eierkohle, die zu einem Schmuckanhänger umgearbeitet wurde. Kohlenstaub, zur Eierkohle gepresst, teils vergoldet, gegen Abrieb versiegelt, am Lederband um den Hals tragbar: Das ist echter Ruhrgebietsschmuck – und für 19,90 Euro zu erwerben. Wer alle 30 Designobjekte sehen will, muss entweder quer durchs Ruhrgebiet reisen oder die Webseite http://www.designkiosk-ruhr.de anwählen.

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