Alles geregelt
Arndt-Hendrik Zinn hat beim RUBeL-Wettbewerb „5x5000“
gewonnen
Seit zwei Jahren schreibt die Stabsstelle eLearning regelmäßig
den Wettbewerb „5x5000“ aus. Im letzten Sommersemester
konnten erstmals Studierende teilnehmen. Zu ihnen gehörte
Arndt-Hendrik Zinn, der für sein Projekt zur Regelungstechnik
einen Preis (5.000 Euro) gewann und nun in RUBENS darüber
berichtet.
Für viele Studierende ist die Qualität der Lehre
ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der Uni. Doch so
sorgfältig die Suche auch gewesen sein mag, schon
nach wenigen Wochen üben häufig Erstsemester
Kritik an der akademischen Ausbildung, auch an der RUB.
Für mehr Abwechslung und Attraktivität in der
Lehre sollen Selbstlernmöglichkeiten auf der Plattform
Blackboard sorgen. Beim eLearning können Studierende
den Stoff aus der Vorlesung selber nachbereiten, und das
immer und überall.
Zur ständigen Erweiterung des Angebots schreibt die
RUB-Stabsstelle eLearning (RUBeL) seit 2007 in jedem Semester
den Wettbewerb „5x5000“ aus. Gesucht werden
gute neue eLearning-Projekte, die dann mit 5.000 Euro
gefördert werden. Nach dem Motto „Do it yourself
– studentische eLearning Kooperationen an der RUB“
konnten im letzten Sommersemester erstmals Studierende
teilnehmen und in Zusammenarbeit mit ihren Dozenten innovative
Ideen einbringen und verwirklichen.
Als Maschinenbau-Student im zweiten Semester wollte auch
ich mich gern stärker in den Universitätsalltag
einbringen; „5x5000“ bietet dafür optimale
Voraussetzungen: Die Gewinner erhalten eine Stelle als
studentische Hilfskraft an einem Lehrstuhl, sie bringen
zum größten Teil sogar ihr Gehalt und das Geld
für die Ausstattung mit. Die Arbeit als Hilfskraft
ist für viele Studierende lohnend, da man sich ganz
praktisch in eine erste richtige Arbeit stürzen kann.
Nebenbei lernt man Dozenten auch mal „hinter der
Bühne“ kennen.
Blended Learning
In meinem Fall lieferte der Dozent der Veranstaltung
Regelungstechnik I den zündenden Einfall für
ein Projekt. Prof. Dr.-Ing. Martin Mönnigmann (Lehrstuhl
für Regelungstechnik und Systemtheorie) wünschte
sich mehr Anschauungsmaterial, um den Studierenden die
eher mathematischen Grundlagen leichter begreiflich
zu machen. Regelungstechnik spielt im täglichen
Leben eine große Rolle. Auch der menschliche Organismus
verfügt über zahllose Mechanismen zur Regelung.
So wird z.B. die Körpertemperatur konstant auf
37 Grad Celsius gehalten, egal wie warm oder kalt unsere
Umgebung ist. Natürlich geht es in der besagten
Maschinenbau-Vorlesung um technische Systeme. Als Beispiel
für eine Regelung sei hier der Tempomat im Auto
genannt, der das Fahrzeug bergauf und bergab auf einer
konstanten Geschwindigkeit hält. Geregelte Systeme
kann man dank leistungsfähiger Computer immer besser
gestalten und vorher berechnen.
Was liegt also näher, als im Projekt interaktive
Simulationen zu erstellen, um grundlegende Eigenschaften
von regelungstechnischen Systemen intuitiv greifbar
zu machen?! Den Studierenden sollten parallel zur Vorlesung
abstrakte Zusammenhänge in Selbstlernphasen erfahren.
Dieses Konzept zur Verbindung von Präsenz und Selbstlernen,
das sog. Blended Learning, hat die studentische Jury
überzeugt. Nun wird das Projekt über das WS
09/10 hinaus von der Stabsstelle eLearning gefördert.
Mittlerweile setze ich am Lehrstuhl von Prof. Mönnigmann
unsere Pläne in die Tat um. Die Arbeit geht gut
voran und macht Spaß, was nicht zuletzt an netten
Kollegen und interessanten Themen liegt. Ich kann nur
jedem empfehlen, sich mit dem Wettbewerb auseinander
zu setzen. Es lohnt sich mitzumachen, für einen
selber und die vielen nachkommenden Studenten, die von
den neuen Angeboten profitieren. 5x5.000 findet jedes
Semester statt.
Infos zum Wettbewerb (zurzeit läuft
die fünfte Runde): http://www.rubel.rub.de
Arndt-Hendrik
Zinn
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