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RUBENS 139

4. Januar 2010

Krieg und Gewalt



Neue Ausstellung in Situation Kunst



Noch bis zum 28. Februar 2010 ist in Situation Kunst die Ausstellung „Vorahnung, Reflexion und Spur im Bild“ zu sehen. Gezeigt werden Fotografien und Gemälde u.a. von Josef Albers, Robert Capa, Karl Hofer, Franz Radziwill, Jan J. Schoonhoven und Jaap Wagemaker, die sich mit Krieg und Gewalt befassen.


Die Ausstellung knüpft an die ständige Präsentation im Seminar- und Bibliotheksraum des Erweiterungsgebäudes von Situation Kunst an. Sie setzt sich zudem in Beziehung zu den Fotos der Reihe „totenstill“ von Dirk Reinartz (1947-2004), der mit seinen menschenleeren Fotos ehemaliger Konzentrations- und Vernichtungslager an die Verbrechen des Holocaust erinnert, und zu Arnulf Rainers (geb. 1929) Übermalungen aus dem Hiroshima-Zyklus, die die verheerenden Folgen des ersten Atombombenabwurfs vergegenwärtigen.
Die meisten Werke der Ausstellung sind in der Phase vor, während und nach dem 2. Weltkrieg entstanden, zeugen jedoch von ganz unterschiedlichem Umgang mit dem Schrecken dieser Zeit. So dokumentieren beispielsweise die Fotografen Robert Capa (1913-1954), der als Kriegsreporter tätig war, und Hermann Claasen (1899-1989), der durch seine Trümmerfotografien des zerbombten Köln bekannt wurde, mit ihren Fotos kriegsbedingte Zerstörungen. Andere Werke der Ausstellung, wie die Gemälde von Alexej von Jawlensky (1864-1941) oder Karl Hofer (1878–1955), zeigen eher subtil Vorahnungen auf den kommenden Krieg, während Franz Radziwill (1895-1983) in einer Reaktion auf den spanischen Bürgerkrieg angreifende Flugzeuge und den personifizierten Tod dramatisch ins Bild setzt, gewissermaßen als unheilvolle Vision kommender Schrecken. Die Werke verarbeiten auf ganz unterschiedliche Weise extreme Erfahrungen von Krieg, Gewalt und Terror. Obwohl sie sich auf eine jeweils konkrete historische Situation beziehen, bleibt ihre Aussage von zeitloser Gültigkeit.

Info: Im Rahmen der Ausstellung veranstaltet Prof. Antje Kapust (Institut für Philosophie) vom 11. bis 13. Februar in Situation Kunst die Tagung „Die Vernunft der Bilder: Gewalt und Menschenrechte“. Jeweils sonntags (15 h) werden Filme über die Künstler gezeigt. Öffz. der Ausstellung: Mi, Fr 14-18, Sa, So, an Feiertagen 12-18 h; Eintritt in die Sonderausstellung: 2 Euro; die Filme sind kostenlos; Adresse, Filmprogramm etc.: http://www.situation-kunst.de.

Iris Poßegger (Kuratorin der Stiftung Situation Kunst)
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Letzte Änderung: 4.1.2010| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik