Gemeinsam gestartet
Editorial zur Qualität der Lehre
Laut hörbar war die Kritik an den gestuften Studiengängen
im vergangenen Jahr, auch an der RUB. Positiv daran ist:
Der Blick ist nach vorn gerichtet, es geht nicht um ein
Zerreden der Erfolge der Studienreform, sondern einen
konstruktiven Dialog über gute Studienstrukturen
und die Weiterentwicklung der Studiengänge. Dazu
sehen sich Rektorat, Fakultäten und Studierende gemeinsam
in der Pflicht.
Die konkrete Umsetzung hat begonnen. Die Fachschaftsratsvertreter/-innen
organisieren Arbeitsgruppen, in denen Studierende studiengangsbezogen
Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen und Verbesserungsvorschläge
unterbreiten, die in die weiteren Abstimmungsprozesse
einfließen. Ergänzend werden Studierende, die
die Perspektive von Lehrenden und Lernenden gleichermaßen
kennen (z.B. Tutoren/-innen, e-Tutoren/-innen) Anregungen
zur Weiterentwicklung der Lehre geben. Die Fakultäten
leiten ihrerseits Maßnahmen, insbesondere zu kritischen
Fragen der Anwesenheitskontrolle und Prüfungsdichte,
ein, durch die die Studienorganisation weiter verbessert
werden kann. Die Universitätskommission für
Lehre (UKL), die sich als Anwältin für die Lehre
an der Ruhr-Universität versteht, wird als dritter
Kreis mit einer fachübergreifenden Perspektive in
den Prozess eingebunden. Sie wird Daten aus Lehrberichten,
Absolventenstudie und Akkreditierungsgutachten zusammenfassend
auswerten, um Korrekturbedarf aufzuzeigen. Ebenso wird
sie good practices benennen, die als Orientierung für
die Weiterentwicklung der Lehre dienen.
Dass die Diskussion in drei Runden parallel aufgenommen
wird, entspricht dem partizipativen Selbstverständnis
der RUB, alle Beteiligten von Beginn an in Qualitätsentwicklungsprozesse
einzubinden. Verschiedene Perspektiven auf einen Gegenstand
nehmen unterschiedliche Facetten in den Fokus und kommen
so zu sich ergänzenden Lösungsansätzen.
Dies dient der Güte der Ergebnisse, auf die es letztlich
ankommt. Denn was wir alle gemeinsam erreichen wollen,
sind hervorragende Studienangebote und -bedingungen an
der Ruhr-Universität.
Uta Wilkens, Prorektorin für Lehre, Weiterbildung und Medien | Themenübersicht

