RUBENS Nr. 140 - 1. Februar 2010
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Nachrichten vom RUB-Campus

Katalog
Mit großem Erfolg lief im letzten Jahr in Situation Kunst die Ausstellungsreihe „Positionen der modernen Fotografie”. Nun ist der dazugehörige Katalog erschienen. Das Projekt, das zwischen April und Oktober 2009 in vier Einzelausstellungen Werke von André Kertész, Florence Henri, Emmanuel Sougez, Ruth Hallensleben, Albert Renger-Patzsch und Rudolf Holtappel präsentierte, wurde mit fortgeschrittenen Studierenden und Doktorandinnen des Kunstgeschichtlichen Instituts entwickelt. Maria Schulte, Carina Berndt, Eva Wruck, Claudia Rinke und Annika Wienert haben ausgewählte Positionen der modernen Fotografie in allen Schritten der Ausstellung mit begleitet und Texte geschrieben, die nun im Katalog nachzulesen sind. Die Publikation wurde mit freundlicher Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer der Kunstsammlungen des Kunstgeschichtlichen Instituts in der Ruhr-Universität Bochum „Situation Kunst Haus Weitmar” realisiert.
Info: „Positionen der modernen Fotografie”, mit einem einführenden Text von Herbert Molderings, Hrsg.: Silke von Berswordt-Wallrabe und Friederike Wappler, 214 Seiten, 96 Abbildungen, Bochum 2009, ISBN 978-3-941778-00-9. Das Buch ist bei Situation Kunst (info@situation-kunst.de) für 18 Euro zzgl. Versand erhältlich. Studierende und Mitglieder des Fördervereins können das Buch für 12,50 Euro erwerben.


Inszenierte Metropole
Zum Jahreswechsel ist das Theaterjahrbuch „Schauplatz Ruhr 2009” erschienen, das Studierende und Lehrende der Bochumer Theaterwissenschaft zusammen verfasst haben. Herausgeber sind die RUB-Theaterwissenschaftler Prof. Dr. Guido Hiß und PD Dr. Monika Woitas. Das Buch begleitet die Vielfalt des Theaters im Ruhrgebiet ebenso kontinuierlich wie kritisch. Schwerpunkt ist das gerade angelaufene Kulturhauptstadtjahr. Das reich illustrierte Jahrbuch im Magazinformat liegt dem Fachjournal „Theater der Zeit” bei und ist darüber hinaus im Buchhandel erhältlich.
150 Projekte, 1.500 Einzelveranstaltungen: RUHR.2010 soll weltweit ausstrahlen. Als Ereignis von überragender kultureller Bedeutung für die Region soll es ein Meilenstein werden in der Entwicklung des Ruhrgebiets zu einer „Metropole Ruhr”. Unter dem Titel „Inszenierung einer Metropole” beleuchten die Autorinnen und Autoren die Kultur- und Theaterszene – von Einzelprojekten (René Polleschs Ruhrtrilogie) über die Kooperation von sechs Schauspielhäusern (Odyssee Europa) bis hin zu kooperativ integrierten Festivals (Theater der Welt).
Das Jahrbuch berichtet zudem über die vielschichtige Tanzlandschaft an der Ruhr, über ausgewählte Festivals, die Ruhr-Triennale unter neuer Intendanz, die Mülheimer Stücke, die Duisburger Akzente sowie über das Theaterfest „K15”, mit dem sich das Bochumer Schauspielhaus im Sommer 2009 auf die Suche nach dem Theater der Gegenwart begab. Die Autor/innen erinnern an „Heiner Müller an der Ruhr” und beschäftigen sich unter dem Stichwort „Stadtlandschaften” mit performativen Projekten, die auf besondere Weise vom urbanen Umfeld inspiriert sind oder darauf zurückwirken wollen. Die sog. Chronik schließlich informiert über ausgewählte Inszenierungen der zurückliegenden Spielzeit.
Info: Schauplatz Ruhr 2009, Jahrbuch zum Theater im Ruhrgebiet, Verlag Theater der Zeit, 112 Seiten, 10 Euro, ISBN 978-3-940737-56-4

Studiobühne: Alles auf A
Der Theatermonat im Musischen Zentrum beginnt am 2. Februar mit einer Doppelveranstaltung. Mittags um zwölf geht’s mit los mit dem Dauerbrenner „Hörspiel“: Verschiedene Hörspiele, geschrieben und einstudiert von Studierenden im Optionalbereich, werden vorgestellt. Um 18 h folgt mit „Lesung“ der nächste stetig wiederkehrende Programmpunkt: Regelmäßig wird im MZ-Theaterbereich zusätzlich zur Produktion von Stücken eifrig gelesen. Dabei geht es um brandneue dramaturgische Werke, die zusammen mit dem Institut für Theaterwissenschaft erarbeitet werden; sie werden in einer szenischen Lesung vorgestellt; Eintritt zu beiden Terminen frei.
Nach „Masters of the University“ (2009) wird am 6./7.2. die nächste 80er-Serie vom Theater Phalanx parodiert: Im Stück „The A-Team Begins“gibt es ein Wiedersehen mit großen Helden, alten Freunden, bösen Bösewichten, verblödeten Polizisten und dem Militär. Von der Anfangszeit des A-Teams in der Hölle Vietnams bis zum Showdown in der sengenden Hitze des US-Südstaaten-Kaffs Paradise Valley wird eine Mischung aus Spaß, Verrat, Liebe, Rache, Gewalt, beißender Sozialkritik und grenzdebilem Schwachsinn geboten. Eintritt: 5 bzw. ermäßigt 3 Euro.
Am 10.2. folgt der nächste Dauerbrenner der Studiobühne: „Stimme präsentieren“: Studierende erforschen unter professioneller Leitung (Susanne Weins) ihre Klangfarbe und Dynamik beim Sprechen. Die Ergebnisse präsentieren sie in einer Aufführung lyrischer und prosaischer Texte, Eintritt frei.
Abgeschlossen wird der Monat am 20./21.2. durch die Gruppe „undsoweiter“ Unter Leitung von Matthias van den Höfel präsentiert sie ihre dritte Inszenierung. Diesmal haben sich die Studenten das Stück „Sechs Personen suchen einen Autor“ von Luigi Pirandello ausgesucht. Eine Theatergruppe probt für ein neues Stück. Auf einmal erscheinen sechs merkwürdige Personen. Sie behaupten, Bühnenfiguren zu sein und der Fantasie eines Autors zu entstammen. Dieser hätte sich aber, trotz all ihrer Bemühungen, geweigert, ihre Geschichte zu Ende zu schreiben. So haben sie sich nun auf den Weg gemacht, einen anderen Autor zu suchen; Eintritt: 5 bzw. ermäßigt 3 Euro.
Info: http://www.rub.de/mz-theater

Chorkonzert im Audimax
Seit mehr als 30 Jahren wirkt Hans Jaskulsky als Universitätsmusikdirektor an der Ruhr-Uni. Unter seiner künstlerischen Leitung hat sich der Bereich Musik des Musischen Zentrums als bedeutender kultureller Träger der Universität, der Stadt und der Region etabliert.
Am 4. Februar (20 h) dirigiert Jaskulsky im Audimax der RUB das nächste Chorkonzert – traditionell wird es im Wintersemester vom Universitätschor und den Bochumer Symphonikern gestaltet. Das Hauptwerk des Programms ist die Messe in Es-Dur von Franz Schubert. Das Werk entstand in Schuberts Todesjahr 1828 und stellt ein ganz persönliches Glaubens-Bekenntnis des Komponisten dar. Umfang, Besetzung und technischer Anspruch an Sänger und Instrumentalisten lösen die Messe aus der gottesdienstlichen Verwendbarkeit und schaffen die neue Gattung der Konzertmesse. Hans Jaskulsky ist diesem Werk in besonderer Weise verbunden – promovierte er doch seinerzeit über dieses Thema. Sein 1986 veröffentlichtes Buch über die „Lateinischen Messen Franz Schuberts” zählt nach wie vor zu den Standardwerken.
Zu Beginn des Konzertes ist das „Requiem für Mignon” von Robert Schumann zu hören – die Vertonung eines Textes aus Goethes Bildungsroman „Wilhelm Meister”. Das Stück gehört zu den Raritäten im Konzertrepertoire. Außerdem wird Franz Schuberts h-Moll-Symphonie, die sog. „Unvollendete” aufgeführt. Der englische Musikwissenschaftler Brian Newbould ergänzte aus Schuberts Kompositionsskizzen ein Scherzo, das in der Aufführung zwischen die beiden bekannten Sätze eingeschoben wird. Als Solisten wirken mit: Anneli Pfeffer, Mechthild Jaskulsky (Sopran), Susanne Schlegel, Ulrike Sahm (Alt), Thomas Heyer, Thomas Ströckens (Tenor) und Jens Hamann (Bass). Karten (15/ermäßigt 7,50 Euro) sind im Vorverkauf am Schauspielhaus Bochum (Tel. 0234/3333-5555) und an der Abendkasse erhältlich.


AKS tagt
Qualitätsmanagement in der Fremdsprachenausbildung ist Thema der 26. Arbeitstagung des Arbeitskreises der Sprachenzentren, Sprachlehrinstitute und Fremdspracheninstitute (AKS), die vom 25. bis 27. Februar an der RUB stattfindet. Vertreter deutscher, österreichischer und schweizerischer Hochschulen diskutieren ihre unterschiedlichen Ansätze und entwickeln gemeinsam konkrete Vorstellungen qualitätssichernder Maßnahmen für ihre Arbeit. Die Tagung findet im 40. Jubiläumsjahr der Organisation wieder an ihrem Gründungsort in Bochum statt. Anmeldungen sind bis 5. Februar online möglich (http://dbs-win.rub.de/aks/anmeldung.php).

 

Meet The Female Faculty: Spielregeln des Erfolgs
In deutschen Universitäten streben Wissenschaftlerinnen immer stärker in Führungspositionen. Mit den subtilen Spielregeln, die sie auf dem Weg nach oben beherrschen sollten, beschäftigte sich die Veranstaltung „Meet The Female Faculty” im Januar 2010. Welche Strategien führen eigentlich in Meetings oder auf Konferenzen zum Erfolg? Warum kann es gelegentlich von Vorteil sein, die Ergebnisse des letzten Bundesliga-Spieltages zu kennen? Dazu hatten die Veranstalterinnen – die Stabsstelle IFB und das Gleichstellungsbüro – in diesem Jahr die Management-Trainerin Marion Knaths eingeladen, die vor über 100 Wissenschaftlerinnen der RUB einen inspirierenden Vortrag hielt.
In fünf Kaminrunden hatten Nachwuchswissenschaftlerinnen schließlich die Gelegenheit, mit Professorinnen und Professoren sowie Experten aus der Verwaltung der RUB über Themen rund um die wissenschaftliche Karriere zu diskutieren. Welche Bedeutung hat etwa die Einwerbung von Drittmitteln für den Aufbau einer wissenschaftlichen Karriere, was sollte schon bei der Konzeption eines Antrages bedacht werden, wie lassen sich Wissenschaft und Privatleben – mit und ohne Kinder – vereinbaren und wie schafft man den Schritt von der Juniorprofessur zur Professur?
Wie schon 2009 stand Meet the Female Faculty erneut unter Schirmherrschaft des Rektorats. Prof. Dr. Uta Wilkens, Prorektorin für Lehre, Weiterbildung und Medien, erläuterte, welch hohe Relevanz die Förderung von Wissenschaftlerinnen in der nächsten Runde der Exzellenzinitiative einnehmen wird und welchen Beitrag die RUB zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses künftig leisten wird. Dies eröffnet Nachwuchswissenschaftlerinnen neue Perspektiven für eine Karriere in Forschung und Lehre.


 

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