5 Türme des Wissens
Ausstellung in der UB zur Geschichte Afghanistans
Mit einer großen Ausstellung zur Geschichte und
nationalen Identität Afghanistans wartet die Universitätsbibliothek
(UB) auf. Zur Eröffnung am 26. Februar vor 120 geladenen
Gäste aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft
werden u.a. NRW-Innovationsminister Prof. Dr. Andreas
Durch die Wirren der vergangenen 30 Jahre, durch Zerstörungen,
Plünderungen und Flucht ins Exil ging insbesondere
bei der jungen Generation der afghanischen Bevölkerung
das Wissen um die Geschichte und die Entwicklung Afghanistans
weitgehend verloren. Anderseits zeigen die zahlreichen
historischen Publikationen, die in den letzten Jahren
erschienen sind und die Faszination, die von alten Fotos
ausgeht, dass ein breites Interesse an Kenntnissen über
die nationale Identität besteht.
Hieraus entstand die Idee zu „Türme des Wissens“.
Die transportable Ausstellung mit Bilddokumenten über
die Entwicklung Afghanistans wurde zur Zirkulation in
afghanischen Bildungseinrichtungen (Universitäten,
Knaben- und Mädchen-Oberschulen, Bezirksschulen etc.)
entwickelt und aus Mitteln des Auswärtigen Amtes
der Bundesrepublik (Deutsche Botschaft Kabul) sowie des
Schweizer Eidgenössischen Departements für auswärtige
Angelegenheiten gefördert. Deshalb ist die mehrfach
kopierte Ausstellung nicht nur an mehreren tausend Orten
in Afghanistan zu sehen, sondern auch in Bochum. Schließlich
soll sie nicht nur der Stärkung der nationalen Identität
Afghanistans dienen, sondern darüber hinaus zur Festigung
der traditionellen Freundschaft zum deutschen Sprachraum.
Land alter Kultur
Turm 1 der Ausstellung befasst sich mit der Staatsgründung
und mit den anglo-afghanischen Kriegen und deckt die
Zeit von 1748 bis 1880 ab. Turm 2 zeigt das gottgegebene
Königreich Afghanistan als Pufferstaat zwischen
England und Russland (1880–1919); in diese Epoche
fällt auch der Beginn der deutsch-afghanischen
Freundschaft. Turm 3 begleitet den Aufbruch in die Unabhängigkeit
und Modernisierung (1919–1933). Beispielsweise
kamen in diesen Jahren zahlreiche deutschsprachige Ingenieure,
Forscher und Ärzte nach Afghanistan. Turm 4 widmet
sich der behutsamen Öffnung Afghanistans zum Westen
und seinem Eintritt in die Weltpolitik (1933–1973).
Dabei geht es z.B. um Afghanistans Rolle im 2. Weltkrieg,
um den Ausbau der Freundschaft zum deutschen Sprachraum,
um die Blockfreiheit im Kalten Krieg oder Demokratisierung
und Wahlen. Im Mittelpunkt von Turm 5 schließlich
steht Afghanistan als ein Land alter Kultur.
Info: „Türme des Wissens
– Ausstellung zur Geschichte und nationalen Identität
Afghanistans“, Universitätsbibliothek, 26.2.-9.5.2010;
Eintritt frei. Eröffnung am 26.2., 15.15 h; der
Eröffnung vorgeschaltet (14.15 h) ist die Graduiertenfeier
des Masterstudiengangs „Management & Economics“
des Instituts für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik
der RUB (IEE). Das IEE ist in Kooperation mit der Universitätsbibliothek
zugleich auch verantwortlich für die Ausstellung,
die mit Mitteln des Rektorats gefördert wird. Mehr
unter http://www.ub.rub.de/DigiBib/Aktuelles/afghanistan.html.
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