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RUBENS 139

4. Januar 2010

Alles geregelt



Arndt-Hendrik Zinn hat beim RUBeL-Wettbewerb „5x5000“ gewonnen



Seit zwei Jahren schreibt die Stabsstelle eLearning regelmäßig den Wettbewerb „5x5000“ aus. Im letzten Sommersemester konnten erstmals Studierende teilnehmen. Zu ihnen gehörte Arndt-Hendrik Zinn, der für sein Projekt zur Regelungstechnik einen Preis (5.000 Euro) gewann und nun in RUBENS darüber berichtet.


Für viele Studierende ist die Qualität der Lehre ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der Uni. Doch so sorgfältig die Suche auch gewesen sein mag, schon nach wenigen Wochen üben häufig Erstsemester Kritik an der akademischen Ausbildung, auch an der RUB. Für mehr Abwechslung und Attraktivität in der Lehre sollen Selbstlernmöglichkeiten auf der Plattform Blackboard sorgen. Beim eLearning können Studierende den Stoff aus der Vorlesung selber nachbereiten, und das immer und überall.
Zur ständigen Erweiterung des Angebots schreibt die RUB-Stabsstelle eLearning (RUBeL) seit 2007 in jedem Semester den Wettbewerb „5x5000“ aus. Gesucht werden gute neue eLearning-Projekte, die dann mit 5.000 Euro gefördert werden. Nach dem Motto „Do it yourself – studentische eLearning Kooperationen an der RUB“ konnten im letzten Sommersemester erstmals Studierende teilnehmen und in Zusammenarbeit mit ihren Dozenten innovative Ideen einbringen und verwirklichen.
Als Maschinenbau-Student im zweiten Semester wollte auch ich mich gern stärker in den Universitätsalltag einbringen; „5x5000“ bietet dafür optimale Voraussetzungen: Die Gewinner erhalten eine Stelle als studentische Hilfskraft an einem Lehrstuhl, sie bringen zum größten Teil sogar ihr Gehalt und das Geld für die Ausstattung mit. Die Arbeit als Hilfskraft ist für viele Studierende lohnend, da man sich ganz praktisch in eine erste richtige Arbeit stürzen kann. Nebenbei lernt man Dozenten auch mal „hinter der Bühne“ kennen.

Blended Learning

In meinem Fall lieferte der Dozent der Veranstaltung Regelungstechnik I den zündenden Einfall für ein Projekt. Prof. Dr.-Ing. Martin Mönnigmann (Lehrstuhl für Regelungstechnik und Systemtheorie) wünschte sich mehr Anschauungsmaterial, um den Studierenden die eher mathematischen Grundlagen leichter begreiflich zu machen. Regelungstechnik spielt im täglichen Leben eine große Rolle. Auch der menschliche Organismus verfügt über zahllose Mechanismen zur Regelung. So wird z.B. die Körpertemperatur konstant auf 37 Grad Celsius gehalten, egal wie warm oder kalt unsere Umgebung ist. Natürlich geht es in der besagten Maschinenbau-Vorlesung um technische Systeme. Als Beispiel für eine Regelung sei hier der Tempomat im Auto genannt, der das Fahrzeug bergauf und bergab auf einer konstanten Geschwindigkeit hält. Geregelte Systeme kann man dank leistungsfähiger Computer immer besser gestalten und vorher berechnen.
Was liegt also näher, als im Projekt interaktive Simulationen zu erstellen, um grundlegende Eigenschaften von regelungstechnischen Systemen intuitiv greifbar zu machen?! Den Studierenden sollten parallel zur Vorlesung abstrakte Zusammenhänge in Selbstlernphasen erfahren. Dieses Konzept zur Verbindung von Präsenz und Selbstlernen, das sog. Blended Learning, hat die studentische Jury überzeugt. Nun wird das Projekt über das WS 09/10 hinaus von der Stabsstelle eLearning gefördert.
Mittlerweile setze ich am Lehrstuhl von Prof. Mönnigmann unsere Pläne in die Tat um. Die Arbeit geht gut voran und macht Spaß, was nicht zuletzt an netten Kollegen und interessanten Themen liegt. Ich kann nur jedem empfehlen, sich mit dem Wettbewerb auseinander zu setzen. Es lohnt sich mitzumachen, für einen selber und die vielen nachkommenden Studenten, die von den neuen Angeboten profitieren. 5x5.000 findet jedes Semester statt.

Infos zum Wettbewerb (zurzeit läuft die fünfte Runde): http://www.rubel.rub.de

Arndt-Hendrik Zinn
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Letzte Änderung: 4.1.2010| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik