Meldungen
Nachrichten vom RUB-Campus
Katalog
Mit großem Erfolg lief im letzten Jahr in Situation
Kunst die Ausstellungsreihe „Positionen der modernen
Fotografie”. Nun ist der dazugehörige Katalog
erschienen. Das Projekt, das zwischen April und Oktober
2009 in vier Einzelausstellungen Werke von André
Kertész, Florence Henri, Emmanuel Sougez, Ruth
Hallensleben, Albert Renger-Patzsch und Rudolf Holtappel
präsentierte, wurde mit fortgeschrittenen Studierenden
und Doktorandinnen des Kunstgeschichtlichen Instituts
entwickelt. Maria Schulte, Carina Berndt, Eva Wruck,
Claudia Rinke und Annika Wienert haben ausgewählte
Positionen der modernen Fotografie in allen Schritten
der Ausstellung mit begleitet und Texte geschrieben,
die nun im Katalog nachzulesen sind. Die Publikation
wurde mit freundlicher Unterstützung des Vereins
der Freunde und Förderer der Kunstsammlungen des
Kunstgeschichtlichen Instituts in der Ruhr-Universität
Bochum „Situation Kunst Haus Weitmar” realisiert.
Info: „Positionen der modernen
Fotografie”, mit einem einführenden Text
von Herbert Molderings, Hrsg.: Silke von Berswordt-Wallrabe
und Friederike Wappler, 214 Seiten, 96 Abbildungen,
Bochum 2009, ISBN 978-3-941778-00-9. Das Buch ist bei
Situation Kunst (info@situation-kunst.de)
für 18 Euro zzgl. Versand erhältlich. Studierende
und Mitglieder des Fördervereins können das
Buch für 12,50 Euro erwerben.
Inszenierte Metropole
Zum Jahreswechsel ist das Theaterjahrbuch „Schauplatz
Ruhr 2009” erschienen, das Studierende und Lehrende
der Bochumer Theaterwissenschaft zusammen verfasst haben.
Herausgeber sind die RUB-Theaterwissenschaftler Prof.
Dr. Guido Hiß und PD Dr. Monika Woitas. Das Buch
begleitet die Vielfalt des Theaters im Ruhrgebiet ebenso
kontinuierlich wie kritisch. Schwerpunkt ist das gerade
angelaufene Kulturhauptstadtjahr. Das reich illustrierte
Jahrbuch im Magazinformat liegt dem Fachjournal „Theater
der Zeit” bei und ist darüber hinaus im Buchhandel
erhältlich.
150 Projekte, 1.500 Einzelveranstaltungen: RUHR.2010
soll weltweit ausstrahlen. Als Ereignis von überragender
kultureller Bedeutung für die Region soll es ein
Meilenstein werden in der Entwicklung des Ruhrgebiets
zu einer „Metropole Ruhr”. Unter dem Titel
„Inszenierung einer Metropole” beleuchten
die Autorinnen und Autoren die Kultur- und Theaterszene
– von Einzelprojekten (René Polleschs Ruhrtrilogie)
über die Kooperation von sechs Schauspielhäusern
(Odyssee Europa) bis hin zu kooperativ integrierten
Festivals (Theater der Welt).
Das Jahrbuch berichtet zudem über die vielschichtige
Tanzlandschaft an der Ruhr, über ausgewählte
Festivals, die Ruhr-Triennale unter neuer Intendanz,
die Mülheimer Stücke, die Duisburger Akzente
sowie über das Theaterfest „K15”, mit
dem sich das Bochumer Schauspielhaus im Sommer 2009
auf die Suche nach dem Theater der Gegenwart begab.
Die Autor/innen erinnern an „Heiner Müller
an der Ruhr” und beschäftigen sich unter
dem Stichwort „Stadtlandschaften” mit performativen
Projekten, die auf besondere Weise vom urbanen Umfeld
inspiriert sind oder darauf zurückwirken wollen.
Die sog. Chronik schließlich informiert über
ausgewählte Inszenierungen der zurückliegenden
Spielzeit.
Info: Schauplatz Ruhr 2009, Jahrbuch
zum Theater im Ruhrgebiet, Verlag Theater der Zeit,
112 Seiten, 10 Euro, ISBN 978-3-940737-56-4
Studiobühne: Alles auf
A
Der Theatermonat im Musischen Zentrum beginnt am 2.
Februar mit einer Doppelveranstaltung. Mittags um zwölf
geht’s mit los mit dem Dauerbrenner „Hörspiel“:
Verschiedene Hörspiele, geschrieben und einstudiert
von Studierenden im Optionalbereich, werden vorgestellt.
Um 18 h folgt mit „Lesung“ der nächste
stetig wiederkehrende Programmpunkt: Regelmäßig
wird im MZ-Theaterbereich zusätzlich zur Produktion
von Stücken eifrig gelesen. Dabei geht es um brandneue
dramaturgische Werke, die zusammen mit dem Institut
für Theaterwissenschaft erarbeitet werden; sie
werden in einer szenischen Lesung vorgestellt; Eintritt
zu beiden Terminen frei.
Nach „Masters of the University“ (2009)
wird am 6./7.2. die nächste 80er-Serie vom Theater
Phalanx parodiert: Im Stück „The A-Team Begins“gibt
es ein Wiedersehen mit großen Helden, alten Freunden,
bösen Bösewichten, verblödeten Polizisten
und dem Militär. Von der Anfangszeit des A-Teams
in der Hölle Vietnams bis zum Showdown in der sengenden
Hitze des US-Südstaaten-Kaffs Paradise Valley wird
eine Mischung aus Spaß, Verrat, Liebe, Rache,
Gewalt, beißender Sozialkritik und grenzdebilem
Schwachsinn geboten. Eintritt: 5 bzw. ermäßigt
3 Euro.
Am 10.2. folgt der nächste Dauerbrenner der Studiobühne:
„Stimme präsentieren“: Studierende
erforschen unter professioneller Leitung (Susanne Weins)
ihre Klangfarbe und Dynamik beim Sprechen. Die Ergebnisse
präsentieren sie in einer Aufführung lyrischer
und prosaischer Texte, Eintritt frei.
Abgeschlossen wird der Monat am 20./21.2. durch die
Gruppe „undsoweiter“ Unter Leitung von Matthias
van den Höfel präsentiert sie ihre dritte
Inszenierung. Diesmal haben sich die Studenten das Stück
„Sechs Personen suchen einen Autor“ von
Luigi Pirandello ausgesucht. Eine Theatergruppe probt
für ein neues Stück. Auf einmal erscheinen
sechs merkwürdige Personen. Sie behaupten, Bühnenfiguren
zu sein und der Fantasie eines Autors zu entstammen.
Dieser hätte sich aber, trotz all ihrer Bemühungen,
geweigert, ihre Geschichte zu Ende zu schreiben. So
haben sie sich nun auf den Weg gemacht, einen anderen
Autor zu suchen; Eintritt: 5 bzw. ermäßigt
3 Euro.
Info: http://www.rub.de/mz-theater
Chorkonzert im Audimax
Seit mehr als 30 Jahren wirkt Hans Jaskulsky als Universitätsmusikdirektor
an der Ruhr-Uni. Unter seiner künstlerischen Leitung
hat sich der Bereich Musik des Musischen Zentrums als
bedeutender kultureller Träger der Universität,
der Stadt und der Region etabliert.
Am 4. Februar (20 h) dirigiert Jaskulsky im Audimax
der RUB das nächste Chorkonzert – traditionell
wird es im Wintersemester vom Universitätschor
und den Bochumer Symphonikern gestaltet. Das Hauptwerk
des Programms ist die Messe in Es-Dur von Franz Schubert.
Das Werk entstand in Schuberts Todesjahr 1828 und stellt
ein ganz persönliches Glaubens-Bekenntnis des Komponisten
dar. Umfang, Besetzung und technischer Anspruch an Sänger
und Instrumentalisten lösen die Messe aus der gottesdienstlichen
Verwendbarkeit und schaffen die neue Gattung der Konzertmesse.
Hans Jaskulsky ist diesem Werk in besonderer Weise verbunden
– promovierte er doch seinerzeit über dieses
Thema. Sein 1986 veröffentlichtes Buch über
die „Lateinischen Messen Franz Schuberts”
zählt nach wie vor zu den Standardwerken.
Zu Beginn des Konzertes ist das „Requiem für
Mignon” von Robert Schumann zu hören –
die Vertonung eines Textes aus Goethes Bildungsroman
„Wilhelm Meister”. Das Stück gehört
zu den Raritäten im Konzertrepertoire. Außerdem
wird Franz Schuberts h-Moll-Symphonie, die sog. „Unvollendete”
aufgeführt. Der englische Musikwissenschaftler
Brian Newbould ergänzte aus Schuberts Kompositionsskizzen
ein Scherzo, das in der Aufführung zwischen die
beiden bekannten Sätze eingeschoben wird. Als Solisten
wirken mit: Anneli Pfeffer, Mechthild Jaskulsky (Sopran),
Susanne Schlegel, Ulrike Sahm (Alt), Thomas Heyer, Thomas
Ströckens (Tenor) und Jens Hamann (Bass). Karten
(15/ermäßigt 7,50 Euro) sind im Vorverkauf
am Schauspielhaus Bochum (Tel. 0234/3333-5555) und an
der Abendkasse erhältlich.
AKS tagt
Qualitätsmanagement in der Fremdsprachenausbildung
ist Thema der 26. Arbeitstagung des Arbeitskreises der
Sprachenzentren, Sprachlehrinstitute und Fremdspracheninstitute
(AKS), die vom 25. bis 27. Februar an der RUB stattfindet.
Vertreter deutscher, österreichischer und schweizerischer
Hochschulen diskutieren ihre unterschiedlichen Ansätze
und entwickeln gemeinsam konkrete Vorstellungen qualitätssichernder
Maßnahmen für ihre Arbeit. Die Tagung findet
im 40. Jubiläumsjahr der Organisation wieder an
ihrem Gründungsort in Bochum statt. Anmeldungen
sind bis 5. Februar online möglich (http://dbs-win.rub.de/aks/anmeldung.php).
Meet The Female Faculty: Spielregeln
des Erfolgs
In deutschen Universitäten streben Wissenschaftlerinnen
immer stärker in Führungspositionen. Mit den
subtilen Spielregeln, die sie auf dem Weg nach oben
beherrschen sollten, beschäftigte sich die Veranstaltung
„Meet The Female Faculty” im Januar 2010.
Welche Strategien führen eigentlich in Meetings
oder auf Konferenzen zum Erfolg? Warum kann es gelegentlich
von Vorteil sein, die Ergebnisse des letzten Bundesliga-Spieltages
zu kennen? Dazu hatten die Veranstalterinnen –
die Stabsstelle IFB und das Gleichstellungsbüro
– in diesem Jahr die Management-Trainerin Marion
Knaths eingeladen, die vor über 100 Wissenschaftlerinnen
der RUB einen inspirierenden Vortrag hielt.
In fünf Kaminrunden hatten Nachwuchswissenschaftlerinnen
schließlich die Gelegenheit, mit Professorinnen
und Professoren sowie Experten aus der Verwaltung der
RUB über Themen rund um die wissenschaftliche Karriere
zu diskutieren. Welche Bedeutung hat etwa die Einwerbung
von Drittmitteln für den Aufbau einer wissenschaftlichen
Karriere, was sollte schon bei der Konzeption eines
Antrages bedacht werden, wie lassen sich Wissenschaft
und Privatleben – mit und ohne Kinder –
vereinbaren und wie schafft man den Schritt von der
Juniorprofessur zur Professur?
Wie schon 2009 stand Meet the Female Faculty erneut
unter Schirmherrschaft des Rektorats. Prof. Dr. Uta
Wilkens, Prorektorin für Lehre, Weiterbildung und
Medien, erläuterte, welch hohe Relevanz die Förderung
von Wissenschaftlerinnen in der nächsten Runde
der Exzellenzinitiative einnehmen wird und welchen Beitrag
die RUB zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
künftig leisten wird. Dies eröffnet Nachwuchswissenschaftlerinnen
neue Perspektiven für eine Karriere in Forschung
und Lehre.
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