Gute Noten
Online-Befragung zu Blackboard
Wer könnte Fragen zu diesem Thema besser beantworten,
als jene, die im Studienalltag mit Blackboard arbeiten?
Jedenfalls erhält die eLearning-Lehr- und Lernplattform
der RUB sowohl aus Sicht der Studierenden als auch der
Lehrenden überwiegend gute bis sehr gute Noten. Das
geht aus einer campusweiten Online-Befragung der Stabsstelle
eLearning im vergangenen Semester hervor. 2.850 Studierende
und 304 Lehrende nahmen daran teil.
Vorlesungen als Podcast, Online-Diskussion in Fach-Foren,
Einsatz von Videos oder das Bereitstellen von Literatur
im Web – diese und weitere eLearning-Angebote der
RUB bereichern nicht nur die akademische Ausbildung. Nach
fast zehnjährigem Einsatz an der RUB ist Blackboard
auch sehr bekannt: bei 93,7 Prozent der Lehrenden und
99,5 Prozent der Studierenden. Rund die Hälfte der
befragten Lehrenden gab zudem an, dass sie in all ihren
Veranstaltungen eLearning-Elemente einsetzen. Als großes
Plus der internetgestützten Lernplattform gelten
die Bereitstellung von Kursmaterialien und organisatorischen
Infos (wird von Studierenden im Durchschnitt als nützlich
bis sehr nützlich beschrieben) sowie die Vorteile,
die sich aufgrund zeitlicher und räumlicher Flexibilität
des Lehrens und Lernens ergeben. Auch die Kommunikationsmöglichkeiten
unter Studierenden bzw. mit der Kursleitung werden als
positive Effekte gesehen.
Auf Wunsch Moodle
Trotz einiger Kritikpunkte, die u.a. das Design der
Plattform, lange Ladezeiten oder das oft verborgene
„unenroll“-Tool zum selbstständigen
Austreten aus alten Kurse betrafen, haben rund 67 Prozent
der Lehrenden und 62 Prozent der Studierenden die Plattform
mit sehr gut oder gut benotet. Schlechte Noten gaben
lediglich 3,5 Prozent der Lehrenden und 2,9 Prozent
der Studierenden. Die Benutzerfreundlichkeit wird von
beiden Gruppen positiv bewertet, wobei es zu erwähnen
gilt, dass Studierende die Plattform häufiger positiv
bewerteten, wenn sie vor der Nutzung eine Einführung
erhalten haben.
„Ich freue mich über die zahlreichen Hinweise
und die konstruktive Kritik. Nun können wir noch
gezielter unser Dienstleistungs- und Softwareangebot
optimieren”, sagt Holger Hansen, Leiter der Stabsstelle
eLearning RUBeL. Einige Tipps und Wünsche, die
aus der Umfrage ersichtlich wurden, setzte das RUBeL-Team
bereits um. So kam die Stabsstelle der mehrfach geäußerten
Bitte nach Installierung einer weiteren Lernplattform
nach und führte campusweit Moodle als Testversion
ein. Ebenfalls wurde ein neues Veranstaltungsformat
mit dem Titel „eLearning-Update” als Reaktion
auf gewünschte Trendkurse aus dem eLearning-Bereich
etabliert. Voraussichtlich ab dem Sommersemester 2010
wird an der RUB die neue Blackboard-Version 9.0 verfügbar
sein, die zeitgemäßer aussieht und einfacher
zu bedienen ist.
Hansen ist ebenfalls sehr zufrieden mit dem wachsenden
Bekanntheitsgrad und der Nutzung weiterer eLearning-Angebote
neben Blackboard. Hervorzuheben ist hier das RUBcast.
Die Möglichkeit, Lehrveranstaltung aufzuzeichnen
und im Internet zur Verfügung zu stellen, ist vielen
Dozierenden und Studierenden bekannt und für 73
Prozent der Studierenden laut Umfrage wünschenswert.
Man kann feststellen, dass eLearning aus Studierendensicht
überwiegend als sinnvolle Unterstützung des
eigenen Studiums wahrgenommen wird (90 Prozent); der
Weg zu einer langfristigen Integration der internetgestützten
Lehre an der RUB jedoch nur mithilfe intuitiver Software,
kontinuierlichem (technischen) Support und spezifischen
Schulungen der Beteiligten zu gewährleisten ist.
Eine selbsterklärensde oder einfach zu erlernenden
Bedienbarkeit der Software ist für Lehrende und
Studierende die wichtigste Voraussetzung zur dauerhaften
Etablierung der internetgestützten Lehre. Die Ergebnisse
der Online-Umfrage bieten wichtige Hinweise zur kontinuierlichen
Förderung der Qualität der eLearning-Aktivitäten
an der RUB und gewährten Einblicke in Vor- und
Nachteile unterschiedlichster Einsatz-Szenarien, auch
wenn sie keine repräsentativen Resultate liefern
kann.
Infos zur Umfrage: http://www.rubel.rub.de/blackboard/umfrage
Anika
Hasselbeck (die Autorin hat die Umfrage durchgeführt)
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