RUBENS Nr. 141 - 1. April 2010
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Mut zur eigenen Firma

Gründercampus Ruhr für Bochum und seine Hochschulen

Neue Firmen bringen neue Arbeitsplätze, kurbeln die regionale Wirtschaft an, und die Stadt Bochum bekommt ein paar zusätzliche Einnahmen. Vorteile über Vorteile. Am besten ist es, zukünftige Unternehmer möglichst früh zu unterstützen. In Bochum und an seinen Hochschulen gibt es einige Institutionen, die sich genau darum kümmern. Mit dem Zusammenschluss zum „Gründercampus Ruhr” ziehen seit kurzem alle an einem Strang. Er ist ein Projekt der RUB-Transfergesellschaft rubitec und der IHK Bochum. Beteiligt sind die RUB, die Hochschule Bochum, die Bochumer Wirtschaftsförderung und die Technologie- und Gründerzentren-Betriebsgesellschaft Ruhr GmbH.

Der Gründercampus soll das Potenzial der Bochumer Hochschulen besser nutzen und den Transfer von Forschungs- und Entwicklungs-Ergebnissen in die Praxis stärken. „Ich gehe davon aus, dass das Potenzial, das an Lehrstühlen schlummert und teilweise in Diplom-/Masterarbeiten und Dissertationen steckt, geweckt wird und wir Mut machen, diesen Vorrat für innovative Gründungen zu nutzen”, hofft Christiane Jonietz von rubitec. Derzeit entstehen aus den Bochumer Hochschulen pro Jahr 5-10 Technologie- und Wissensbasierte Unternehmen. „Vom Gründercampus Ruhr erwarte ich einen weiteren Anstieg”, sagt rubitec-Geschäftsführer Dr. Karl Grosse. So sollen bis Ende 2012 zusätzlich 12-20 Gründungen pro Jahr mit 120-150 Arbeitsplätzen initiiert werden. Aktivitäten wie Ideen- und Businessplan-Wettbewerbe (s. S. 5), Junior-Firmen sowie ein intensives Beratungs- und Coaching-Angebot unter Einbindung von Alumni, Unternehmen und IHK-Seniorexperten sollen das Gründungsinteresse nachhaltig stärken.

Orientierungspunkte des Gründercampus Ruhr sollen künftig eine zentrale Beratungsstelle an der RUB und ein Infopoint an der Hochschule sein. Hinzu kommen soll eine Beratungsstelle von Starter Center Bochum und rubitec an der RUB. Die Zusammenarbeit mit IHK und Wirtschaftsförderung stellt den Kontakt zur regionalen Wirtschaft und zu Beratungs- und Unterstützungsleistungen sicher. Daneben ist durch die Einbindung der regionalen Technologie- und Gründerzentren sowohl die Unterstützung in Ansiedlungsfragen als auch eine Begleitung junger Unternehmen nach der Gründung sichergestellt.

ruhr@venture 2010
Wer erfolgreich ein Unternehmen gründen will, braucht neben einer guten Idee einen Geschäftsplan. Hier setzt der Gründercampus Ruhr mit dem Businessplan-Wettbewerb „ruhr@venture 2010” an. Er richtet sich an Studierende und Mitarbeiter von RUB und Hochschule Bochum und wird von der IHK Bochum gesponsert. Bis zum 31. August helfen Experten den Gründern von morgen, einen detaillierten Geschäftsplan für den Start des eigenen Unternehmens zu erstellen. Den Siegern winken Preise im Gesamtwert von 17.500 Euro; die Verleihung ist im November.

Der Wettbewerb setzt voraus, dass die Teilnehmer eine zukunftsfähige und pfiffige Idee haben, die fachlich etwas mit ihrem Studium oder ihrer Arbeit an der Hochschule zu tun hat. Die Idee können sie von Fachleuten im Geschäftsideen-Check auf Herz und Nieren prüfen lassen. Die Teilnehmer erhalten zudem einen Leitfaden zur Erstellung eines Businessplans und werden im Wettbewerb durch ein Beratungs- und Seminarangebot unterstützt. Infos: Der Wettbewerb beginnt am 12. April (14 h, Veranstaltungszentrum, Saal 1). http://www.rub.de/rubitec

Preise
Wie sieht der Energiemix von Morgen aus? Wer trägt Verantwortung für die Energie der Zukunft? Wie werden wir mit unseren Ressourcen umgehen? Im Wissenschaftsjahr 2010 – Die Zukunft der Energie – sucht der Wettbewerb „Energie für Ideen” originelle Konzepte von Studierenden, die Kindern und Jugendlichen die Aufgaben der Energieforschung vermitteln. Die 15 besten Ideen werden prämiert und erhalten je 10.000 Euro für die Umsetzung. Einsendeschluss ist der 23. April. Infos: http://www.energie-fuer-ideen.de.

Die Hanns-Lilje-Stiftung schreibt erstmals den „Stiftungspreis Freiheit und Verantwortung” im Bereich Wissenschaft, Technik und Wirtschaft aus. Er wird in zwei Kategorien (je 10.000 Euro) vergeben: ein Wissenschaftspreis für herausragende wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten (Hochschulabschluss, Promotion, Habilitation) sowie ein Initiativpreis für herausragende zukunftsorientierte Projekte und Initiativen. Einsendeschluss: 1. Dezember. Infos: http://www.hanns-lilje-stiftung.de.

 

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