Kunst im Mai
Studiobühne und Musik
Auf die Wiederaufnahme der Produktion des Studiobühnenensembles („Blaubart – Hoffnung der Frauen“, 1./2. Mai) haben wir ja schon in der Aprilausgabe hingewiesen. Was wir noch nicht erwähnt haben: Mit dem Stück war bzw. ist das Ensemble auf mehrere Theaterfestivals eingeladen: „Nach unserem Aufritt im März in Liège beim 27. Rencontres Internationales de Théâtre haben wir Einladungen zu etlichen weiteren Universitäts-Theaterfestivals bekommen, die wir gar nicht alle annehmen können“, erklärt Studiobühnen-Leiterin Karin Freymeyer. „Wir werden aber zumindest versuchen, der Einladung nach Bratislava nachzukommen, zum sehr renommierten Internationalen Treffen der Schauspielschulen und Theaterakademien vom 18. bis 23. Juni.“ Schon vorher fest stand das Gastspiel im Mai beim Turkish Universities Theatre Festival in Istanbul. Das ist jedoch etwas sehr Besonderes. Schließlich ist Istanbul in diesem Jahr ebenfalls Europäische Kulturhauptstadt; darüber hinaus ist die Studiobühne der RUB das einzige deutsche Ensemble bei diesem hochkarätigen Festival, das zu den offiziellen Istanbuler Kulturhauptstadtbeiträgen gehört.
Eine weitere Wiederaufnahme im Musischen Zentrum steht für den 8./9. Mai (19.30 h) an: The EDNA’s zeigen erneut ihr Stück „Attempts on her Life“ von Martin Crimp (auf Englisch). In 17 Annäherungen an die Person Anne setzt Crimp aus einer Abfolge vager Spuren, widersprüchlicher Infos aus zweiter Hand und Fragmenten menschlicher Identität das Porträt einer Frau zusammen. Eintritt: 5 bzw. ermäßigt 3 Euro.
Am Germanistischen Institut hat sich eine neue Schauspieltruppe gebildet. Unter Leitung von Matthias Böttger hat sie Bertolt Brechts Klassiker „Der gute Mensch von Sezuan“ in die heutige Zeit transportiert: Drei Götter möchten Menschen finden, die gut sind und zugleich ein gutes Leben führen. Fündig werden sie in Sezuan. Die selbstlose Shen Te scheint der Beweis dafür zu sein, dass die Welt nicht verändert werden muss. Als Shen Te allerdings von den Göttern ein Startkapital für ein besseres Leben erhält, erfährt sie, dass sich Güte und eigenes Glück nur schwer vereinen lassen. Das Stück wird am 15./16. Mai (19.30 h) im MZ aufgeführt; Eintritt: 7 bzw. ermäßigt 4 Euro.
Ausschließlich am 21. Mai (19.30 h) ist die „Gorki Revue“ zu sehen: Die Schauspielertruppe des Lotman-Instituts setzt sich darin mit dem russischen Schriftsteller Maxim Gorki und seinen Kritikern auseinander. Die Revue ist eine szenische Annäherung, die Gorkis Persönlichkeit und sein bewegtes Leben in sechs Zeitbildern multimedial erschließt; Eintritt frei.
Infos: http://www.rub.de/mz-theater
Im Mittelpunkt der musikalischen Aktivitäten des Musischen Zentrums steht im Mai zum einen die Klais-Orgel im Audimax. In der Orgelkonzertreihe „Klangwelten“ spielt Florian Wilkes dort Orgelsonaten von Felix Mendelssohn (2.5., 20 h). Eine Woche später (9.5., 19.30 h) findet im Audimax das Abschlusskonzert der „Bochumer Orgeltage“ statt – in Kooperation mit „Klangwelten“; an der Orgel spielt diesmal Giampalo Di Rosa. Am 3. und am 17. Mai (je 13.15 h) schließlich lädt der MZ-Bereich alle Mitglieder der RUB zur traditionellen Lunchtime Orgel: 30 Minuten Orgelmusik zur Mittagszeit, vor oder nach der Mensa, im Semester fast jeden Montag, der Eintritt ist frei.
Zweiter Höhepunkt im Mai ist ein zum Kulturhauptstadtjahr gehörendes Konzert: Gemeinsam mit dem Dortmunder Orpheus-Ensemble, das auf alte Instrumente spezialisiert ist, und verstärkt durch Solist/innen, führt das Collegium vocale Bochum die „Marien-Vesper“ auf. Anlass ist der 400. Geburtstag des kirchlichen Hauptwerkes von Claudio Monteverdi. Unter Leitung von Universitätsmusikdirektor Dr. Hans Jaskulsky wird die „Marien-Vesper“ am 15. Mai (20 h) im Audimax aufgeführt, einen Tag später (20 h) wird das Konzert in der Marienkirche in der Dortmunder Innenstadt wiederholt, der Eintritt ist jeweils frei.
Infos: http://www.rub.de/mz-musik
ad, Foto: Karsten Mark | Themenübersicht

