RUBENS Nr. 140 - 1. Februar 2010
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Gemeinsam gestartet

Editorial zur Qualität der Lehre

Laut hörbar war die Kritik an den gestuften Studiengängen im vergangenen Jahr, auch an der RUB. Positiv daran ist: Der Blick ist nach vorn gerichtet, es geht nicht um ein Zerreden der Erfolge der Studienreform, sondern einen konstruktiven Dialog über gute Studienstrukturen und die Weiterentwicklung der Studiengänge. Dazu sehen sich Rektorat, Fakultäten und Studierende gemeinsam in der Pflicht.
Die konkrete Umsetzung hat begonnen. Die Fachschaftsratsvertreter/-innen organisieren Arbeitsgruppen, in denen Studierende studiengangsbezogen Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen und Verbesserungsvorschläge unterbreiten, die in die weiteren Abstimmungsprozesse einfließen. Ergänzend werden Studierende, die die Perspektive von Lehrenden und Lernenden gleichermaßen kennen (z.B. Tutoren/-innen, e-Tutoren/-innen) Anregungen zur Weiterentwicklung der Lehre geben. Die Fakultäten leiten ihrerseits Maßnahmen, insbesondere zu kritischen Fragen der Anwesenheitskontrolle und Prüfungsdichte, ein, durch die die Studienorganisation weiter verbessert werden kann. Die Universitätskommission für Lehre (UKL), die sich als Anwältin für die Lehre an der Ruhr-Universität versteht, wird als dritter Kreis mit einer fachübergreifenden Perspektive in den Prozess eingebunden. Sie wird Daten aus Lehrberichten, Absolventenstudie und Akkreditierungsgutachten zusammenfassend auswerten, um Korrekturbedarf aufzuzeigen. Ebenso wird sie good practices benennen, die als Orientierung für die Weiterentwicklung der Lehre dienen.
Dass die Diskussion in drei Runden parallel aufgenommen wird, entspricht dem partizipativen Selbstverständnis der RUB, alle Beteiligten von Beginn an in Qualitätsentwicklungsprozesse einzubinden. Verschiedene Perspektiven auf einen Gegenstand nehmen unterschiedliche Facetten in den Fokus und kommen so zu sich ergänzenden Lösungsansätzen. Dies dient der Güte der Ergebnisse, auf die es letztlich ankommt. Denn was wir alle gemeinsam erreichen wollen, sind hervorragende Studienangebote und -bedingungen an der Ruhr-Universität.


Uta Wilkens, Prorektorin für Lehre, Weiterbildung und Medien | Themenübersicht