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RUBENS 139

4. Januar 2010

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Persönliche Nachrichten


Neu ernannt
Seit August 2009 besetzt Prof. Dr. Roger Friedlein die Professur für Romanische Philologie, insbesondere spanische Literatur- und Kulturwissenschaft. Seine aktuellen Forschungsinteressen betreffen z.B. die Consolatio-Literatur im iberoromanischen Mittelalter, Prozesse der Wissenskonstitution in der Epik der Renaissance sowie den literarischen Wandel von der Romantik zum Modernismus um die Wende zum 20. Jahrhundert in Spanien, Hispanoamerika und Brasilien. Roger Friedlein studierte Romanische Philologie (Spanisch, Französisch, Arabistik) in Frankfurt/Main, Barcelona und an der FU Berlin, wo er 1994 seinen Magister machte. Anschließend war er Lektor für Katalanisch an der Uni Halle-Wittenberg. 1999 kam Friedlein zurück an die FU, wo er bis zu seinem Wechseln nach Bochum am Institut für Romanische Philologie und am SFB „Kulturen des Performativen” arbeitete. 2001 wurde er promoviert, 2009 habilitierte er sich in Berlin.
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Seit Beginn des WS 09/10 besetzt Prof. Dr. Roland Weidle den Lehrstuhl für Anglistik, insbesondere Literatur der Shakespeare-Zeit und frühen Neuzeit. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen u.a. Dramentheorie, Drama der frühen Neuzeit, Shakespeare, Tragödientheorie, Lyrik des 17. Jahrhunderts oder transgenerische und transmediale Narratologie. Roland Weidle studierte ab 1985 Anglistik und Ostslawistik in Hamburg, Leningrad und Norwich. Nach seinem Master arbeitete er zunächst beim ZDF und der Agentur Stella Studios/Stella Events. 1996 kehrte er an die Uni Hamburg zurück, wo er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Anglistik und Amerikanistik tätig war, aber auch den Theaterworkshop University Players leitete; 1998-2000 war er zudem Produzent des Theaterstücks Ladies‘ Night. Nach seiner Promotion (2001) blieb Weidle an der Uni Hamburg, wo er sich 2007 habilitierte. Zuletzt nahm er dort eine Vertretungsprofessur wahr.

Rufe, Ehre, Ämter
Prof. em. Dr. Hans Mommsen (Geschichtswissenschaft) wurde im November das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an überreicht. Er erhielt die Auszeichnung für sein herausragendes wissenschaftliches und ehrenamtliches Engagement in Forschung und Lehre. Der emeritierte Bochumer Wissenschaftler hat grundlegende Werke zu verschiedenen geschichtlichen und wirtschaftlichen Themen veröffentlicht. Seine Hauptarbeitsgebiete waren und sind die Geschichte der Arbeiterbewegung, der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus. Prof. Mommsen gehört zur Gründergeneration der RUB.
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Doppelte Ehre für Prof. Dr.-Ing. Wilfried Krätzig. Der Emeritus der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften wurde zunächst zum Ehrenmitglied der International Association for Shell and Spatial Structures (IASS) gewählt – u.a. als Anerkennung seiner lebenslangen Forschungen auf dem Gebiet großer Schalentragwerke. Zum anderen wurde Prof. Krätzig zum Ehrenmitglied der Kroatischen Wissenschaftlichen Gesellschaft für Mechanik gewählt, u.a. als Anerkennung seiner Förderung der Ingenieurwissenschaften in Kroatien.
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Carolin Ruhnau (Sportstudentin an der RUB) und Dominik Keil (Jurastudent) haben bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften im Schwimmen insgesamt vier Titel geholt. Carolin Ruhnau (SG Essen) hat über 100m Brust (mit Deutschem Rekord), über 200m Brust und in der 4x50m Lagen-Staffel gewonnen. Rückenschwimmer Dominik Keil (ebenfalls SG Essen) war Startschwimmer der 4x50m Lagen-Staffel, die sich den Titel mit Deutschem Rekord holte. Mitte Dezember setzte Carolin Ruhnau noch einen drauf und gewann bei der Kurzbahn-Europameisterschaft in Istanbul über 100m Brust Gold.
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Sie wurde in Addis Abeba geboren und kennt die Probleme der dortigen Straßenkinder ganz genau: Malda Nadew, 27-jährige Masterstudentin der RUB, setzt sich fachlich und privat für Straßenkinder in Äthiopien ein. Für ihr soziales Engagement erhielt sie den mit 1.000 Euro dotierten DAAD-Preis 2009. Vom Deutschen Akademischen Austauschdienst gestiftet, wird der Preis seit 1997 ausgeschrieben. Alle Fakultäten sowie die zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen der RUB können geeignete Kandidat/innen vorschlagen.
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Prof. Dr. Lars Steinsträßer (Universitätsklinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte im Bergmannsheil) erhält eine DFG-Heisenberg-Professur. Steinsträßers Arbeitsgruppe beschäftigt sich vor allem mit der Nutzbarmachung von Molekülen des angeborenen Immunsystems bei der Behandlung von bösartigen Tumoren und schlecht heilenden Wunden. Die DFG-Förderung ist auf fünf Jahre angelegt, danach übernimmt die RUB, nach positiver Evaluation, die W3-Professur. Die Heisenberg-Professur soll junge qualifizierte Wissenschaftler fördern. Steinsträßers ist die erste Heisenberg-Professur an der Medizin-Fakultät der RUB und erst die zweite für einen Chirurgen in Deutschland.
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Prof. Dr. Klaus Gerwert (Biologie) wird auf dem Gesundheitscampus NRW in Bochum ein Center for Vibrational Microspcopy gründen. Mit seinem Projektantrag gehört er zu den Siegern des Wettbewerbs „Med. in NRW”, in dem er sich unter 235 Anträgen durchgesetzt hat. Mitte Dezember erhielt er den Förderbescheid über 1,2 Mio. Euro für drei Jahre von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (rechts). Die am Lehrstuhl für Biophysik entwickelten vibrationsspektroskopischen Methoden können mit bisher unerreichter Empfindlichkeit und Schnelligkeit Veränderungen in Proteinen nachweisen. Einsatzgebiet ist die Früherkennung von Darmkrebs.
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Das Glaukom, „Grüner Star“ genannt, ist eine heimtückische Augenkrankheit: Lange bleibt sie unbemerkt, und wenn der Patient erste Symptome feststellt, sind seine Augen schon irreversibel geschädigt. Die Entstehung des Glaukoms, in Deutschland die häufigste Ursache für eine Erblindung, blieb der Medizin bislang ein Rätsel. Ein Bauingenieur der RUB brachte nun Licht ins Dunkel. Dr. Rafael Grytz nutzte für die Modellierung des Auges Computersimulationen, die normalerweise zur Berechnung von Materialeigenschaften genutzt werden. Für seine Arbeiten wurde er von der Körber-Stiftung mit dem zweiten Preis des Deutschen Studienpreises ausgezeichnet.
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Am 26.11. wählte der Förderverein des Seminars für Klassische Philologie turnusgemäß seinen Vorstand. Die Mitgliederversammlung bestätigte Prof. Dr. Gerhard Binder als Vorsitzenden, Prof. Dr. Reinhold Glei als Schriftführer und Dr. Wolfgang Polleichtner als Schatzmeister in ihren Ämtern. Das Vorstandsteam verstärkt nun neu Prof. Dr. Manuel Baumbach als Stellvertretender Vorsitzender. Der im August 2007 gegründete Förderverein soll „die Anliegen des Seminars selbst, die seiner ehemaligen Angehörigen und auch die Altertumskunde im Ruhrgebiet ideell und finanziell fördernd begleiten”.
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Bei den letzten Wahlen zum Vorstand der Ortsgruppe Bochum des Deutschen Hochschullehrer Verbandes DHV ist Prof. Dr. Rolf Wank (Juristische Fakultät) nach langjähriger erfolgreicher Tätigkeit mit Rücksicht auf seinen herannahenden Ruhestand ausgeschieden. Prof. Dr. Peter A. Windel (ebenfalls Juristische Fakultät) wurde zu seinem Nachfolger bestimmt. Prof. Dr. Günter Schaub (Fakultät für Biologie und Biotechnologie) bleibt weiterhin im Amt; der Ortsgruppenvorstand wird traditionell aus zwei Mitgliedern gebildet.

Nachruf
Die Ruhr-Universität und die Fakultät für Geschichtswissenschaft trauern um Prof. Dr. Reinhart Schleier, einen lieben und geschätzten Kollegen, der am 18. November gestorben ist. Reinhart Schleier war nach Studien in München, Bonn und Berlin zunächst Assistent an der Uni Münster; von 1977 bis 1989 folgten Stationen als Gast-, Zeit- oder Vertretungsprofessor in Osnabrück, Hamburg, Münster, Bochum, Berlin (TU) und Marburg. 1989 wurde er an das Kunstgeschichtliche Institut (KGI) der RUB berufen und hat hier bis zu seiner Emeritierung 2003 gelehrt.
Schwerpunkte seiner Forschung und Lehre lagen in der Frühen Neuzeit, vor allem in der niederländischen Kunst der Renaissance und des Barock sowie in der Geschichte der Druckgraphik. Tradierte Methoden wie Ikonographie und Ikonologie hat Schleier nicht nur virtuos beherrscht, sondern auch durch aktuelle Fragestellungen erweitert, wie insbesondere seine Studien zur Rhetorik als kategoriales System der Bildanalyse zeigen. Doch nicht nur in methodischer Hinsicht hat Reinhart Schleier humanistische Bildung mit zeitgenössischen Fachdiskussionen in Verbindung gebracht und dadurch viele seiner Schülerinnen und Schüler zu eigenen Forschungen inspiriert. Gleiches gilt auch für sein Interesse an den neuen digitalen Medien Computer und Internet, die er schon früh zur Vermittlung kunsthistorischen Wissens nutzte. Seine für das Internet konzipierten Präsentationen, die er begleitend und ergänzend für mehrere Ausstellungen initiiert und betreut hat, haben in diesem Bereich Standards gesetzt.
Als Dekan und Prodekan sowie als Gremienmitglied hat Schleier die Entwicklung der Fakultät mitgestaltet. Nach dem frühen Tod von Max Imdahl hat er in den drei Jahren bis zur Berufung von Monika Steinhauser das KGI geleitet.

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Letzte Änderung: 4.1.2010| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik